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Rock Hard Festival 2015

Are you guys ready auf den Rängen?

Channel Zero

Nachdem der Sonntag ja bisher eher als gemächlich einzustufen ist, werden auf dem Speedbarometer nun ein paar Schippen mehr Aggression aufgelegt. Mit Channel Zero präsentiert sich ein weiterer Underdog, den die meisten wenn überhaupt nur selten live vor der Linse gehabt haben, sind die Belgier trotz ihre Comebacks vor gut fünf Jahren doch eher noch ein Exot unter den Europäern, auch wenn sie mittlerweile mit „Feed 'em With A Brick“ (grandioser Titel - Anm. d. Red.) und „Kill All Kings“ zwei gute Albenveröffentlichten. Selbst ihre bisherige „Hochphase“ war nun nicht ein Erfolgsgarant schlechthin und trotzdem gehören Channel Zero zu den im Vorfeld mit am häufigsten genannten Bands, auf die man gespannt wartete.

Die Spannung überträgt sich erst einmal nur bedingt auf die Show, denn das Publikum ist noch recht übersichtlich und viele sind erst einmal mit einem „mal schauen, was die können“ beschäftigt, die Ausflipper sind da noch eher die Ausnahme. „Letzter Tag beim Rock Hard Festival, alle ein bisschen müde?“, horcht Gründungsmitglied und Frontmann Franky ins Rund und dürfte von der positiven Resonanz ein wenig überrascht sein, kontert aber geschickt mit einem „Nein? Schön für uns“. Überhaupt scheint der Kerl eher zu den Frohnaturen zu gehören, dazu wirkt er auch noch reichlich aufgedreht, denn das meiste zum Trinken auf die Bühne abgestellte Wasser schüttet er sich immer wieder über seine Birne.

Seinen Fokus legt das Quintett auf das aktuelle Scheibchen „Kill All Kings“, vier von neun Songs präsentieren sie heute davon. Bei den anderen Nummern gehen sie wie mit„Animation“ bis zum '92er Debüt zurück, doch die wenigsten sind mit den Songs vertraut, sodass sich die rechte Partystimmung nicht einstellen will. Ein der Redaktion unbekannter Kai bekommt seine Geburtstag-Glückwünsche kurz vor dem Titeltrack des neuen Albums, der neue Drummer Phil D wird gleich mit einem Doktortitel geehrt und besonders scheint der Truppe ein Dankeschön an das Rock Hard Magazin auf dem Herzen zu liegen, wurden sie von dem Dortmunder Blatt schon von den Anfangstagen an unterstützt.

„Oh my Schwufti-Mufti“, so Franky vor „Duisternis“ (was auch immer das heißen mag); in der Folge bindet er die Fans ein wenig mehr ein und inszeniert ein Mitsingspiel zwischen den Mädels, den jungen Kerlen und den alten Säcken, woraus die Betagteren dann auch noch als deutlicher Sieger hervorgehen. Endlich taut das Publikum mehr auf, deutlich mehr HeadbangerInnen lassen ihre Haarpracht kreisen, wobei sie schon kurze Zeit später beim Rausschmeißer „Black Fuel“ eher die Hälse gen Ränge recken müssen, geht doch Franky auf Wanderschaft (das hatten ja schon Sacred Steel, Threshold oder auch '77 in den letzten Jahren gemacht) und singt nicht nur weiter, sondern nimmt sich Zeit für diverse Selfies und Co., wobei die Security hier ins Schwitzen kommt und eher als Personenschützer fungiert. Bei den Fans kommt der Schlusspunkt aber super an, sodass nach der Dreiviertelstunde ein „Publikum erspielt“ auf dem Notizzettel hervorsticht.

Setlist:

Intro
Dark Passenger
Animation
Unsafe
Bad To The Bone
Kill All Kings
Electronic Cocaine
Duisternis
Suck My Energy
Black Fuel
Outro: Always Look On The Bright Side Of Life

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