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Amorphis, Orphaned Land, Ghost Brigade im Konzert (Bochum, November 2010)

Ein starkes Konzert, das vielen Fans lange in Erinnerung bleiben wird

Amorphis begeistern das gesamte Publikum

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Amorphis

Als Orphaned Land die Bühne verlassen haben und die Umbauarbeiten beginnen, erstrahlen am Hintergrund der Bühnenwände die Sonnen von „Eclipse“. In den ersten Rängen wird es noch ein klein wenig enger und auch auf den Treppen und Emporen scharen sich immer mehr Menschen. Alle wollen Timo Joutsen und sein Gefolge so gut wie möglich sehen.

Als die sechs Finnen mit „Skyforger“ von dem gleichnamigen aktuellen Album die Bühne entern, ist der Jubel gewaltig. Amorphis haben ihre Fans sofort in den Bann gezogen. Mit ihrer abwechslungsreichen Musik, die sich nur schwer in irgendwelche Genre-Schubladen einsortieren lässt, konnten Amorphis schon auf Festivals wie dem With Full Force große Massen von sich begeistern. Wobei mit dem Auftritt von Amorphis auf dem Wacken Open Air auch einer der Skandale des Festival-Sommers einhergegangen ist. Amorphis haben auf dem diesjährigen WOA bereits um 11:30 Uhr ihren Gig gehabt. Der war mehr als viel zu früh und pure Verschwendung für diese großartige Band.

Heute Abend ist in der Zeche Bochum alles vergessen und Amorphis können unter besten Bedingungen ihren letzten Gig dieser Tour spielen. Der Sound und das Licht sind gut, Timo ist bestens bei Stimme und auch die anderen aus der Band zeigen keine Schwächen an ihren Instrumenten.

Auch die nächsten Hits sind vom Album „Skyforger“ und hören auf die Titel „Sky Is Mine“ und „Heaven Of My Heart“. Sie treffen die Fans genau im Hörnerv. Wie in Trance genießen sie die Musik von Amorphis. Die meisten können ihren Blick dabei kaum von Sänger und Rampensau Tomi Joutsen abwenden und sind selig am Grinsen. „The Smoke“ sorgt dann vollends für ein ausrastendes Publikum. Dieser Songs ist einer jener, bei denen Tomi ohne große Schwierigkeiten unter Beweis stellen kann, wie mannigfaltig seine Stimme ist, wenn er gefühlvollen Klargesang und dumpfe Growls aneinander reiht.

Die Setlist ist dabei eine muntere Mischung aus rund 20 Jahren Bandgeschichte und bezieht sich dabei mit Songs wie „Into Hiding“ und „Black Winter Day“ durchaus auch auf älteres Material von dem Album „Tales From The Thousand Lakes“, als auch auf neueres, wie „House Of Sleep“ von „Eclipse“. Amorphis scheinen also nicht nur mit ihrer aktuellen Platte „Magic And Mayhem...Tales From The Early Years“ die alten Songs etwas auffrischen zu wollen, sondern auch live die guten, alten Stücke in Erinnerung rufen.

Welcher Song auch immer gespielt wird, die Stimmung ist durchweg großartig und Amorphis werden gebührend gefeiert. Als die Finnen nach „Black Winter Day“ die Bühne verlassen, ist die Enttäuschung gewaltig und die Zugabe-Rufe dafür umso größer. So schnell wollen die Fans Amorphis nicht von ihrem letzten Tour-Konzert entlassen. Amorphis lassen die Fans ordentlich zappeln und bleiben eine Weile hinter der Bühne, bevor von hinten die ersten Klänge der Gitarre aufhorchen lassen und Entwarnung geben. Amorphis kommen für drei weitere Songs auf die Bühne und Tomi kann vor allem bei „My Kantele“ unter Beweis stellen, wie stark sich die Texte anhören, wenn er in das Mirko growlt.

Bei den letzten Klängen von „My Kantele“, die rein instrumental sind, wird es plötzlich noch einmal richtig voll auf der Bühne. Alle Musiker der Tour versammeln sich abschließend auf der Bühne, um sich vor den Fans zu verbeugen und sich gegenseitig herzlich in die Arme zu schließen. Es ist ein schöner Anblick zu sehen, dass nicht nur die Fans Freude an den Konzerten haben, sondern dass sich darüber hinaus offenbar auch die Musiker untereinander anfreunden und die gemeinsame Zeit größtenteils genießen. Wenn jedes Konzert der Tour so erfolgreich und imposant war wie das heutige in Bochum, so können Ghost Brigade, Orphaned Land und Amorphis auf eine wunderbare Tour zurück blicken.

Setlist:

1. Skyforger
2. Sky Is Mine
3. Heaven Of My Heart
4. The Smoke
5. Better Unborn
6. Song Of The Trouble
7. Exile
8. Silent Waters
9. Alone
10. My Sun
11. Silver Bride
12. Black Winter Day
13. Into Hiding
14. House Of Sleep
15. My Kantele

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