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Rock Hard Festival 2013

Die Metallergemeinde muss mit wahrhaftem Glück gesegnet sein

Denial Of God

Wer vor einigen Wochen in der Oberhausener Helvete war, konnte sich von der Magie der dänischen Black-Metal-Band Denial Of God überzeugen – diabolisch, blasphemisch, durch und durch tiefschwarz. Kaum vorstellbar, dass die Dänen die Clubshow toppen können, müssen sie doch bei Tageslicht ran und gehen doch so die düsteren Showeffekte der Band einfach verloren.

Froh kann man dabei sein, dass die Organisatoren überhaupt diese Blackheads im Visier hatten, denn ursprünglich sollten Nachtmystium ran, die sagten aber ab und Denial Of God füllen nun den freigewordenen Slot. Die Bühnendekoration nimmt sich dabei ein wenig mager auf der großen Bühne aus, da hätten gut und gerne mindestens zwanzig und mehr Grabsteine mehr stehen müssen – die Bühne in der Helvete war dagegen wie vollgestopft. Mit hohem Nebeleinsatz sollen vielleicht so die Lücken in der Dekoration übernebelt werden, was dem Zombielook der Dänen auch gut zupass kommt.

An der musikalischen Darbietung gibt es jedoch nichts zu rütteln, dafür sind die Songs der aktuellen Platte „Death And The Beyond“ einfach zu gut. Mit „The Book Of Quifael“ reisen sie zurück zum Debüt „The Horrors Of Satan“, mit „Robbing The Grave Of The Priest“ reichen sie sogar noch bis in die EP-Zeiten anno 1996 zurück. Frontmann Ustumallagam liest ein paar verschwörerisch-beschwörende Worte, doch leider geht der Inhalt des Buches anschließend nicht wie noch in Oberhausen in Flammen auf.

„Guten Abend Deutschland“ – die einzigen an das Publikum gerichteten Worte verbraucht der Frontmann beim Übergang von „Funeral“ zu „Behind The Coffin’s Lid“, denn ansonsten werden die Songpausen eher mit Glockenspielen oder anderen Intermezzi gefüllt. Kalt, immer wieder in blaues Licht eingetaucht, singt Ustumallagam stets voller Theatralik und Inbrunst und sorgt so auch bei Tageslicht für eine ordentliche Portion Satanismus. Da passt es dann besonders, dass bei „The Cursed Chamber“ ein „Hochzeitspärchen“ mit umgedrehtem Kreuz bis vor die Bühne stiefelt und so dem diabolischen Charakter noch eine heitere Prise zufügt – die Visite einer Clubshow wird bei dieser Leistung einfach zur Pflicht für Black-Metal-Fans.

Setlist:

Funeral
Behind The Coffin’s Lid
The Book Of Quifael
The Cursed Chamber
Robbing The Grave Of The Priest
Black Dethe

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