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Iced Earth, Steel Engraved, Dead Shape Figure im Konzert (Bochum, Dezember 2012)

…und nur die Fans lassen es schleppend angehen

Einfach nur Iced 'motherfucking' Earth

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Iced Earth

Wie schon in München kann auch für Bochum bestätigt werden: Iced Earth sind einfach bärenstark, die Fans regelrecht aufgepeitscht. Da ist kaum ein Song, der nicht wild abgefeiert wird, kaum ein Text, der nicht mit voller Inbrunst mitgeträllert wird, mit dem absoluten Spitzenreiter „Melancholy“ – wie sich die Fans in den verschiedenen Bundesländern dann doch gleichen.

Besonders aber fällt heute Abend auf, wie sehr sich Stu Block nicht nur integriert, sondern förmlich freigeschwommen hat, denn sicher leitet er durch das Programm, Mastermind Jon Schaffer nimmt sich immer wieder zurück und hat schon fast eine Gitarre spielende Beobachterrolle inne. Schlecht geht es ihm augenscheinlich dabei nicht, strotzt er doch wie seiner Nebenleute auch voller Energie – schön, wie sie sich bei den Soliparts von Troy Seele immer wieder hinten vor dem Schlagzeug treffen, wodurch Troy dann noch ein wenig mehr in den Vordergrund geschoben wird. Nicht zu Unrecht, will man meinen, denn auch seine „Arbeit“ an der Gitarre hat einfach etwas spielerisch Leichtes, ein Niveau, bei dem viele Gitarristen nur staunend kapitulieren können.

Bevor aber das Intro endlich ertönt, müssen die Fans eine etwas ausgedehntere Umbaupause über sich ergehen lassen, wobei die Bühne eher ab- als umgebaut wird. Aber schon zum Intro ist die vorfreudige Warterei vergessen, hunderte Powerfäuste beleben die Schatten in der Dunkelheit, und gab es in München schon nach zwei Songs eine erste Pause, so zocken sie hier in Bochum glatt die ersten vier Tracks komplett durch. Fans, die sich auf dieser Tour gleich mehrere Shows ansehen bzw. hören, bekommen ansonsten keine größeren Überraschungen vorgesetzt, da Iced Earth ihre Setlist für die Tour festgelegt haben und kaum Spielraum für Interpretationen lassen.

Das brauchen sie aber auch nicht, denn neben dem Luxusproblem, eine alle Fans zufrieden stellende Songreihenfolge zu finden, riffen sie aus vollen Rohren und wildern sich quer durch die eigene Discographie. Da passt das Victoryzeichen ganz gut zu „V“, die Pommesgabeln haben einmal mehr Hochkonjunktur, wobei hier einfach schwer zu ermessen ist, bei welchem Song die Fans ein Quentchen mehr abfeiern oder nicht. „Ich nehme tolle Erinnerungen mit“, meint Stu dann auch folgerichtig und fordert die Fans auf, die Hände in die Höhe zu recken – kaum einer widersetzt sich dieser Bitte.

Hoch emotional geht es natürlich bei dem eben schon erwähnten Gassenhauer „Melancholy“ zu, aber auch bei „I Died For You“, die Security ist sich nicht zu schade, ein von Jon Schaffer in den Fotograben geschnipptes Plekton an die Fans in den ersten Reihen weiterzugeben, da gehören dann auch die Metalscreams der ganzen „ geilen Metalfans“ genauso dazu wie das mit einem „Fist of cocks“ eingeleitete „Anthem“ – Spielfreude pur, wenn man so will. „Habt ihr noch Energie? Und ihr da hinten auch?“, will Stu wissen, als Iced Earth auf die Zielgraden einbiegen und das viel umjubelte „The Hunter“ vortragen. „Ihr habt noch genug Energie, denn das ist eine Heavy-Metal-Show“, haut Stu dankend in der Röhre. Iced Earth-Sprechchöre, Zugabe-Rufe, da müssen die Florida-Recken zur Verlängerung ran und setzen nach gut neunzig Minuten mit „Iced Earth“ einen satt in die Klötze ballernden Schlusspunkt.

Setlist:

  • Dystopia
  • Burning Times
  • Pure Evil
  • Wolf
  • V
  • My Own Saviour
  • I Died For You
  • Invasion
  • Motivation Of Man
  • Setian Massacre
  • Anthem
  • Prophecy
  • Dark City
  • Equilibrium
  • The Hunter
  • In Sacred Flames
  • Boiling Point
  • Melancholy (Holy Martyr)
  • Iced Earth
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