Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

As I Lay Dying, Skeletonwitch im Konzert (Dortmund, August 2011)

Beim Zwischenstopp in Dortmund trifft Oldschool auf Circlepit

Skeletonwitch - angeschwärzter Thrash im True-Metal-Outfit

Zum Thema

Bevor es nach Wacken geht, machen AsI Lay Dying und Skeletonwitch noch einen kleinen, aber feinen Abstecher in den Ruhrpott, ins Dortmunder FZW. Wie zu erwarten war, ist der große Saal des Clubs sehr überschaubar gefüllt, da sich viele Metalheads aus Nordrhein-Westfalen bereits auf einem großen Acker im Norden Deutschlands herumtreiben. Vielleicht liegt es auch daran, dass AILD im Spätherbst des letzten Jahres bereits in den Clubs Deutschlands unterwegs waren und außerdem kein neues Programm im Gepäck haben, was den Anreiz für die von prall gefüllten Tourpackages verwöhnten Fans, ein „kleines Konzertchen“ mit „nur“ zwei Bands zu besuchen, erheblich schmälert. Zur Feier des Tages haben die Betreiber des FZWs die Getränkepreise ordentlich angezogen, damit trotz geringer Besucherzahl noch etwas Geld in den Taschen landet.

Skeletonwitch

Um 20 Uhr machen sich Skeletonwitch daran, die kleine Schar vor der Bühne ein bisschen aufzuwärmen. Gewaltige Begeisterungsstürme ernten die Amerikaner zwar nicht, mehr als Höflichkeitsapplaus gibt es von den Thrash-Fans im Publikum aber schon. Die stark angeschwärzte Thrash-Metal-Variante besitzt nicht nur eine bitterböse Ausstrahlung, sondern auch einen hohen Unterhaltungswert. Während sich die Gitarristen nur als mähneschüttelnde Sidekicks präsentieren, die Frontmann Chance Garnett den musikalischen Background für eine nietenbepackte One-Man-Show bieten, nutzt dieser jede Gelegenheit, um zwischen seinen Einsätzen die Bierflasche anzusetzen.

Selten sind Musik, Stimme und Outfit eine so stimmige Kombination eingegangen: Ungekämmte Haare, waldschratige Gesichtsbehaarung, den hoch gestreckten Arme mit einem gewaltigen Nietenarmband bekleidet und die Klamotten seit der letzten Tour nicht mehr gewaschen – Fronter Chance passt mit seinem True-Metal-Outfit und seiner rabenschwarzen und Reibeisen-verfeinerten Stimmgewalt wie die Faust auf das Auge zu den oldschooligen Klängen seiner Band. Zu dem sauberen Image des Headliners mag das Ganze zwar nicht hundertprozentig passen; ein paar vereinzelt gen Decke zeigende Fäuste im Publikum wissen ein geschmackvolles Kontrastprogramm aber auch zu schätzen.

Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten