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When Trees Leave Wolves im Interview (Dezember 2015)

„...das Musikbusiness ist wahrscheinlich ein härteres Leben als an der Wall Street...“

Natürlich machen When Trees Leave Wolves zum Teil sperrige Musik, natürlich ist allein schon der Bandname sperrig und natürlich lassen wir uns von The-Pit.de es einmal mehr nicht nehmen, im tiefsten heimischen Underground herumzuwühlen. Die Aachener haben es ja schon mehrmals auf unsere Seite geschafft, mit „Thirteen Stars“ hatten sie dieses Jahr auch ihr Debüt veröffentlicht und so ganz nebenbei läuft man sich bei einigen Shows über den Weg – jetzt endlich mal mit Mikrofon und Aufnahmegerät. Und da sich das Quintett auch als verschworener Haufen präsentiert, wundert es auch nicht, dass gleich alle Fünfe mitreden wollen.

The-Pit.de: Als ich euch zu den Aufnahmen vom Debüt „Thirteen Stars“ im Studio besucht hatte, hatten wir über Trends und hohle Phrasen, die auch im Underground immer wieder auftauchen, unterhalten. Jetzt haben kleine Bands wie ihr noch nicht die breite Unterstützung durch Medien usw. Hat sich denn für euch endlich mehr Support eingestellt?

Izzy Grim: Grandios, muss ich ganz ehrlich sagen. Es gibt nicht nur Support, sondern auch Kritik, aber auch die nehmen wir an. Alles, was an uns herangetragen wird, ist mehr Support, auch von Leuten, von denen wir noch nie etwas gehört haben, kommen auf einmal Anfragen über das Internet rein. Da freuen wir uns jedes Mal drüber und es gibt uns auch einiges, wenn wir merken, dass wir auch tatsächlich Leute außerhalb unserer Zielgruppe erreichen.

Lionwolf: Du hast es ja auch diesen Abend während der Show gesehen, dass uns viele Leute gesehen haben, die uns noch nicht kannten, die aber auch direkt nach dem ersten Song mit einem Fieber angesteckt wurden, die dann mitgemacht haben. Das ist für uns direkt auch ein großes Kompliment und eine schönes Feedback, halt zu sehen, dass das was man macht auch ankommt.

The-Pit.de: Das ist mir auf einem Livekonzert von euch eh schon einmal aufgefallen, dass am Anfang erst einmal alle schauen, was die da oben so machen, dann aber von den groovigen Songs schnell eingefangen werden.

Thor: Es ist ja generell auch so, dass wir alle sehr viel Spaß auf der Bühne haben und genau das können wir auf gewisse Art und Weise auch transportieren. Und das nimmt halt die Leute auch mit.

The-Pit.de: Ich habe dich, Lionwolf, noch dieses Jahr auf dem Turock Open Air 2015 herumrennen sehen, wo du Flyer verteilt hast. Würdet ihr unterschreiben, dass niemand eine Band besser vertreten kann als man selbst und man sich nicht zwangsläufig auf Promoagenturen oder Labels verlassen sollte?

Izzy Grim: Das ist richtig. Natürlich kann man sich von allen Seiten Unterstützung holen, aber den Satz lasse ich so stehen. Niemand kann mehr für das eigene Vorankommen tun als man selber. Das ist unabdingbar. Wenn man selber nicht voll da drin hängt, dann kommt man selber kein Stück weiter. Wenn man selber nichts macht, dann kann man sich von außen so viel Support dazukaufen, wie man möchte, das funktioniert aber nicht.

Lionwolf: Ich glaube, es geht hauptsächlich um Authentizität. Wenn man komplett hinter dem steht und selber sehr authentisch ist und das auch glaubhaft rüberbringt, den Gedanken, den man hat, selber transportiert, dann erreicht man am wahrscheinlichsten die Leute. Es ist immer sehr schwer für eine Agentur, für jemand anderes dieses Bild zu repräsentieren.

The-Pit.de: Wie steht es dann bei euch um die Aufgabenverteilung?

Izzy Grim: Strikt. Wir setzen uns regelmäßig zusammen und überlegen, wer welche Sachen übernehmen kann und wer jetzt vielleicht nicht ganz so voran kommt. Wir sind sehr lösungs- und fortschrittsorientiert und schauen, wie wir uns gegenseitig unterstützen, wie wir was machen, sodass keiner auf weiter Flur verlassen steht und mit einer Aufgabe behaftet ist, die er selber nicht oder noch nicht leisten kann. Wir haben eine klare Aufgabenverteilung, die schwimmt ein bisschen, es ist aber auf jeden Fall eine vorhanden.

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