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Rock Hard Festival 2013

Die Metallergemeinde muss mit wahrhaftem Glück gesegnet sein

Desaster

Mit Desaster kehrt eine Band auf das Rock Hard Festival zurück, welche seit ihrem erstmaligen Auftreten 2004 einen erneut riesengroßen Sprung in die Richtung gemacht hat, eine absolute Legende zu werden. Nicht wenige bezeichnen die 1988 gegründete Koblenzer Black/Thrash-Formation als die Speerspitze des Undergrounds und dürften damit sicher nicht allzu falsch liegen. Zwar können die vier Pfälzer auf nur sieben LPs in 24 Jahren zurück blicken, allerdings sind diese, zumindest was die Ohren des Großteils der weltweiten Undergound-Szenerie angeht, allesamt sehr starke Outputs.

Vor großer Kulisse in Gelsenkirchen wird mit „Nekropolis Karthago“ vom Millennium-Kracher „Tyrants of the Netherworld“ losgelegt und von der ersten Sekunde an ist klar, dass das doch recht gut gemischte Publikum voll hinter dieser Band steht. Sympathischeres als das Bühnenauftreten von Desaster wird man in diesem Bereich des Heavy Metals lange suchen müssen, wenn man denn überhaupt fündig wird. Nachdem man mit „Devil’s Sword“ noch ein bisschen in der History der Band zurück zum Debüt springt, wird anschließend eine Brücke zum neuesten Longplayer „The Arts of Destruction“ gebaut: „Phantom Funeral“ kommt quasi genau so gut an wie die alten Stücke und vor allem live fällt klar ins Ohr: Desaster sind Desaster und bleiben es auch, egal aus welchem Album sie aufspielen. Front-Herkules Sataniac spricht zwischen den Songs gewohnt wenig und wenn, dann bedankt er sich freundlich und klischeefrei beim Gelsenkirchener Publikum.

Wie immer extrem ins Auge fällt natürlich Infernal Kuschke: Mit offenem Mund und herausgestreckter Zunge peitscht er die Leute nach vorne und diese nehmen die Aufforderung dankbar an, denn in den ersten Reihen gibt es fast kein Halten mehr. Vor allem dann, als mit „Devine Blasphemies“ die erste kleine Bandhymne und einer der schnellsten Songs des Quartetts abgefeuert wird. Ausfälle gibt es bei dieser Show eigentlich keine, Desaster reifen Song für Song zu einem der großen Gewinner dieses Festivals. In der ersten Reihe wünscht sich ein junger Hellbanger den absoluten Bandkracher „Teutonic Steel“ vom „Hellfire’s Dominion“-Album und prompt wird dieser auch gespielt, bevor die Band mit „Metalized Blood“ noch einen mehr als guten Abschluss des Konzertes findet.

Blickt man in die Gesichter von Jung und Alt, sieht man fast nur Glück, Zufriedenheit und an einigen Stellen leichte Lädierungen, da der Pit genau wie die Fäuste ordentlich wütete. Weniger Infizierte werden Desaster nach diesem Auftritt auf alle Fälle nicht zählen dürfen.

Setlist:

Nekropolis Karthago
Devil’s Sword
Phantom Funeral
Divine Blasphemy
Hellbangers
Teutonic Steel
Satans Soldiers Syndicate
Black Magic
Metalized Blood

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