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In Extremo - Wahre Jahre Festival

Eine Geburtstagssause der Extraklasse
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In Extremo

Auf in die zweite Runde der tollsten Geburtstagsfeier in der Erfurter Zitadelle Petersberg. Und die verläuft zunächst wie am Tag zuvor. Allerdings ertönt „Sieben Köche“, nachdem der Vorhang gelüftet wurde und mit den Pyros wird wieder genauso freigiebig umgegangen wie am gestrigen Tag. Denn schon bei „Wind“ fliegen den mehr als 7000 Gäste der Feierlichkeit die ersten Pyros um die Ohren. Zwischen den Liedern lassen die Fans Micha kaum zu Wort kommen. Stattdessen erfüllen immer wieder „In Extremo“-Sprechchöre und Geburtstagslieder wie „Happy Birthday“ die sonnenklare Luft.

„Radio Thüringen, leckt uns am Arsch!“, sind die ehrlichen und verärgerten Worte von In Extremo an selbigen Radiosender, der jede Unterstützung für die Band für ihr Festival ablehnte. Nachdem mit dem impulsiven, und im wahrsten Sinne des Wortes heißen „Sängerkrieg“ ein wenig Dampf abgelassen werden konnte, bei dem sich tausende Pommesgabel Richtung Erfurter Himmel erstrecken, geht es mit dem selten gespielten, instrumentalen „Pavane“ weiter.

Ein Song, der nicht fehlen darf, ist das ewig schöne „Vollmond“, bei dem sich Dr. Pymonte gefühlvoll und genüsslich mit seiner Harfe feiern lässt. Ein Auftritt von In Extremo wäre ohne diese Einlage schon beinahe bruchstückhaft, und so wird er zum zweiten Mal auf dem Wahre Jahre-Festival gespielt. Besinnlicher geht es mit den „Merseburger Zaubersprüchen“ und dem Gänsehaut bereitenden „Ave Maria“ weiter, eines von vielen Beispielen, wie grandios die Dudelsäcke mit der rauen, rauchigen Stimme vom Letzten Einhorn Micha zusammen passen.

Der Sonntag wirkt besinnlicher und nachdenklicher als die Setlist vom Samstag, denn nach dem fetzigen Klassiker „Spielmannsfluch“ folgt der sehnsüchtige Titel „Die Gier“, bei dem sich alle Hände in die Höhe recken und im Takt hin und her wippen. Als erster Gast am heutigen Tag betritt Joey Kelly die Bühne. Manche scheinen diese Tatsache zu belächeln, aber hier sollen an erster Stelle keine Vorurteile stehen, sondern Freundschaften. Und das machen Micha und Joey auch klar, als sie gemeinsam „En Esta Nonche“ singen, während die Fans das spanische Klatschen beisteuern. Auch Götz Alsmann ist heute wieder mit von der Partie und präsentiert gemeinsam mit Micha die wunderschöne Version von „Spielmann“. Diesen Auftritt kann das Duo gerne häufiger zum Besten geben.

Doch nicht nur Das Letzte Einhorn wird reichlich gefeiert. Jeder der sieben Spielleute bekommt zur rechten Zeit seinen Jubel und Applaus. Besonders häufig sind dabei auch die Dudelsack-Akkrobaten bejubelt. Ein ums andere Mal bricht tosender Beifall aus, wenn Flex und Yellow Pfeiffer den Dudelsäcken ihre schönen Klänge entlocken. Mit den beiden Raritäten „Krumma Visur“ und „Palästinalied“ geht ein wunderbares Wochenende mit einer einzigartigen Band unter dem lauten Knallen vom Feuerwerk zu Ende. Beim Verlassen des Geländes kann man den Fans ihre Zufriedenheit ansehen. Da bleibt nur zu hoffen, dass In Extremo auch in vielen Jahren ihre Lust am Musizieren nicht verlieren. Die Fans werden der Band mit Sicherheit treu bleiben, sofern sie ihren Weg so stur weiter gehen wie bisher, und sie werden In Extremo auch in weiteren 15 Jahren mit Gebiss und Krückstock noch lieben.

Setlist:

1. Sieben Köche

2. Wind

3. Sängerkrieg

4. Pavane

5. Vollmond

6. Erdbeermund

7. Merseburger Zaubersprüche 2

8. Ave Maria

9. Spielmannsfluch

10. Die Gier

11. Horizont

12. Mein rasend Herz

13. En Esta Nonche

14. Frei zu sein

15. Liam

16. In diesem Licht

17. Flaschenpost

18. Omnia Sol Temperat

19. Auf's Leben

20. Spielmann

21. Intro Hammeln/Küss mich

22. Krumma Visur

23. Palästinalied

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