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Epica, Eluveitie und Scar Symmetry im Konzert (Oberhausen, Oktober 2015)

Gelungener Tourauftakt in der Turbinenhalle II

Epica

Babypause, Wechsel in den Personalien, da gibt es nichts, was den Erfolg der niederländischen Symphonic Metaller Epica aufhalten könnte – wie man heute Abend sehr schön zum Tourauftakt in Oberhausen sehen kann. Endlich ist der Sound auch so richtig prall, die Lightshow ist natürlich perfekt abgestimmt und alle Bandmitglieder wissen genau, wann sie wo zu stehen haben. So sucht z.B. Simone immer wieder die rückwärtige Erhöhung auf, um sich dann im Nebel malerisch von den Spotstrahlern umgarnen zu lassen – herrliche Bilder, wenn sie dann auch noch ihre Matte schwingt.

Das Sextett ist auch heute wieder bestens aufgelegt, Simone stimmlich nahezu ohne Makel – da merkt man auch, dass ein paar Tage Pause vor der Tour sehr dienlich sind. Die Fans sind auch noch nicht ausgepowert, singen nahezu jeden Song komplett mit und dreiviertel der Anwesenden zücken die Pommesgabeln nach „Martyr Of The World“ - „zeigt mir all eure Energie“ hatte Mark zuvor noch bei „Unleashed“ erfolgreich eingefordert.

Bei aller Liebe zu den Festivalshows von Epica, hier in der Halle kommen sie einfach deutlich praller, intensiver rüber, da wird man förmlich vom orchestralen Bombast überrollt, da schmeicheln Simones zarte Worte genauso wie Marks derbe Growls die den schlechten Musikgeschmack förmlich zersägen. „Das Lied ist auch ein bisschen Epica“, lässt Simone wissen und schon dringen die ersten Töne von „Martyr Of The Free World“ ins Ohr, nachdem Keyboarder Ruben Wijga (Revamp) mit einem Extra-Applaus bedacht wurde – Original-Tastendrücker Coen Janssen wird den ersten Teil der Tour nicht mitbestreiten, kümmert er sich doch um seine Frau Linda nach ihrer letzten Chemo-Behandlung und ist natürlich auch für seine Kinder da.

„Der nächste Song ist schon so alt, es handelt von der Liebe, ich kann es kaum glauben“, rätselt Simone ins Mikrofon, die Klärung tönt aber auf dem Fuße, ist es doch Zeit für „Cry For The Moon“ vom seinerzeitigen Debüt „The Phantom Agony“ von 2003, die Fans reißen einmal mehr die Arme in die Höhe, singen lauthals mit, fuchteln mit ihren Pommesgabeln, Powerfäusten herum oder klatschen einfach mit. Klar, dass hier eine Zugabe her muss, Epica gehen gleich dreifach in die Verlängerung, locken noch mit einem „kennt ihr die Melodie noch?“ bei „Sancta Terra“ und dürfen sich unter fettem Applaus nach dem Rausschmeißer „Consign To Oblivion“ auch zurecht feiern lassen. „Dankeschön und bis bald“ - auf jeden Fall, denn wer heute dabei war, kommt ganz gewiss auch wieder.

Setlist:

Intro Originem
The Second Stone
The Essence Of Silence
Sensorium
Unleashed
Martyr Of The Free World
Cry For The Moon
Storm The Sorrow
The Obessive Devotion
Victims Of Contingency
The Phantom Agony
------------------------
Sancta Terra
Unchain Utopia
Consign To Oblivion

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