Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Rock Hard Festival 2013

Die Metallergemeinde muss mit wahrhaftem Glück gesegnet sein

Sonntag, 19. Mai

Attic

Wettermäßig soll der dritte und letzte Tag des Festivals der schönste werden – Sonnenschein pur, obwohl die Vorhersagen genau das Gegenteil beinhalteten. Als Attic um zwölf Uhr mittags loslegen, ist es vielleicht auch wegen der warmen Temperaturen bereits erstaunlich voll – für die erste Band des Tages und wenn man bedenkt, dass einige sicherlich wieder mit einem ordentlichen Kater zu kämpfen haben, wirklich bemerkenswert. Allerdings sind Attic ohnehin ungebremst auf dem Weg nach oben, konnten mit ihrem Full-length-Debüt „The Invocation“ letztes Jahr bei The-Pit.de stolze neun Punkte einsacken und haben jetzt hier in Gelsenkirchen auch noch Heimspiel.

Klar, innovativ ist das Ganze nicht gerade, allein schon durch den Falsett-Gesang sind King Diamond und Mercyful Fate omnipräsent, aber immerhin verstehen es die Jungs, gut zu klauen. Die Songs stimmen eben einfach und wenn man das Ganze so kompetent aufzieht, interessiert die mangelnde Eigenständigkeit auch nicht wirklich – ’77 haben als AC/DC-Kopie im letzten Jahr schließlich auch kräftig gerockt und die Leute begeistern können.

Bei den Ruhrpottlern ist das heute nicht anders, auch wenn man sich vorstellen kann, dass das Ganze im Club noch besser funktioniert, denn die Dekoration mit Kerzenständern etc. kommt ähnlich wie bei Denial Of God bei Tageslicht natürlich nicht so gut herüber wie in der Dunkelheit. Die Gelsenkirchener liefern zwar an sich einen soliden Gig ab, der aber leider durch erneute massive Soundprobleme überschattet wird, wofür die Band allerdings selbstverständlich nichts kann. Mal fällt die eine, mal die andere Gitarre aus; bei der eigentlich sehr coolen ruhigeren Stelle bei „Evil Inheritance“ führt diese Verwirrung dann dazu, dass die beiden Klampfen nicht richtig zusammen sind.

Wenn man das ausblendet, bockt das Ganze aber und macht nur noch mehr Lust auf den King heute Abend. Auch wenn die Reaktionen auf die Frage „Seid ihr alle wach?“ zu (für Festival-Verhältnisse) so früher Stunde verständlicherweise eher spärlich ausfallen, ist die Stimmung insgesamt klasse und nach dem finalen „The Headless Horseman“ wird vehement eine Zugabe gefordert, die aus Zeitgründen aber leider nicht realisiert werden kann. Nicht ganz ohne Stolz sei noch hinzugefügt, dass The-Pit.de auf Wunsch der Band trotz der allgemein gültigen Regel „3 Songs, no flash“ den gesamten Auftritt durch fotografieren durfte – dafür an dieser Stelle ein fettes Dankeschön an die Jungs von Attic! 
  
Setlist:

Intro
Funeral In The Woods
Join The Coven
Black Mass Intro
Satan’s Bride
Edlyn
In The Chapel
The Invocation
Evil Inheritance
The Headless Horseman

Seite
comments powered by Disqus

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin