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Iced Earth, Fury UK im Konzert (Köln, Dezember 2011)

Ein Abend ohne Vermisstenmeldung…

Stu wickelt die Fans locker um den Finger

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Iced Earth

„Schreit so laut ihr könnt!“ – „Iced motherfucking Earth, Iced motherfucking Earth“ tönt es aus hunderten Kehlen – so schön kann ein Abend in Köln sein, und wenn bei Iced Earth vielleicht im Vorfeld der Tour so mancher Selbstzweifel aufkam, so sind diese Ängste nun doch quasi pulverisiert worden. 

Nach dem mehr als emotionalen Matt-Abschied und einem guten, aber nicht hochklassigen Album war dieser Triumphzug nicht vorherzusehen – und dass für Iced Earth nicht alle Trauben in griffbereiter Nähe hängen, wird auch in der Essigfabrik zu Köln deutlich, denn für ein „Ausverkauft“ ist noch viel zu viel Spielraum. Und trotzdem: In der kuschelig-wärmenden Atmosphäre der Konzerthalle ist die Stimmung von Anbeginn recht ausgelassen, und Iced Earth tun auch gut daran, mit einem Quentchen mehr Spielfreude als noch im Sommer die ZuschauerInnen in den Bann zu ziehen. Gerade Bandkopf Jon Schaffer strotzt nur so vor Energie, steht häufig am Bühnenrand und feuert die Fans immer wieder an, noch mehr Emotionen preiszugeben.

Doch alles steht und fällt mit dem neuen Frontmann Stu, der in Köln nicht lange braucht, um wirklich alle Anwesenden von seinen Qualitäten zu überzeugen – zumindest stimmlich, denn da sitzt jeder Scream, jedes Wispern, voll auf die Zwölf, wie ein Bulls Eye direkt in die Herzen der Fans. „Dystopia“ – klar, wird lautstark mitgesungen; „V“ – sicher, Victory-Zeichen, Powerfäuste und Pommesgabeln quer durch die Halle – da benötigt es noch nicht einmal die Ankündigung, dass dieser Abend ein ganz besonderer ist, denn Iced Earth haben einige Kameras auffahren lassen, weil „Anthem“ als Videoclip mit Kölner Publikum verziert wird – weswegen der Song dann auch gleich zweimal unmittelbar hintereinander gezockt wird, um so die phonstärksten Momente, die emotionalsten Eindrücke und die energetischsten HeadbangerInnen einzufangen.

Aber auch das bis dahin gelieferte „Aufwärmprogramm“ ist natürlich nicht von schlechten US-Boys. Stu braucht nur seine eigene Pommesgabel erheben, da folgen auch schon hunderte ohne zu murren, die sich bei „When The Night Falls“ anscheinend noch verdoppeln, wobei das schon fast gar nicht mehr geht – „Iced motherfucking Earth“-Sprechchöre sind da nicht nur die logische Konsequenz, sondern mehr als verdient. Als richtiger Anheizer kommt „Days Of Rage“ kurz vor Schluss noch daher, denn noch gar nicht müde toben sich einige im Moshpit aus, während der Rest in einem wahren Matteninferno für Budenzauber sorgt. 

Dennoch kann sich die Band so natürlich nicht verabschieden, denn ohne „Iced Earth“ geht man einfach nicht – prompt wird der Song in der Zugabe dann auch nachgeliefert, nachdem man zuvor schon mit „Dante’s Inferno“ die Fans in einen glückseligen Rausch versetzte. Kaum zu glauben, wie schnell ein Matt Barlow nur noch Teil der Bandvergangenheit werden kann.

Setlist:

  • 1776
    Dystopia
    Burning Times
    Angels Holocaust
    Slave To The Dark
    V
    Stand Alone
    When The Night Falls
    Damien
    Dark City
    The Hunter
    Anthem
    Anthem
    Declaration Day
    Days Of Revenge
    Watching Over Me
    ----------------------
    Dante’s Inferno
    Iced Earth
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