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Kamelot, Evergrey, Amaranthe, Sons Of Seasons im Konzert (Hamburg, Mai 2011)

Kamelots Interimssänger schlug sich prächtig und Evergrey waren viel besser als im letzten Jahr

Amaranthe

Nach erfreulich kurzer Pause betritt dann die schwedisch-dänische Formation Amaranthe die Bretter. Auch diese Truppe hat gerade ein neues Album herausgebracht, hier allerdings handelt es sich um das selbstbetitelte Full-length-Debüt. Sofort fällt auf, dass die Band mit gleich drei Vokalakrobaten agiert: Einem Typen, der growlt, einem Kerl, der clean singt, und dazu mit Elize Ryd noch einer ebenfalls clean trällernden Frau. Und dieses äußerst hübsche, mit einer Lederjacke (dabei schwitzt man sich schon vor der Bühne im T-Shirt den Arsch weg) bekleidete Wesen dürfte sämtliche anwesende Männerherzen höher schlagen lassen; allerdings macht sie nicht nur optisch was her, sondern kann auch noch verdammt gut singen.

Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Mucke zum größten Teil ein völlig berechneter, seelenloser Einheitsbrei ist, zu dem man zwar bestens mitklatschen kann (und tatsächlich ist die Publikumsresonanz um einiges stärker als bei Sons Of Seasons, auch natürlich, weil inzwischen doch ein paar mehr Leute den Weg in die Halle gefunden haben), die hier mal was von Nightwish hat, da von Lacuna Coil und Konsorten, aber insgesamt von der selbstgewählten Bezeichnung „Melodic Death Metal“ so weit entfernt ist wie Eintracht Frankfurt vom Toreschießen in der Rückrunde dieser Bundesligasaison.

Klar, die Refrains von „Enter The Maze“ oder „Automatic“ gehen fix ins Ohr, das muss man der Band lassen, aber das ist trotzdem so dermaßen Standard, dass es kracht – Pop mit ’ner E-Gitarre und ’nem Grunzer halt. „It’s All About Me (Rain)“ ist aber noch ganz cool und einigermaßen heavy, außerdem gefällt’s den Leuten und das ist letztlich das Entscheidende. Resultierend aus diesem Eindruck lässt sich konstatieren, dass die Band bestimmt noch richtig groß wird – auf Metal getrimmter Pop ist schließlich total angesagt und die Platten werden daher weggehen wie geschnitten Brot. Und ganz so grausam wie Sonic Syndicate ist die Chose zum Glück nicht...

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