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Obituary, Grave, Pathology im Konzert (Bochum, März 2011)

Old-School-Abrissbirnen–Death-Metal kann so schööön sein

Obituary sind live kaum zu schlagen

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Obituary

Einmal im Jahr lassen sich die Florida-Deather Obituary in Deutschland blicken, und nach dem Release ihres letzten Studio-Albums „Darkest Day“ tourten sie nun schon auch zum dritten Male hierzulande. Da sie folglich nicht mit neuem Material aufwarten konnten, hielt sich die Zuschauerresonanz in Grenzen. Doch die Anwesenden bekamen eine Old-School-Death-Metal-Vollbedienung wie aus dem Lehrbuch.

Häufig schon wurde der Sound in der Matrix bekrittelt, doch an diesem Abend konnte der Kummerkasten geschlossen bleiben, denn die tiefer gestimmten Gitarren wummerten mit dem Bass bei gutem Sound um die Wette, und wem das nicht reichte, der bekam von der Bassdrum gleich noch ein paar wuchtige Hiebe zusätzlich verpasst. Doch die Fans ließen sich nicht abschrecken, drängten mit aller Macht nach vorn und drückten die erste Reihe gegen den Bühnenrand - Obituary zum Anfassen. Und da die Amis mit dem alten Kracher „Internal Bleeding“ einen perfekten Einstand hinlegten, dauerte es auch nicht lange, bis die ersten Stagediver ihre Flugfähigkeit und die Abfederung vor der Bühne testeten – doch unterm Strich hielten sich die Fans beim Sprung von den Bühnenbrettern zurück.

Obituary schickten die pogenden und headbangenden Fans einmal mehr durch alle Epochen der Bandhistorie, und besonders die alten Songs aus der Frühphase sorgten für die emotionalsten Momente. Dass natürlich das wie immer als Zugabe und als Rausschmeißer dargebotene „Slowly We Rot“ – übrigens wie schon auf der Live-CD mit immer demselben Spruch durch John Tardy angekündigt – alle Dämme brechen ließ und nochmals alle letzten Reserven des Moshpits herausforderte, war keine große Überraschung. Wahrscheinlich dürfen Obituary in ihrer aktiven Laufbahn eh keinen anderen Schlusssong mehr spielen.

Die Setlist war übrigens mit der vom letzten Jahr weitestgehend identisch, und dennoch: Obituary gehören defintiv zur „Must have“-Band – der Fan lässt sich halt auch nicht vom manchmal muffelig dreinschauenden Ralph Santolla abschrecken.

Setlist:

Internal Bleeding
On The Floor
Chopped In Half/ Turned Inside Out
Dying
The End Complete
Threatening Skies
Forces Realign
Final Thoughts
List of Dead
Blood To Give
Contrast The Dead
Drum Solo
Redneck Stomp
Slow Death
---------------------------
Evil Ways
Slowly We Rot

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