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Metal Embrace Festival 2012

Abwechslungsreiches Underground-Metal-Festival

Don't Try This starten mit neuem Shouter

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Bereits zum sechsten Mal geht das Metal Embrace an den Start und mit ihm die Verpflichtung, hundertprozentigen Underground-Metal zu präsentieren. Ausgetragen wird es auf dem Gelände des in Barleben ansässigen Biker-Clubs. Etwas abseits der Stadt verfügt man hier über ausreichend Platz für ein Festivalgelände, eine Halle und einen Zeltplatz, der in direkter Nachbarschaft liegt.
So werden die Wege sehr kurz und manch einer hört auch vom eigenen Zelt aus zu. Was sich allerdings auch nicht besonders problematisch darstellt, denn die Lautstärke ist dafür eindeutig gegeben. Dies ist allerdings auch ein Manko, denn in der Halle ist es ohne Ohrschutz kaum zu ertragen. So wird der anstehende Tinnitus zum Hauptgesprächsthema und man sieht in etwa so viele Menschen mit Hörschutz, wie man sie sonst nur bei Abrissarbeiten auf dem Bau antrifft.

Davon abgesehen findet man ein bestens vorbereitetes Team vor. Gut organisiert und bestens gelaunte Mitarbeiter tragen neben den Bands zum Gelingen bei; angenehme Preise und eine anständige Auswahl an Speisen tun ihr übriges.

Don’t Try This

Des Mittags eröffnen Don't Try This das Festival und was im Saal zu sehen ist, ist nicht viel; zumindest nicht an Zuschauern. Gerade mal eine Handvoll Besucher ist gewillt, sich die erste Band anzuschauen. Wie sich eine Band bei diesem Anblick fühlt, bleibt das Geheimnis der Dessauer, denn anmerken lassen sie sich nichts. Etwas Nervosität scheint zwar mit im Spiel, aber auch diese ist schnell abgelegt.

Stilistisch bietet die Gruppe eine Mischung aus Rock, der mit kräftigen Metallriffs angereichert wird. Harte Schale, weicher Kern scheint das Grundprinzip der Dessauer zu sein, denn der gebotene Metalcore wird mit Texten von Liebe und Leidenschaft in eine emotionale Richtung gebracht. Die Songs verfügen über gute Harmonien, sind melodisch und damit allesamt recht eingängig.

Vor „Living A Lie“ wird der neue Shouter der Band namens Schwarzer vorgestellt. Begonnen wird der Song allerdings von Phil, der neben der Gitarre auch Keyboard spielt. So sind anfangs zarte Piano-Klänge hörbar, in die der Klargesang von Dave einsetzt - leider geht dieser beim heutigen Auftritt öfters unter. Glücklicherweise ist der Beginn des Songs ruhig gehalten, so kann sich der Frontmann hier gut entfalten. Schwarzer hingegen brüllt sich die Seele aus dem Leib und der Neuzugang erweist sich mit der gezeigten Leistung als wahrer Glücksgriff für die Band.

Ansonsten bleibt der Wiedererkennungswert der Combo jedoch größtenteils auf der Strecke. Die Eröffnung des Festivaltages hätte man sich zwar bei weitem schlechter vorstellen können, aber songtechnisch gibt es für die fünf Dessauer noch einiges zu tun. Allerdings sollte man nach fünf Jahren Bandbestehen auch noch keine Wunderdinge erwarten.

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