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Rock Hard Festival 2013

Die Metallergemeinde muss mit wahrhaftem Glück gesegnet sein

Mustasch

Wenn laut dem geschätzten The-Pit.de-Kollegen David Horisont eine der amüsantesten Ansagen des Festivals eingebracht haben, so ist das nichts gegen die egozentrische Spielerei von Mustasch-Frontmann Ralf Gyllenhammar (das ist natürlich richtig – an Gyllenhammar kommt höchstens noch Jesper Binzer ran – DN), der nach „It’s Never Too Late“ die Fotografen im Sicherheitsgraben dazu bewegen will, doch zu bleiben, wobei er mit der Ansage daherkommt: „Hey Mr. Photographer, macht Fotos… Fotos von mir… miiiir… miiiiiir“, wobei er sich demonstrativ am Bühnenrand auf einen kleinen Kasten stellt und sich dabei in Pose schmeißt. Einfach herrlich, metallischer Slapstick der Oberklasse, was dementsprechend gut ankommt. Schade nur, dass die Security den Spaß nicht mitmacht, sondern die Fotografenzunft herausschiebt, schließlich gilt ja die Ansage: „Drei Songs, no flash“.

Überhaupt ist Ralf wie auch seine Mitstreiter einmal mehr bestens aufgelegt, wobei der Frontmann auf der Bühne eindeutig das Zepter in der Hand hat und das Publikum nach Belieben dirigiert, manipuliert, nutzt und mit ihm spielt. Beispiel gefällig? Ein „Prost ihr Säcke“ mit entsprechendem Feedback ist ja schon fast Standard, Mitsingspiele ebenfalls, doch wenn Ralf die verschärfte Version einbringt und von den Fans ein „Ddddddddddddddown In Black“ einfordert, dann wird dieser Zungenbrecher nach ein paar Bierchen zur echten Herausforderung.

Mustasch können sich solche Spielchen auch leisten, denn von Anfang an haben sie das Publikum auf ihrer Seite, was man nicht nur am dichten Gedränge vor der Bühne erkennen kann. Beim Opener „Black City“ wird fleißig mitgeklatscht, was von Ralf mit einem radebrechenden „Du bist eine nette Leute“ aufs Korn genommen wird, bei „Mine“ zieht er wie spontan den Bandfotografen auf die Bühne, dass dieser auch Bilder vom Publikum machen kann, schickt ihn dann aber auch wieder weg und bei „Heresy Blasphemy“ klettert er in den Fotograben und soliert auf dem Trittbrett eines Absperrgitters.

Die Fans lassen sich aber auch nur allzu gerne mitreißen, powerfisten fleißig zu „Double Nature“ und feiern auch das mit einem „auf die Weiber“ eingeleitete „I Hunt Alone“, wo es Ralf verbal auf die Spitze treibt, indem er selber mit „Zugabe“-Rufen anfängt und der Song selbst dann von der Band mit einem fetten Jamcharakter in die Runde gehauen wird. Kurz vor Schluss bauen sie dann noch schnell das markante „Black Sabbath“-Riff ein, bevor sie mit dem vollen Kontrastprogramm beim Outro „I Will Always Love You“ von Whitney Husten davonziehen.

Setlist:

Black City
Mine
It’s Never Too Late
I Don’t Hate You
Down In Black
Tritonus/ Heresy Blasphemy
Bring Me Everyone
Speed Metal
Double Nature
I Hunt Alone
Outro

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