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Gun Barrel, Crossplane in Köln (Yardclub, März 2014)

CD-Release-Show der Kölner Recken

Gun Barrel feiern CD-Release

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Gun Barrel

Was steht denn heute eigentlich im Mittelpunkt? Die neue CD, weswegen alle heute ja auch gekommen sind, oder wird eher die Diskussion über mittellose, unterfinanzierte Musiker losgetreten? So, Spaß beiseite, lasst den Rock’n’Roll sprechen, denn davon steht heute noch einiges an, und wenn man dem vom richtig guten Sänger zum Frontmann gewachsenen Patrick glauben darf, dann hat er heute nichts zu sagen und es soll nur die Musik den Ton angeben. Wer das mal glauben soll!?

Schnell fällt auf, dass die neue Scheibe natürlich im Fokus steht, löblicherweise fabrizieren Gun Barrel aber nicht den Fehler, sich nicht auch aus dem Fundus ihrer schon zu Klassikern gereiften Songs zu bedienen. „Front Killers“, so der Opener, macht also schon früh deutlich, wohin heutige die rollige Rockshow so hinführt: Zu erhöhtem Schweißalarm, zu Partylaune und vor allem zu breitem Grinsen, denn einmal mehr beweisen die Kölner, dass sie nicht zu Unrecht – Achtung, jetzt kommt es – die Arschtrittlizenz intus haben.

„Bock auf Rock’n’Roll“, so Patrick schon nach dem Opener und wird fast von der Powerfaust-Armee umgerissen. Nach „Dancing On Torpedoes“ skandieren die Fans die ersten Gun-Barrel-Sprechchöre – der eigentliche Lohn eines Musikers. Als aber Patrick darauf hinweist, dass sie heute hier ohne Gage am Start sind, bekommt er spontan 20 Euro in die Hand gedrückt, die er verblüfft in die Bandkasse stopft. „Wer sich schon immer gewundert hat, warum Tonis Drums sich so anhören“, lässt Patrick wissen und zeigt auf die vermeindliche Kleingeldsammelbassdrum hin.

„Ich will eure Hände sehen“ – auch diese Aufforderung funktioniert prima, sodass gleich ein paar Dutzend bei „Bashing Thru“ mitklatschen, bei „Roll Of The Dice“ sieht es nicht anders aus, in der Pause zuvor kam dagegen eher die Powerfaust zum Einsatz. Aller Ortens also einfach nur gute Laune, da geht es schon fast unter, dass der Frontmann heute auch mal selbst eine Klampfe umhängt und so dem instrumentalen Trio eine weitere Note beifügt.
Und wenn man schon so mitten im Feierrausch ist und eigentlich Gun Barrel im Mittelpunkt stehen, so schadet es nicht, wenn der eigens aus Polen angereiste Marius (?) kurz auf die Bühne kommen darf und als der verrückteste Fan des Abends gewürdigt wird. 900 km zum headbangenden Glück, da bekommt das barrelsche Motto „Headbangen ist Kopfsache“ gleich eine weitere amüsante Nuance verpasst.

Und hatte Patrick schon irgendwann mitten in der Show angekündigt, dass sie sich für heute viele Gedanken gemacht hätten, was sie denn besonderes – außer CD vorstellen – noch so unternehmen, da lassen sie es gerade in dem sieben Songs starken Zugabeblock nochmals richtig krachen und rollen die eigene Historie ganz von hinten auf. Und so kommt es dann zum Unikum, dass das so herrlich als Opener arschtretende „Brace For Impact“ das endgültige Finale des Finales einleitet und nur noch durch das in ähnlicher Machart geformte „Damage Dancer“ überholt wird. Danke für einen gelungenen Abend und den Stageshot – das rundet das Ganze dann einfach nur noch ab.

Setlist:

Front Killers
Dancing On Torpedoes
Bashing Thru
Ride The Dragon
Heading For Disaster
Roll Of The Dice
Passion Rules
Builing A Monster
Back Alley Ruler
Vultures Are Waiting
----------------------
Back To Suicide
Power-Dive
Battle-Tested
Bombard Your Soul
Outlaw Invasion
Brace For Impact
Damage Dancer

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