Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Iced Earth, Fury UK im Konzert (Köln, Dezember 2011)

Ein Abend ohne Vermisstenmeldung…

Fury UK sind ein überraschend starker Opener

Zum Thema

Weil White Wizzard für einen Großteil der Tour ja ihre Teilnahme aufgrund monetärer Knappheit in den Sack hauen mussten, können sicherlich Fury UK als Gewinner aus diesem Dilemma hervorgehen, denn jede Band giert auch nach ein wenig mehr Spielzeit und dadurch möglicherweise gesteigerter Aufmerksamkeit. Dass Iced Earth normalerweise live eine sichere Bank sind, bedarf keiner Diskussion, aber nach dem mehr als emotionalen Abschied im Sommer mit ihren fantastischen Festivalshows – sicherlich war hier das Dong Open Air 2011 durch die kuschelige Atmosphäre ein fettes Highlight – müssen sie nun auch mit neuem Frontmann nachweisen, dass sie nahtlos an „alte“ Zeiten anknüpfen können.

Fury UK

Punkt eins für einen gelungenen Abend: Fury UK aus Manchester – nicht selten, dass doch eine britische Combo auf der Insel abgefeiert wird, bei uns auf dem Festland aber so überhaupt keinen Fuß auf dem Boden bekommt. Doch hier weit gefehlt, denn mit stolzer Brust entert das Trio die beengte Bühne, um mit „Fall From Grace“ vom aktuellen Album „A Way Of Life“ beeindruckend stark loszulegen. Natürlich wird schnell klar, wo das Manko der Briten-Rocker ist, denn als Gitarrist und Sänger verbringt Chris viel Zeit hinter seinem Mikrofon, doch in den Gesangspausen legt er eindrucksvoll ein Posing-Repertoire an den Tag, welches viele andere Sänger oder Gitarristen ohne die Doppelbelastung nicht hinbekommen.

Neben einigen schon unterstützenden Zurufen in „Alien Skies“ können Fury UK dann vor allem mit dem Groovemonster „Manslaughter“ überzeugen, denn das eingebaute Schlagzeugsolo gefällt den mittlerweile gut 500 anwesenden Fans besonders, was sie dann auch mit lautem Jubel und einem Meer an Pommesgabeln unter Beweis stellen. Selbst das balladeske „The Remainder“, häufig doch ein Schwachpunkt bei der einer Masse unbekannten Band, kann in Köln durchaus punkten, wenn auch nicht ganz so euphorisch wie das anschließende „Athena“ mit ausgedehnten Gitarrensoli, was schon fast ein Jam-Feeling aufkommen lässt. 

Erst ein knackiges „Geht’s euch gut“, dann ein unter steigendem Applaus dröhnendes „Saviour“ – Fury UK schwitzen ehrlich und rocken schön hart dabei, so dass immer mehr Kölner Fans überzeugt sind, die Fäuste in die Höhe recken und gebannt dem mit heftigen Headbangeinheiten agierenden Bassisten Luke auf die Finger glotzen. „Ein Song noch, dann wollen wir gleich jeden von euch am Merch treffen“ – gesagt, getan, denn zuerst gibt es den durch einen Mitklatschpart aufgepeppten „Death By Lightning“-Rausschmeißer, und keine zehn Minuten später stehen sie dann wirklich allesamt hinter dem Artikeltresen – tolle Einstellung, die man nicht immer von Bands kennt, die schon vier Alben am Start haben.

Setlist:

  • Fall From Grace
    Alien Skies
    I See Red
    Manslaughter
    Drum solo
    The Remainder
    Athena
    Saviour
    Call To Arms
    Death By Lightning
Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin