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Rock Hard Festival 2013

Die Metallergemeinde muss mit wahrhaftem Glück gesegnet sein

Fleshcrawl

Mit Fleshcrawl betritt ein deutsches Szeneurgestein die Bühne. Die Band ist seit nunmehr über 20 Jahren aktiv und hat in der Zwischenzeit acht Langrillen herausgehauen. Warum sie ausgerechnet dieses Jahr in Gelsenkirchen dabei ist, stellt ein kleines Rätsel dar, hat doch ihre aktuelle Langrille „Structures Of Death“ immerhin schon gut sechs Jahre auf dem Buckel. Vielleicht passt es aber auch ganz gut in die traditionellere Ausrichtung des heutigen Billings.

Aber egal, denn nicht wenige Fans freuen sich über die als schwäbische Schweden oder schwedische Schwaben angekündigte Truppe und sind dementsprechend zahlreich vor der Bühne versammelt. Fleshcrawl haben auch insofern den Festivalgedanken verinnerlicht, als dass sie heute einen Querschnitt durch ihre Schaffensphasen anbieten, wobei sie die frühe Periode der ersten drei Alben allerdings komplett ausblenden, dafür aber dem „Made Of Flesh“-Album von 2004 ein kleines Übergewicht einräumen.

„Ich will euch alle headbangen sehen, auch die da hinten sitzen“, so die deutliche Ansprache seitens Frontgrunzer Sven vor „Structures Of Death“, doch anscheinend lassen sich für Sven zu wenige Fans darauf ein, sodass er das Thema nochmals aufgreift. „Wir üben das mit dem Headbangen noch mal“, so seine Kampfansage; zum Zeichen der Verbrüderung klopft er sich mit der Faust aufs Herz und schon prasselt mit „Into The Fire Of Hell“ ein nächster Todesbrocken über die FestivalbesucherInnen herein.

Überhaupt scheint der Sänger in guter Plauderstimmung zu sein. Ein „langer Arbeitstag, oder was? Egal, wir wecken euch auf“ passt da genauso gut wie „trinken könnt ihr, haben wir gesehen. Können wir auch, wir treffen uns am Bierstand“ – die Fans danken es mit reichlich Pommesgabeln und lassen sich auch nicht von der recht rumpeligen Schlagzeugarbeit vom Fleshcrawl-Trip abbringen. Drummer Bastian hat heute nicht seinen besten Tag und liegt gerade mit der Doublebass so manches Mal einen Tacken daneben, er läuft ein sozusagen ein wenig unrund.

„Da es mit dem Headbangen so gut geklappt hat…“, mehr braucht Sven auch gar nicht vor „Beneath A Dying Sun“ in die Runde zu werfen, um festzustellen, dass die Fans nun endlich warm geworden sind. Kurz darauf bieten sie mit „Written In Blood“ dann auch etwas Schnelleres an. Sven kalauert ganz gerne über Fleisch, indem er andeutet, dass er wisse, dass sie viele Songs mit „Flesh“ im Titel hätten, was in Form von „Flesh Bloody Flesh“ schließlich auf die Spitze getrieben wird.

Kurz vor Schluss plagen sich Flechcrawl auch noch mit technischen Problemen herum, doch auch hier hat der Fronter die festivalgerechte Antwort parat, indem er mit einem „egal, geht weiter mit einer Gitarre“ keine unnötig lange Pausen aufkommen lassen will. Und wie können sich die schwedischen Schwaben besser als mit dem Carnage-Cover „The Day Man Lost“ (von der ersten Demo „The Day Man Lost“ (1989)) verabschieden? Sehr solider Auftritt.

Setlist:

As Blood Rains From The Sky
Soulskinner
Dark Dimension
Structures Of Death
Damned In Fire
Into The Fire Of Hell
Beneath A Dying Sun
Written In Blood
Flesh Bloody Flesh
Made Of Flesh
The Day Man Lost (Carnage-Cover)

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