Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Rock Hard Festival 2013

Die Metallergemeinde muss mit wahrhaftem Glück gesegnet sein

Horisont

„Wer Graveyard liebt, wird Horisont vergöttern!“, behauptet das Rock Hard auf seiner Festivalseite, wo sie die bestätigten Bands kurz vorstellen. Liegt natürlich nahe, da beide nicht nur aus demselben Land, sondern vor allem aus derselben musikalischen Ecke stammen. Vintage Rock ist derzeit schließlich mal so richtig angesagt und mit ihrem kürzlich erschienenen zweiten Album „Second Assault“ scheinen die Schweden langsam aber sicher den Durchbruch zu schaffen. Gerade Rock-Hard-Götz wird ja nicht müde, die Jungs in den höchsten Tönen zu loben und auch wenn der ein oder andere sicherlich wieder sagen wird, dass der Chefredakteur der Dortmunder Postille da mal wieder einem Hype frönt, muss jeder unabhängig vom persönlichen Geschmack mit auch nur einem Funken Musikverstand erkennen, dass die Kerle definitiv was auf dem Kasten haben.

Schade, dass das beim heutigen Auftritt im Amphitheater nicht so richtig zum Vorschein kommen kann, da es um den Sound mal wieder nicht zum Besten bestellt ist, um es moderat zu formulieren. Man spielt über wesentlich kleinere Verstärker, die vor den großen Marshall-Boxen platziert wurden, und es soll selbstredend durchaus hilfreich sein, über das eigens mitgebrachte Equipment zu spielen. Doch das hilft auch nichts, wenn kein Gesang zu hören ist – fast über die gesamte Dauer des Set-Openers „Visa Vägen“ ist von Frontmann Axel Söderberg kein Pieps zu hören und da muss man sich schon die Frage stellen, wieso es so lange dauert, bis endlich mal einer der Soundverantwortlichen erkennt, dass der gute Mann nicht zu hören ist.

Als die Vocals dann schließlich doch ertönen, ist das Ganze leider vollkommen übersteuert, sodass Kollege Karl Gurke spöttisch meint, die sollen das Mikro am besten gleich wieder zudrehen. Tatsächlich ist das schrille Organ Söderbergs bestimmt nicht jedermanns Sache, zumal er sich live die Freiheit herausnimmt, jede Menge Schreie einzubauen, die bei dem ohnehin übersteuerten Gesang irgendwann ganz schön zu nerven beginnen. Auch die vielen, an sich ziemlich geilen Doppelharmonien bei den Gitarren kommen nicht immer blitzsauber herüber, aber in der Livesituation ist solch ein kleiner Schönheitsfehler natürlich verzeihbar.

Die Zuschauer jedenfalls feiern ungehemmt und Songs wie „On The Run“, „The Unseen“, „Thunderfight“, die Halbballade „Crusaders Of Death“ oder „Magnus Kills“, das Söderberg dem eben Magnus heißenden Bassisten widmet, haben zweifellos Qualität. Außerdem ist die Ansage „you make us rock hard“ – so simpel sie auch letztlich ist – ganz klar eine der amüsantesten des Festivals. Wegen des größtenteils durchwachsenen Sounds und zu viel Gekreische des Sängers am Ende trotzdem nur ein okayer Auftritt, Graveyard letztes Jahr waren deutlich besser.

Setlist:

Visa Vägen
On The Run
The Unseen
Crusaders Of Death
Time Warrior
Magnus Kills
Thunderfight
Nightrider
Second Assault

Seite
comments powered by Disqus

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin