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Ensiferum und Fleshgod Apocalypse im Konzert (Köln, April 2016)

Vieles klappt, ein perfekter Abend sieht dennoch anders aus

Trotz Aufs und Abs in der Setlist kamen Ensiferum in Köln gut an

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Ensiferum

Beim Headliner gestaltet sich die Stimmung in der Halle dann schon von vornherein ganz anders. Zwar ist die Halle nicht komplett ausverkauft, das Publikum rückt allerdings insgesamt näher an die Bühne und sobald das finnische Quintett die Bühne betritt, wird klar, dass es eben Ensiferum sind, für die die Zuschauer sich an diesem Mittwochabend auf den Weg in die Live Music Hall begeben haben.

Dementsprechend euphorisch fällt dann auch der Begrüßungsapplaus aus, als die Band in Kriegsbemalung vor die Zuschauer tritt. Die ersten beiden Nummern werden direkt durchgezockt und auch vor dem ersten Highlight „Guardians Of Fate“ gibt es nur eine eher kurze Ansage. Viel Ermutigung braucht das Publikum allerdings auch nicht, die Fans sind von der ersten Sekunde an auf voller Betriebstemperatur, bangen, pogen und moshen was das Zeug hält, und auch die Band selbst präsentiert sich sowohl wach als auch spielfreudig.

Kurz darauf wird dann mit Akkordeonspielerin Netta Skog (vorher bei Turisas aktiv) auch das neueste Familienmitglied vorgestellt. Netta ersetzt Vorgängerin Emmi Silvennoinen, die sich aus privaten Gründen verabschiedet hat, und stellt nicht ans stationäre Keyboard gebunden einen weiteren Aktivposten auf der Bühne dar. Was die Bühnenpräsenz angeht, sticht allerdings allen voran Basser Sami Hinkka heraus, der wild headbangend mit gutem Beispiel vorangeht und eifrig die Fans ermuntert. Gepaart mit Fronter Petri Lindroos‘ Aufforderung „Ich will eure Hände sehen“, resultiert das bei „One More Magic Potion“ in einer Armada aus Powerfäusten, die in dieser Form auch später noch öfters zu sehen ist. 

Leider wird die gute Stimmung im weiteren Verlauf der Show von ein paar Stinkern gedämpft. „My Ancestors Blood“ zum Beispiel zündet überhaupt nicht und erntet auch von den hingebungsvollsten Fans nicht viel mehr als ein höfliches Kopfnicken. Ein paar weniger Songs der neuen Scheibe wären da vielleicht ein besseres Rezept gewesen, Bandklassiker wie „From Afar“, „Twilight Tavern“, „Lai Lai Hei“, oder „In My Sword I Trust“ bringen immerhin wesentlich mehr Stimmung in den Laden, als so mancher der neueren Songs. Da die Band alte und neue Nummern wild gemischt hat, resultiert dieser Kontrast dann was die Stimmung angeht in einem ständigen Auf und Ab, das sich erst gegen Ende der  Show bessert.

Zugabe-Rufe gibt es trotzdem nahezu keine – vielleicht aber auch nur, weil Ensiferum den Fans kaum Zeit für eben diese lassen. So oder so, auf die Extra-Songs will natürlich niemand verzichten, und gerade bei den letzten beiden Songs kommt noch einmal richtig Stimmung auf. Auch wenn die Fans die Finnen als Dank mit einem warmen Abschiedsapplause in den Feierabend schicken, fällt das Gesamtfazit eher gemischt aus. Zwar hatte die Show durchaus ihre Momente, so ganz wollte der Funke aber dennoch nicht überspringen, unter anderem auch aufgrund der ausbaufähigen Setlist.

Setlist:

March Of War
Axe Of Judgement
Heathen Horde
Guardians Of Fate
One More Magic Potion
Treacherous Gods
Warrior Without A War
From Afar
Wanderer
Two Of Spades
My Ancestors‘ Blood
Twilight Tavern
Lai Lai Hei
    
Mourning Heart Intro
Tale Of Revenge
In My Sword I Trust
Iron

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