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Skull Fist, Iron Kobra, Horacle im Konzert (Oberhausen, September 2011)

Drei Bands, die einfach nur rocken - Achtung: Schweißalarm

Die Neuentdeckung des Abends: Horacle

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Sonntag Abend, das ganze Wochenende gab es an allen Ecken und Enden im Pott irgendwelche Konzerte von lau bis teuer und trotzdem macht sich an diesem Abend eine noch immer hungrige Meute auf, um nicht nur die Kanadier Skull Fist lautstark zu unterstützen, nicht nur die eisernen Schlangenbeschwörer Iron Kobra aus Gelsenkirchen zu feiern, sondern auch um die den meisten völlig unbekannten Horacle aus Belgien zu unterstützen, die sich über mangelnden Zuspruch nicht beschweren.

Horacle

Sicherlich sind die Erwartungen im Horacle-Lager sehr gering, denn kaum jemand kennt diese belgische Truppe überhaupt, die nun im Helvete ihren ersten Gig in Deutschland auf die Bühne bringt. Zwar besteht die Band offiziell schon seit 2007, aber erst, als im November 2010 Terry Fire den Vokalposten übernahm, wurde aus dem Spaßprojekt eine richtige Band, man enterte Anfang 2011 das Studio und spielte die Debüt-EP „Horacle“ ein. Diese EP geht dann auch in Oberhausen mehrmals über den Merchtresen, nachdem sie auch endlich ihren Merchstand aufgebaut haben.

Dabei ist die Skepsis der Fans erst noch groß und der Empfang der Band recht kühl – die nach dem Intro durch Terry Fire vorgestellten Mitsing-„Whoohhoo“-Parts werden erst einmal komplett ignoriert, doch schon nach „Disturbing The Light“ tönt der erste heftige Applaus durch den Keller. „Ihr seid laut, aber für uns noch nicht laut genug“, so die Kampfansage der Band und sie legt mit dem hymnisch stampfenden „Blaze Up The Town“ nach. Nichts ist mehr mit Skepsis, denn mehr und mehr feiern die Anwesenden, die ersten durch laute Hey-Rufe gepuschten Fäuste streben Richtung Decke und auch Horacle selbst legen sich immer mehr ins Zeug, posen ohne Ende und sorgen für einen ersten Energieaustausch.

„Trinkt ihr gerne Bier?“ fragt Basser L. Sabathan und ist sich dessen bewusst, dass die ersten Humpen schon längst in durstigen Kehlen verschwanden, „oder mögt ihr lieber Whiskey?“, wobei seine Stimme genau den rauchig kratzenden Charme von häufiger Verköstigung ausstrahlt. Das anschließende „(Empty) Tankard“ gefällt und sorgt für erste deutliche Mattenbewegungen. Auch das darauf folgende „To Face The Fire“ begeistert und macht ordentlich Dampf, das posende Finale inklusive Hinterkopfspielen wird regelrecht abgefeiert – das war vorher so nicht zu erwarten gewesen. „Thank you, motherfuckers“ – genau das können die Fans auch zurückwerfen, denn der Auftakt des Abends ist somit mehr mit als gelungen zu bezeichnen.

Setlist:

  • Intro
  • Disturbing The Light
  • Blaze Up The Town
  • A Dream Of Glory
  • (Empty) Tankard (Tankard-Cover)
  • To Face The Fire
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