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Rock Hard Festival 2013

Die Metallergemeinde muss mit wahrhaftem Glück gesegnet sein

Gospel Of The Horns

Als nächstes stehen die australischen Black-Thrash-Rüpel von Gospel Of The Horns auf dem Programm. Die Sonne hat sich nun endgültig den Weg durch die Wolken gebahnt, was stimmungsmäßig logischerweise noch mal einen draufsetzen und Headbanger und Mosher so richtig ins Schwitzen bringen sollte – denn Headbangen und Moshen ist bei den Aussies auf jeden Fall angesagt; Songs wie „Strength Thru Fear“, „Sorcery And Blood“ oder „Vengeance Is Mine“, die hauptsächlich in ICE-Temporegionen angesiedelt sind, geben einfach viehisch auf die Fresse, während „Absolute Power“ oder die Abschlussnummer „The Powers Of Darkness“ (Killer-Riffing!) richtig geil grooven. Sänger und Linksbassist Mark Howitzer fordert die Leute mit einem mehrfach skandierten „Cheers, Motherfuckers!“ außerdem dazu auf, kräftig weiterzusaufen, obwohl er sich selbst laut eigener Aussage in der letzten Nacht bereits ziemlich abgeschossen und sich dabei auch noch an einer Bierflasche verletzt hat, wovon ein Verband am rechten Handgelenk zeugt.

Das scheint den Mann jedoch nicht davon abzuhalten, völlig souverän den Tieftöner zu zocken (und auch nicht davon,  weiterzutrinken), und was den Gesang angeht, muss man ebenfalls konstatieren, dass es viel fieser kaum geht, so hasserfüllt kotzt er seine (hauptsächlich blasphemischen) Botschaften ins Rund, die jetzt nicht direkt etwas mit traditionellem amerikanischem Gospel zu tun haben. Vielmehr wird geblackthrasht, bis der Arzt kommt, und alle, die sich darüber mokiert haben, dass es in diesem Jahr zu wenig Thrash gibt (ist ja auch in der Tat eher übersichtlich, was dieses Genre angeht), sollten bei dieser wunderbaren Abrissbirne aus Down Under eigentlich voll am Start sein. Zu behaupten, dass die Fans alles dafür tun würden, das Amphitheater in seine Einzelteile zu zerlegen, wäre dann allerdings doch einigermaßen übertrieben – trotz des hohen Energielevels, den das Quartett versprüht, und der Intensität der Musik hält sich die Action insgesamt eher in Grenzen, es ist wohl doch noch zu früh, man ist verkatert und außerdem sind Gospel Of The Horns wohl eher eine Clubband. Trotzdem unverständlich, dass es Menschen gibt, die sich in den vorderen Reihen aufhalten, aber bei dieser Mucke nur wie Ölgötzen dastehen.
 
Wie auch immer: Soundmäßig geht die Angelegenheit in Ordnung, auch wenn beim instrumentalen Titeltrack der „A Call To Arms“-EP zwischenzeitlich eine Gitarre ausfällt, weswegen ein neues Instrument hermuss. Na ja, da hat man bei der diesjährigen Ausgabe dieses Festivals schon üblere und länger andauernde Klangprobleme erlebt. Und eine amtliche Show bietet die Combo in jedem Fall – Horns up!

Setlist:

Gospel Of The Horns
Awakening
Strength Thru Fear
Sorcery And Blood
A Call To Arms
Desolation Descending
Absolute Power
Vengeance Is Mine
Slaves
Death Sentence
The Powers Of Darkness

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