Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Rock Hard Festival 2013

Die Metallergemeinde muss mit wahrhaftem Glück gesegnet sein

Samstag, 18. Mai

Slingblade

Der erste Festivaltag begann ja schon sehr viel versprechend, mal sehen, was also der zweite Tag so zu bieten hat. Klar ist jedenfalls, dass gut zwei Stunden vor dem Auftritt von Slingblade die ersten gräulichen Wolken aufreißen und sich so mancher diebische Sonnenstrahl gen Erde durchstibitzt – beste äußerliche Voraussetzungen schon einmal für die Stockholmer, um sich vor angemessen zahlreichem Publikum zu präsentieren.

Erstaunlich früh sind dann auch schon viele FestivalbesucherInnen vor Ort, wobei die Band anscheinend ein wenig davor zurückschreckt, denn das dürfte bisher die größte Veranstaltung in ihrer noch jungen Karriere sein – da darf man schon gerne mal weiche Knie bekommen. Leider muss man aber schnell als Fazit feststellen: Slingblade bleiben viel zu harmlos, vielleicht die richtige Begleitbeschallung, bis das Aspirin endlich die Schäden vom Vortag beseitigt.

Während schon früh die ersten MattenschwingerInnen der Band anzeigen, dass sie durchaus gefällige Mucke anbieten, so passiert auf der Bühne erst einmal wenig, wenn man den ständigen Griff zur Bierflasche ausklammert. Schüchtern, viel zu schüchtern bewegt sich Frontfrau Kristina über die Bühne – gesanglich makellos, aber mit einem Charme, der wohl ungeweckt bleibt. Leider offenbart sie auch so gar keine Entertainerqualitäten, denn als Slingblade wegen eines technischen Defekts an den Drums nach „Slasher On The Loose“ eine längere Pause in Kauf nehmen müssen, passiert auf der Bühne nichts, nur eine kurze Erklärung, dass man technische Probleme habe, was aber auch so jeder schon mitbekommen hat. Lediglich Gitarrist Johan Berg, der wie eine Mischung aus einem jungen Götz Kühnemund und Wolfgang Petry ausschaut, weiß sich mit zahlreichen Posen in Szene zu setzen.

„Thank you“, so Kristina, und wenn sie schon einmal im Redeschwall ist, dann plaudert sie auch kurz über die Location hier in Gelsenkirchen und lässt wissen, dass es ihr hier sehr gefalle. Aber auch musikalisch können sie mit ihrer maidenesken Ausrichtung nur bedingt punkten, denn wie schon beim Review zum Debüt „The Unpredicted Deeds Of Molly Black“ offenbart sich schnell, dass sie – „Tie Her To The Cross“ einmal ausgeklammert – viele gute Songs im Gepäck haben, aber keine wirklichen Knaller anbieten können. Schade irgendwie, Chance vertan, sich hier in Gelsenkirchen unwiederbringlich ins Gedächtnis zu spielen.

Setlist:

The Nature Of Evil
Back To Class
Tie Her To The Cross
The Demon
Slasher On The Loose
This Dream Will End
Molly’s Death
Give Back What You Borrow

Seite
comments powered by Disqus

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin