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Katatonia, Alcest, Junius im Konzert (Hamburg, Dezember 2012)

Perfekte neunzig Minuten

Wollten live nicht so richtig zünden: Alcest

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Alcest

Die Franzosen Alcest warteten Anfang des Jahres mit ihrem dritten Werk „Les Voyages De L’Âme“ (zu Deutsch: „Die Reisen der Seele“) auf und konnten damit bei The-Pit.de immerhin stolze 8,5 Punkte abräumen. Ohne Zweifel macht die Truppe um Chefdenker Neige mit ihrem Mix aus Black Metal, Postrock und Shoegaze sehr eigenständige Musik – nicht zuletzt auch wegen der größtenteils französischen Texte. Der von der britischen Presse einst erfundene Begriff „Shoegaze“ passt rein optisch auf jeden Fall auch zu Alcest recht gut – genau wie ihre Vorgänger von Junius agieren die Protagonisten eher statisch und machen wenig Ansagen; gelegentliches Headbangen ist da schon das höchste der Gefühle. Und genau wie Junius stellen auch Neige und seine Kollegen die aktuelle Scheibe klar in den Mittelpunkt – allein die ersten drei Tracks sind mit den ersten drei Stücken von „Les Voyages De L’Âme“ identisch.

Mittlerweile haben es auch noch ein paar mehr Zuschauer geschafft, ihren Allerwertesten aus dem Raucher- oder Eingangsbereich in den Saal zu wuchten und die Band darf sich über zustimmende Reaktionen freuen. Und das, obwohl die recht komplexen, anspruchsvollen Kompositionen live nicht so recht zünden wollen. Heute jedenfalls nicht, wozu auch der mitunter undifferenzierte Sound beiträgt (bei Junius war er definitiv besser). So ist der Klargesang viel zu leise, während die Screams viel zu sehr im Vordergrund stehen – entweder Neige muss da an seiner Technik arbeiten und bei den extremen Vocals weiter weg vom Mikro gehen oder der Soundmann pennt. So oder so plätschern die zumeist überlangen Stücke ziemlich an einem vorbei und langweilen eher als dass man sie genießen könnte. Schade, denn gerade die letzte Scheibe taugte wirklich etwas.

Setlist (ohne Gewähr):

  • Autre Temps
  • Là Où Naissent Les Couleurs Nouvelles
  • Les Voyages De L’Âme
  • Souvenirs D’Un Autre Monde
  • Percées De Lumière
  • Summer’s Glory  
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