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Odium, Nitehawks & As I Rise im Konzert (Oberhausen, Oktober 2015)

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Fitnessprogramm mit den Münsteranern As I Rise

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Hartes Brot hier in Oberhausen, nicht nur, weil die Thrasher Odium ihre Tour alleine stemmen und organisieren, sondern auch weil sich die Konzerte hier im Pott stapeln und an diesem Abend deswegen die Gäste doch sehr übersichtlich bleiben. Zum Glück hat das keinerlei Auswirkungen auf die musikalische Qualität, da wird halt nicht der Kopf in den Sand gesteckt, sondern einfach das Beste aus der Situation herausgeholt, auch wenn am Ende sogar die Technik noch einen Strich durch die Rechnung machen will.

As I Rise

Den Auftakt übernehmen heute die aus Münster angereisten Jungspunde As I Rise, die mit ihrem Metalcore den eher traditionellen Rahmen des Abends aufsprengen, nicht aber auf Zuspruch durch die Gäste verzichten müssen. Und obwohl sie schon deutlich später als ursprünglich geplant auf die Bühne stiefeln, müssen sie gerade einmal vor einer Hand voll KonzertgängerInnen eröffnen, wovon sie sich aber so gar nicht beirren lassen und ihren Aggro-Stiefel voll durchziehen.

Auch wenn die Formation in dieser Besetzung noch gar nicht so lange zusammen spielt – Drummer Simon stieß Mitte Juni dazu -, so beeindrucken die Burschen nicht nur mit tightem Spiel, sondern vielmehr durch das pure Fitnessprogramm, welches geradezu Frontmann Maze vorturnt: Schon auf der kleinen Bühne immer auf Achse, und wenn schon das Publikum partout nicht näher kommen will, dann springt er eben auch durch die löchrigen Reihen, pest im Alleingang wie im Circle Pit und ist auch einmal auf der Theke zu finden. Dazu kommen dann auch noch die Salti, wenn Gitarrist Han die Hände zusammenfaltet und so Maze eine Absprungzone bildet – wegen dem Platz dann auch immer vor der Bühne.

Musikalisch gibt es die komplette Core-Breitseite auf die Lauscher wie zum Beispiel die schnelle Abrissbirne „The Birth Of A New Age“ - allesamt sollen sie dann ja auch auf dem wohl bald folgenden Album erscheinen. Während sich die Band also förmlich den Arsch aufreißt und wegen der mangelhaften Beteiligung des Publikums eine schöne Mischung aus Animation, frechem Pöbeln oder auch ironischem Anmachen ordentlich punkten kann, so ist ihr großer Pluspunkt allein schon darin zu sehen, dass sie gerade beim Cleangesang durch Gitarrist Sean komplett ohne dieses elendige Emo-Gesäusel auskommen.

„Applaus für Nitehawks, ich hab sie sich schon hinten schminken sehen“ stellt Maze dann einen komplett anders gearteten zweiten Teil des Abends in Aussicht, und ganz in der Supporterrolle aufgehend, fordern sie auch Applaus für den Headliner Odium – allein nur das Publikum ist weiterhin recht träge, spart aber zumindest nach „Never Let Fear Decide Your Fate“ nicht mit Applaus. Für letztere Nummer kann man sich am Merchstand dann auch eine Visitenkarte mit einem Passwort abholen, sodass man sich diesen Song kostenlos und legal heruntersaugen kann. Als Appetizer sicherlich ganz nett, verpassen sollte man aber keinesfalls eine der anstehenden Liveshows, denn trotz der jungen Lenze wissen die Münsteraner genau, was sie machen und wohin sie wollen.

Setlist:

Repace The Earth
Ignite
The Birth Of A New Rage
Riptide
If I Die, Hang Me High
Glass Walls
You Deserve
Never Let Fear Decide Your Fate

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