Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Epica, Eluveitie und Scar Symmetry im Konzert (Oberhausen, Oktober 2015)

Gelungener Tourauftakt in der Turbinenhalle II

Eluveitie

Es ist doch immer wieder überraschend, wie nach einer recht kurz gehaltenen Umbaupause der Stimmungspegel so zügig nach oben schnellen kann. Zuständig sind nun für das positive Ausrasten die Schweizer Eidgenossen von Eluveitie, die ja hier in Deutschland regelmäßig zu Gast sind und neben einigen ausgewählten Festivals – wir berichteten beispielsweise vom Auftritt beim Dong Open Air 2015 – auch schon Ende des letzten Jahres zahlreiche Gigs absolvierten. Wer sich vielleicht Gedanken über das heutige Package und den verschiedenen Genres gemacht hat, der wird also schon beim dem mit Aufbruchstimmung bei den Fans gefeierten Intro „Origins“ geschulmeistert.

Leichtes Spiel also für Eluveitie, die mit einer prima Setlist daherkommen und sich quer durch ihre Diskographie rocken und wie schon Scar Symmetry nur übersichtlich das aktuelle Album „Origins“ anpacken. Die Fans wissen das zu schätzen, ein „Oberhausen, alles klar“ nach dem ersten Doppelpack „King“ und „Nil“ lässt die Fans ja schon ausflippen, beim anschließenden „Thousandfold“ wird nach nach Chrigels Aufforderung nicht nur lautstark mitgesungen, sondern auch ausführlich im Takte mitgeklatscht.

Zu Gute halten muss man den Schweizern, dass sie durchaus auf ihrer Tour auch ein paar Varianten einbauen, wobei Sängerin Anna dieses Mal bei „Call Of The Mountains“ nicht abfragt, welche Version denn den Fans genehm wäre, sondern auf ihren Vorschlag hin liefert Eluveitie die schwitzerdütsche Version mit „De Ruef vo de Bärge“ ab, wobei das Mitsingen der Fans durchaus auch den Schmunzelfaktor nach oben treibt, aber von ihr auch gelobt wird. Ohnehin ist der wechselnde Gesang ein großer Pluspunkt der Schweizer, wenn sich das zart epische Stimmchen von Anna mit dem rauen Organ Chrigels gegenseitig ergänzen. Dazu kommt ja auch noch, dass sich Chrigel zusammen mit Gitarrist Ivo zum gemeinsamen Akustikpart durchringt und der Show einen ruhigen, aber trotzdem ordentlichen Mittelpart gönnt – Schweizer Folklore, wie sie halt in Pubs gespielt wird. „Traditionelle Volksmusik ist schon alt, sehr schön, dass ich euch das zeigen kann“, lässt der Frontmann wissen und weist darauf hin, dass es doch letztendlich ein Lebensgefühl sei.

Natürlich kommen auch ein paar Ansagen bei den Fans an, vor allem die mit dem dankbar lobenden Charakter, denn Chrigel erzählt schon kurz begeistert von dem Südafrika-Abstecher ein paar Tage zuvor, macht aber deutlich, wie froh Eluveitie doch sind, hier in Oberhausen spielen zu können – wer soll dazu schon was ablehnendes sagen, wenn doch direkt im Anschluss die Metalversion von „Omnos“ durch die Ohren rauscht.

„Ihr seid super“, so Chrigel einmal mehr überzeugend dankbar, denn die Fans lassen kaum eine Gelegenheit aus, ordentlich abzufeiern. „Junger Mann, keine Ahnung, was du sagst“, so seine Reaktion auf einen Zwischenruf, der lokal für Erheiterung sorgt, aber in der Masse untergeht – Chrigel aber hat alles und irgendwie jeden im Blick. Gegen Ende werden die Redepausen immer kürzer, ein Song reiht sich an den anderen, die Fans stehen bis zum Ende ihren „Mann“ und sorgen so für ein „Sandwich-Highlight“ im heutigen Dreierpackage.

Setlist:

Intro Origins
King
Nil
Thousandfold
AnDro
Slanias Song
Omnos (Metal Version)
De Ruef vo de Bärge
From Darkness
Brictom
Scorched Earth
Reel Set
Memento
A Rose For Epona
Kingdom Come Undone
Neverland
Quoth The Raven
Alesia
-------------
Inis Mona

Seite
comments powered by Disqus

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen