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Rock Hard Festival 2015

Are you guys ready auf den Rängen?

Sinner

Eine Dreiviertelstunde mit Sinner – NUR, dürften da alle Recken denken, die ihr Herz an die Stuttgarter Institution verloren haben. Gediegen, aber nicht altbacken, dazu noch mit drei Klampfen auf der Bühne, wobei man sich hier schon fragen kann, welchen Sinn das so wirklich ergibt – und fertig ist auf dem diesjährigen Rock Hard Festival eine weitere Zeitreise in die metallische Vergangenheit, dieses Mal nur weit zurück in den teutonischen Stahl, zumal Mat und seine Mitstreiter nach dem noch recht „modernen“ Opener „Crash & Burn“ die ganzen Erwartungen der Old-School-Maniacs erfüllen und die Parade der Achtziger nicht einmal mehr unterbrechen.

Klar, das ist hier schon häufiger im Bericht gefallen: Nicht alle FestivalbesucherInnen haben wie hier Bock auf den stampfenden alten Kram, aber eine mehr als beträchtliche Menge zeigt sich nicht nur sehr textsicher, sondern auch spielfehlerfrei an der Luftgitarre. Sinner haben wohl auch einiges vor, denn gleich die ersten vier Songs werden durchgezockt, Mats Ansagen beschränken sich auch auf kurze Danksagungen der Marke „wir sind happy, hier spielen zu können“.

Überhaupt, während es sich Mat eher gemütlich auf der Sympathieaufwärtskurve macht und lässig auch mal mit „Daumen hoch“ seine Art des Dankeschön propagiert, so lässt er seine zum Teil wesentlich jüngeren Mitstreiter mal schön schuften, wobei Klampfer Christof auch noch den einen oder anderen Posingwettbewerb gewinnen könnte -  alle drei Gitarristen aber beackern recht quirlig die Bühnenbretter. Im Vordergrund steht aber natürlich das musikalische Geschäft, und davon hauen Sinner dann auch richtige Kracher wie das markante „Danger Zone“ heraus, nachdem sie noch in „Knife In My Heart“ auf Chorkurs umschwenkten und fetten Applaus einheimsen konnten.

„Leute, habt ihr Bock mit mir zu singen?“, will Mat wissen; schnell sind endlose Powerfäuste und mitklatschende Hände am Start, sogar das eher behäbige Volk auf den Rängen taut endlich auf, denn das Billy Idol-Stück „Rebell Yell“ („ich geb 'in the midnight hour' vor, ihr legt 'more, more,more' nach“) kennt dann irgendwie jeder – gecovert hatten das Sinner ja schon anno 1986, ist also keine neue Erfindung. „Danke Leute, wir hatten viel Spaß“ - Danke Sinner, wir hatten auch viel Spaß, zumal mit „Germany Rocks“ ja auch noch ein Klassiker nachgeschoben wird, bevor sich die Herren Musiker vor dem Publikum verneigend verabschieden. Viel zu schnell ist nun die Teilstunde an teutonischer Lehrkunst vorbei, „Back On Trail“ wurde leider – wohl aus Zeitgründen – schon vor der Show aus dem Programm genommen.

Setlist:

Crash & Burn
Comin' Out Fighting
Bad Girl
Born To Rock
Concrete Jungle
Knife In My Heart
Danger Zone
Rebell Yell (Billy Idol-Cover)
Germany Rocks

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