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Rock Hard Festival 2013

Die Metallergemeinde muss mit wahrhaftem Glück gesegnet sein

Sepultura

Spötter sind ja noch immer damit beschäftigt, Sepultura lediglich als Coverband abzutun, denn aus welchem Grund auch immer scheinen viele Fans noch immer nicht akzeptieren zu wollen, dass die Herren Cavalera nicht mehr dabei sind und Derrick Green auch in Zukunft für die Mic-Geschicke zuständig ist.

Und wer heute dabei ist, der muss zugeben, dass Sepultura das wohl beste Feedback an allen drei Tagen bekommen, denn ein ums andere Mal tobt ein gewaltiger Moshpit und die Crowdsurfer tauchen im Sekundentakt in die auffangbereiten Arme der Security ab, die auch nach der x-ten Person noch immer feist grinsend das nächste verschwitzte Paket sicher in Empfang nimmt.

Es ist aber auch eine Frechheit von den Brasilianern, dermaßen aggressiv zu Werke zu gehen, mit dem „Arise“-Intro anzufüttern und dann den alten Moshpithauer „Troops Of Doom“ nachzuschieben – die Menge geht jedenfalls von der ersten Sekunde an steil und steht in den  kommenden 75 Minuten nicht mehr still, was übrigens auch die Ränge einschließt, peitschen doch auch dort zahllose Fans ihre Matten den Nachbarn durchs Gesicht. „Dankeschön“, lässt Derrick auf Deutsch heraus, um mit einem „alles suppa? Ihr mögt mein deutsch!“ noch einen nachzulegen. Man merkt der Truppe nicht an, dass sie heuer ihre letzte Show der Tour spielt, wobei Derrick zu verstehen gibt, dass sie genau diese Energie des Festivals jetzt mit nach Hause nehmen wollen, um die direkt auf das nächste Album zu konservieren – die Fans haben verstanden und lassen in ihrem Tanzwahn nicht nach.

„For you old people out here“, so die Ankündigung eines weiteren älteren Songs, und schon die ersten Takte des Aggro-Batzens „Biotech Is Godzilla“ lässt die Meute förmlich ausflippen – ein Wunder, dass sich nicht gleich mehrere Platzwundenträger durch den Moshpit balgen. „Wollt ihr tanzen? Macht ihr gleich garantiert“, haut Derrick ins schwitzende Rund, nimmt seine Drumsticks in die Hand und versemmelt die Trommel und ist dabei deckungsgleich mit den harten Anschlägen vom Jungspund Eloy Casagrande, der ja  nun schon seit zwei Jahren für die Fellvermöbelung bei Sepultura zuständig ist – und weil es glatt so viel Spaß macht, legen die Sepulatoren mit „Roots Bloody Roots“ nach. Ein lockeres „Uno, dos, tres“ und die Fans moshen sich in den siebten Himmel der Blutergüsse – famos, einfach famos.

Setlist:

Intro
Troops Of Doom
Refuse/ Resist
Kairos
Sepulnation
Convicted In Life
Attitude
Choke
The Treatment
Biotech Is Godzilla
Slave New World
Territory
Arise
Ratamahatta
Roots Bloody Roots

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