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Rock Hard Festival 2013

Die Metallergemeinde muss mit wahrhaftem Glück gesegnet sein

Orden Ogan

Ist ja klar: Kaum feiert der Schreiberkollege David N. die Sauf-Tanzbären-Kapelle Ensiferum ab und „mosert“ darüber, dass man mit der Bezeichnung „Tralala-Metal“ doch eigentlich alles gesagt und auf den Punkt gebracht hat, da verliert er auch schon den Blick für richtig guten Power Metal aus deutschen Landen, wie ihn halt Orden Ogan anbieten, wobei er dann auch noch mit Begriffen wie „cheesy“ um sich wirft (*ggg* - DN). Gut, die Arnsberger haben sich in der Vergangenheit noch selbst immer als Pussies bezeichnet, so zum Beispiel auch bei ihrem letzten Abstecher hier beim Rock Hard Festival 2010, als sie am zweiten Festivaltag noch die Openerposition innehatten.

Mittlerweile hat sich allerdings innerhalb der Band einiges getan: Keyboarder Nils ist bekanntlich nicht mehr dabei, sodass auch heute wieder alle Tastensounds vom Band eingespielt werden, zudem ist Schlagzeuger Dirk auch erst seit letztem Jahr dabei, Bassist Niels stieß ja schon ein Jahr zuvor dazu. Dazu kommt noch, dass Orden Ogan letztes Jahr mit „To The End“ alle ihre bisherigen Alben locker in den Schatten stellten und auch heute noch stellen, und zu guter Letzt kommt ja auch noch die optische „Überarbeitung“ auf der Bühne dazu, wobei sie mit der Altreifenverwertung nicht überall auf ungeteilte Meinungen stoßen.

Und während gestern D.A.D. mehr die Liebe in den Vordergrund stellten, so hat das Quartett heute die „Fist of fate“ dabei, die sie dann beim Titeltrack „To The End“ der aktuellen Platte auch einzusetzen wissen. „Wir brauchen eure Hilfe“, so die Einleitung, und ab sofort gilt es für alle im Rund, jedes Mal laut „Fate“ zu brüllen,wenn Fronter Seeb seine Faust emporreckt. Dass die Fans gewillt sind mitzumachen, ist schon früh klar, als nämlich nach den ersten drei Songs, die übrigens erst einmal gleich direkt durchgezockt werden, die Gitarren gewechselt werden müssen. Da erzählt Seeb die Piratenstory, und weil halt keine vor Ort sind, müssen sich die Fans auf Zuruf die Hand wie eine Augenklappe vors Gesicht halten und lautstark „Aaaarrg“ rufen, wobei der Jörg dann ein Foto von ihnen macht – nach drei Anläufen scheint Seeb schließlich mit dem Ergebnis zufrieden und jaja, nicht alle Tage darf der The-Pit.de-Reporter dabei mit der Kamera vom Drumset aus draufhalten.

„So laut ihr könnt“, fordert Seeb bei „The Things We Believe In“ auf, wenn die Fans beim „Cold, dead and gone“-Part mitschmettern und Orden Ogan so das letzte bisschen Stimme herauspressen wollen. „Wir sehen uns gleich bei der Signing Session, da gibt es Poster und so, der Scheiß muss ja aus dem Keller weg“, so der Werbeaufruf in eigener Sache durch Seeb, der sich mit Gitarre in der Hand sichtbar wohl fühlt. Bei „Angels War“ feuern die Fans nochmals mit Powerfäusten an und klatschen auch fleißig mit – nicht zu Unrecht sind die Arnsberger im Billing nach oben gerutscht.

Setlist:

We Are Pirates
To New Shores Of Sadness
The Lords Of The Flies
This World Of Ice
The Things We Believe In
To The End
Angels War

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