Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Zeraphine im Interview (Juni 2010)

"Ich glaube, es gibt nichts durchweg Positives"

Das Cover des neuen Albums "Whiteout"

Zum Thema

Vier Jahre Pause sind eine lange Zeit. Über das, was in der Zwischenzeit mit und neben Zeraphine passierte, über das neue Album und über seine Lebenseinstellung sprach der Sänger der Band, Sven Friedrich, mit uns.

 

The-Pit.de: Sven, wie geht es dir momentan?

Sven: Ich bin furchtbar überarbeitet, in der Tat (lacht). Also eigentlich weiß ich das gar nicht so genau, wie es mir geht. Ich mache gerade die DVD-Beilage und das Artwork fürs Album fertig und so und habe gar nicht mehr so viel Zeit. Insofern stehe ich gerade leicht neben mir, wenn ich ehrlich bin (lacht).


The-Pit.de: ...und wirst dabei noch mit Interviews zugefrachetet.

Sven: Ja, das gehört ja dazu, das ist ja auch in Ordnung (lacht).


The-Pit.de: Vier Jahre war jetzt Pause mit Zeraphine, jedenfalls was Studioalben angeht – war die Band während dieser Zeit für dich „tot“, oder hast du nebenbei daran gearbeitet?

Sven: Nein, natürlich haben wir neben daran gearbeitet. Ich weiß nicht, wir haben ja ein paar Konzerte gespielt, ein paar Festivals gespielt und wir haben uns auch so mal getroffen, weil wir ja auch seit 2008 in Vertragsverhandlungen standen und mit vielen Plattenfirmen gesprochen haben, deshalb gab es auch immer Bandmeetings. Wir waren schon die ganze Zeit in relativ regem Kontakt. Tot war es nicht, wir haben auch schon 2008 angefangen, Songs zu schreiben.


The-Pit.de: Wo du gerade 2008 ansprachst: Während der Pause warst du vor allem mit Solar Fake komplett elektronisch aktiv, hattest du dabei immer im Hinterkopf, was du anders machen würdest, wenn du z.B. jetzt einen speziellen Song für Zeraphine schreiben würdest oder war das komplett losgelöst?

Sven: Ich habe es eigentlich in meinem Kopf voneinander losgelöst. Als ich das Album gemacht habe, habe ich überhaupt nicht an Zeraphine gedacht. Es hätte sein können, dass ich gedacht hätte: „Hey, der Song wäre vielleicht cooler mit Gitarren“ und dann hätte ich ihn für Zeraphine aufgehoben, aber das ist gar nicht passiert.


The-Pit.de: Du hast gerade auch die Vertragsverhandlungen erwähnt. Ihr habt für das neue Album nicht den Weg der Veröffentlichung über Phonyx gewählt, sondern habt die Kontrolle ein Stück weit abgegeben. Wie schwer fiel dir das?

Sven: Eigentlich haben wir noch sehr sehr viel Kontrolle, momentan, mehr als bei einem normalen Vertrag, denn wir haben glücklicherweise ein wirklich neues Modell gefunden und prinzipiell haben wir wirklich jegliche Freiheiten, das ist ein Traum. Wir können uns aussuchen, wer am Album arbeitet, also wer ist die Promoagentur, wer macht was; die Leute können wir uns komplett selbst zusammenstellen. Uns wird in keinem einzigen Punkt reingeredet, insofern haben wir da komplette Freiheit.

Das einzige, was wegfällt, ist die unangenehme Arbeit, als wir das alles selbst gemacht haben, dieser ganze Abrechnungswahnsinn und Buchhaltungskram und so. Das müssen wir zwar auch noch machen, aber nicht mehr in dem Umfang, wie es beim Label so war und insofern hat sich für uns nur verändert, dass wir nur noch mit den angenehmen Seiten der Labelarbeit befasst sind, und das ist total toll.

Das ist eigentlich genau so ein Modell, wie wir es gesucht haben, um einmal aus den Strukturen herauszukommen, die es so gab; bei den Verträgen hast du letztendlich doch kaum Mitspracherecht. Um da mal komplett auszubrechen, war das die richtige Alternative, die sich aufgetan hat. Das Label, bei dem wir jetzt sind, gibt es auch noch nicht sehr lange, das existiert auch erst seit letztem Jahr und jetzt verfolgen wir eben ein anderes Modell, das ist mir sehr angenehm.

Seite
comments powered by Disqus

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen