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In Extremo - Wahre Jahre Festival

Eine Geburtstagssause der Extraklasse

In Extremo - Dr. Pymonte und Co. lassen es mächtig krachen

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Oomph!

Doch weiter geht es mit der langersehnten Stimmung. Oomph! entern gut gelaunt die Bühne und Dero hüpft mit ausgebreiteten Armen im Kreis. Urplötzlich wissen die geladenen Gäste auch, was es heißt zu feiern. Die Fans singen mit, klatschen und hüpfen synchron zu Dero. Es fällt schnell ins Auge, dass dieser seine Schäfchen ganz gut in der Hand hat, denn die gehen sofort auf alles ein, was der smarte Sänger von Oomph! macht. Dero ist dabei sowohl stimmlich als auch von der Bühnenpräsenz eine Augenweide und offenbart ein Mienenspiel, so dass es bereits eine Freude ist, ihn bei dem Auftritt zu beobachten.

Aber auch Crap und Flux verstecken sich nicht und haben ihren Spaß an dem Auftritt. Das sehen die Wahre Jahre-Besucher wohl ähnlich. Denn nicht nur vor der Bühne wird es immer enger und das Durchkommen immer schwieriger. Bis in die letzten Reihen und zum Knoblauchbrot-Stand tummeln sich Besucher. Leider geht der sonst gute Sound auf dem langen Weg etwas unter, aber für die Geburtstagskinder von In Extremo werden sich die Fans sicherlich alle etwas näher aneinander schmiegen.

Die Band, die sogar Rammstein beeinflusst hat, hat heute neben „Revolution“ auch „Popstar“ auf dem Programm. Doch bevor dessen Töne erklingen, verlangen Oomph! ein dickes Buh! Denn dieses Lied richtet sich gegen alle Casting Shows und findet in der heutigen Medienwelt immer mehr Bedeutung. So ziemlich jeder der Anwesenden scheint mit Oomph! einer Meinung zu sein, denn es ertönt ein lautes „Buh!“, das über die Zitadelle Petersberg hallt. Blöd nur, dass Dero sich da ein wenig in der Setlist vertan hat. Denn wie sich heraus stellt, folgt „Labyrinth“. Da hat sich wohl der Fehlerteufel eingeschlichen.

An diesem Abend sprechen Oomph! auch vielen Menschen aus der Seele. Die Wolfsburger, die sich musikalisch irgendwo zwischen Metal und Gothic befinden und immer für Abwechslung in ihrer Musik sorgen, haben ein Lied geschrieben, das sich „Sandmann“ nennt. Geschrieben wurde das Lied für einen Verein mit dem selben Namen, der sich, gemeinsam mit Musikern, gegen Kinderarmut stark macht. Dero lässt seinem Ärger Luft und spricht sich ganz deutlich gegen die deutsche Regierung aus, die Milliarden Euro locker macht, um Banken zu retten, aber keine müde Mark hat, um Kinder aus ihrer Armut zu befreien. Traurig aber wahr. So soll allerdings kein Oomph! Gig enden. Wesentlich besser dafür geeignet ist der wohl bekanntestes Hit des Trios „Augen auf!“. Da fangen selbst die Leute an zu singen, die am Bierwagen stehen und darauf warten an die Reihe zu kommen. Das Lied ist perfekt geeignet zum Mitsingen und bereitet hervorragend auf den kurz bevorstehenden Auftritt von In Extremo vor.

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