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Fiddler´s Green

Bier braucht man jedoch nicht, um zu der Musik von Fiddler's Green in gute Stimmung zu kommen und das Tanzbein zu heben. Doch bevor es soweit ist, entert ein mit Widderkopf maskierter Mann die Bühne und spricht das Intro in ein Megaphon aus Pappmaché, woraufhin die sympathischen Sechs von Fiddler's Green frohen Mutes und gut gelaunt die Bühne entern und mit „Life Full Of Pain“ starten. Und wenn es doch Bier sein soll, so müsste dieses wenigstens Guinness sein, um die Atmosphäre abgerundet und perfekt zu machen, denn mit der Musik strömen unverzüglich Bilder aus Irland am inneren Auge vorbei.

Fiddler's Green zaubern stimmungsvollen, irischen Folk mit Violine und Akkordeon. Besonders das Akkordeon ist ein Instrument, welches man nicht alle Tage zu hören bekommt, und das deswegen umso mehr für Aufmerksamkeit sorgt. Doch nicht nur die Musik macht zufrieden und zaubert ein breites Grinsen in viele Gesichter. Auch die sechs Musikanten strahlen eine enorme Fröhlichkeit aus. Angesteckt von den besten Bedingungen wird gesungen, geschunkelt und getanzt was das Zeug hält. Dabei kann „Highland Road“ ebenso problemlos überzeugen wie „Irish Air“, welches von dem aktuellen Album „Folk's Not Dead“ stammt. Die Stimmung ist mit den gestrigen Bands nicht annähernd zu vergleichen (ausgenommen dem Geburtstagskind). Egal in welche Himmelsrichtung man sich neigt, sieht man nur lachende und zufriedene Gesichter. Auch die Violinen-Soli, die Tobias aus dem kleinen Instrument hervorzaubert, passen hervorragend in die Vorstellung vom grünen Irland. Eigentlich fehlt nur noch eine salzige Meeresbrise, die von den Klippen her weht, oder ein uriger, rauchiger Pub. Die Zitadelle Petersberg tut's heute jedoch auch, wo gerade kein Meer in der Nähe ist. Der Beifall zieht sich durch die gesamte Menge und als die Ankündigung der Wall Of Death kommt, ist die Freude groß und der Menschenberg spaltet sich in zwei Seiten, die bereit sind aufeinander zu prallen. Nicht ganz. Da wir hier bei Fiddler's Green sind und bei keiner Core-Band, nennt sich das Ganze sympathischerweise Wall Of Folk und es prasseln keine Fleischberge zu einem Gulasch zusammen, sondern es wird um Rhythmus gebeten, der die fröhlichen Leute dazu veranlasst, im Takte der Musik, hüpfender Weise die Seiten zu wechseln. Es bietet sich ein Bild für die Götter, auch, als sich einige an die Arbeit machen, und sich hoppelnder Weise eine Nische für einen Circle Pit bahnen. So was kann es bitte öfter geben. Dadurch noch weiter aufgeheitert fängt die Hütte an zu brodeln, als „Folk's Not Dead“ aus den Boxen trällert.

Zum Schluss bekommen die Festival-Besucher die Chance, Fiddler's Green mal ein fettes „Fuck You!“ ins Gesicht zu schmettern, auch wenn es dazu nach einem solch grandiosen Auftritt eigentlich gar keinen Grund gibt. Allerdings fordert Sänger Albi dazu auf und der Beweggrund dafür ist auch schnell klar, als der Name des nächsten Liedes fällt. „Bugger Off“ fordert ein letztes mal ordentlich Aktion von den Fans und ein bisschen Brüllen hat noch niemandem geschadet. Praktischerweise können sich auf diese Weise die Stimmbänder auf die folgenden lauten Zugabe-Rufe einstellen, die wenig später über die Zitadelle hallen. Glücklicherweise bleibt für diese sogar noch genügend Zeit und so bildet „Girls Along The Road“ das Schlusslicht für einen fröhlichen Auftritt, der Lust auf Irland macht.

Setlist:

1. Life Full Of Pain

2. Sporting Day

3. Highland Road

4. Mrs. McGrath

5. Irish Air

6. Rose In The Heather

7. All These Feelings

8. Kick The Bucket Tunes

9. Rocky Road To Dublin

10. Folk’s Not Dead

11. The Night Pat Murphy Died

12. Bugger Off

13. Girls Along The Road

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