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Rock Hard Festival 2013

Die Metallergemeinde muss mit wahrhaftem Glück gesegnet sein

Tank

Im Vorfeld stand ja schon fest, dass der eigentliche Tank-Sänger Doogie White das komplette Jahr 2013 nicht zur Verfügung stehen wird, da er zusammen mit Michael Schenker einen auf „Temple Of Rock“ macht. Ersatz für alle Shows dieses Jahr haben die NWOBHM-Veteranen – das Gründungsjahr wird übrigens mit 1980 angegeben – in ZP Theart, aktuell Sänger bei I Am I und vormals gute neun Jahre bei Dragonforce dabei, gefunden, der mit seinen 38 Lenzen den Bandaltersdurchschnitt natürlich nach unten senkt. Optisch allerdings dürfte er bei manchen FestivalbesucherInnen für einen feuchten Schritt sorgen, da muss man realistisch genug sein.

Aber auch singen kann der Kerl, wobei man nun gespannt sein darf, ob er es auch bei Tank bringt; allerdings liegt seine Feuertaufe ja schon etwas mehr als einen Monat zurück, als sie Mitte April im belgischen Mons beim PPM Festival spielten. Doch nicht nur der Frontmann weiß zu begeistern, auch der Rest der Truppe hat augenscheinlich sehr viel Spaß, bei brütender Nachmittagshitze die Betriebstemperaturen noch ein wenig mehr nach oben zu schrauben. So ganz will es den Briten zunächst aber nicht gelingen, was durchaus an der sehr eigenwilligen Setlist liegen mag. Dabei kristallisieren sich zwei Schwerpunkte heraus: Da wäre das Album „War Machine“ von 2010 sowie das dritte Album aus der langen Karriere, „This Means War“, dazu dann noch zwei Songs von der aktuellen Scheibe aus dem letzten Jahr.

ZP Theart merkt natürlich sofort, dass die Fans einmal mehr bei der Sache sind, was er mit einem „sounds good“ schon früh deutlich macht, nachdem die Fans bei „Honour And Blood“ sehr textsicher wirken. Damit aber das Ganze nicht überkocht, bindet er regelmäßig einige Leute in der ersten Reihe in seinen „Wet-T-Shirt-Contest“ ein, indem er immer wieder mit seinen Wasserflachen gezielt einigen Fans ins Gesicht spritzt, sich dabei aber auch immer die Kerle aussucht – diese jedoch lassen sich nur allzu bereit durchnässen und werden stets mit dem Rest der Flasche aus des Meisters Hand belohnt.

„Hey, zeigt denen da hinten mal eure Stinkefinger“ – gesagt getan, nahezu alle unten Stehenden wenden sich der Treppe zu und tun wie angewiesen, bekommen aber auch reichlich fingerliche Gesten zurück. Spaß darf einfach nicht zu kurz kommen, was die Fans regelmäßig zu spüren bekommen. Erst wird Gitarrist Mick bei seinem Solo mit Wasser versorgt, der Rest wird wieder über die erste Reihe verteilt. „Noch einen Song, dann wart ihr Zeugen von Tank“, posaunt ZP Theart selbstbewusst heraus und macht im Folgenden klar, dass sie sich gleich im Backstage-Bereich ordentlich einen hinter die Binde gießen wollen, hätten die Fans es bisher doch auch getan (aber nicht backstage; Anm. d. Red.). Mit „This Means War“ sorgen sie erneut für ein ordentliches Mitklatschgefühl und mit „wir werden diesen Scheiß hier nie vergessen“ kann sich die Band unter ausgelassenem Applaus verabschieden. Gute Show, auch wenn die Fans auf Klassiker wie „The War Drags Ever On“, „Power Of The Hunter“ oder gar „Stormtrooper“ verzichten müssen.

Setlist:

Great Expectations
Honour And Blood
Judgement Day
Don’t Dream In The Dark
Echoes Of A Distant Battle
Feast Of The Devil
Phoenix Rising
War Nation
This Means War

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