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Watch Me Bleed im Interview (Juli 2012)

Ein sehr interessantes Gespräch mit einem erfahrenen Musiker

Die Band arbeitet mit zwei Sängern

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Anlässlich der Veröffentlichung der zweiten Langrille namens „Kingdom“ hat sich Watch Me Bleed-Frontmann Chris ein wenig Zeit genommen, um mit The-Pit.de über das Album und sonst noch einige andere Dinge zu reden. Aus der veranschlagten halben Stunde entwickelte sich dann ein Gespräch, das gleich doppelt so viel Zeit in Anspruch nahm. Die Zeit verstreicht aber auch wie im Fluge bei einer interessanten Unterhaltung.

The-Pit.de: Hi Chris! Danke, dass du dir etwas Zeit für uns genommen hast. Watch Me Bleed haben seit Kurzem das zweite Album auf dem Markt und bei The-Pit.de konnte die Scheibe recht gut abschneiden. Wie sind die Reaktionen auf die neue CD denn an anderer Stelle?

Chris: Hi! Schön, dass unser Gespräch klappt. Die Reaktionen auf die Scheibe sind im Onlinebereich sehr euphorisch. Dort erhielten wir durch die Bank sehr gute Kritiken. Im Bereich Printmagazine sind die Beurteilungen auch recht gut. Verrisse gab es noch gar keine. Viele, die die alte CD kennen, empfinden das neue Album als Steigerung und andere, die nun das erste Mal von uns gehört haben, geben auch recht gute Urteile ab. Wir als Band sind sehr zufrieden. Ein paar Ausreißer gibt es immer wieder, aber im Großen und Ganzen können wir sehr zufrieden sein.

The-Pit.de: Das Problem der verschiedenen Musikgeschmäcker der Rezensenten spielt hier höchstwahrscheinlich auch eine Rolle.

Chris: Ja, das ist aber auch völlig ok. Am ehrlichsten finde ich es dann noch, wenn die Schreiber sagen, dass sie mit der Musikrichtung nicht viel anfangen können und sich lieber auf die technischen Details konzentrieren. Ein paar wenige andere finden unsere Musik ein bisschen zu durcheinander, weil wir so viele Stile vermischen. Uns selber fällt das fast nicht mehr auf.

The-Pit.de: So stark klingt eure Musik nun wirklich nicht nach einem Durcheinander. Das Ganze hat ja doch immer Hand und Fuß.

Chris: Ich finde das auch nicht so wild. Allerdings fällt es einem als Musiker vielleicht auch gar nicht so stark auf. Wir haben versucht möglichst abwechslungsreiche Songs zu schreiben. Dabei haben wir keinen Wert auf irgendwelche Trends oder dergleichen gelegt. Uns mussten die Songs gefallen, das war das einzige Kriterium.

The-Pit.de: Gibt es ein Thema im Album oder sind die Songtexte aus verschiedenen Bereichen?

Chris: Es ist kein klassisches Konzeptalbum, das eine zusammenhängende Geschichte erzählt, aber Dreiviertel der Songs haben einen gemeinsamen roten Faden. Ich bin großer Fan des Table Top Spiels "Warhammer 40,000". Das ist so ein Science-Fiction-Rollen-Strategie-Spiel und viele Texte auf der CD handeln davon. Wenn man sich ein wenig mit der Materie auskennt, dann erkennt man vieles aus dem Spiel wieder. Ansonsten sind die Texte recht kriegerisch. Es geht um Eroberungen, den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse und sämtliches anderes aus der Richtung. Auch ein paar persönliche Texte haben sich auf „Kingdom“ eingeschlichen, aber der Großteil spielt in dieser Phantasiewelt. Diese war schon immer meine größte Leidenschaft neben der Musik und nun habe ich diese Leidenschaft endlich einmal in Texte verpackt. Einige der Themen lassen sich aber auch auf unsere momentane Situation auf der Erde anwenden. Auch hier gibt es Auseinandersetzungen aus den unterschiedlichsten Gründen wie Religionen, Rassenunterschieden oder einfach wirtschaftlichen Faktoren. So ist das bei "Warhammer 40,000" eben auch.

The-Pit.de: Man kann also davon ausgehen, dass sich der CD Titel auch irgendwie aus "Warhammer 40,000" ableiten lässt?

Chris: Ja, klar. Allerdings war der Titel nicht von vorneherein so festgelegt oder gewünscht. „Kingdom“ war einer der ersten Songs, der vom Album fertig war und er beschreibt ein wichtiges Thema, das im Roman „Schlacht um Helsreach“ von Aaron Dembski-Bowden und Christian Jentzsch besprochen wird. Dabei geht es darum, dass ein Planet von einer außerirdischen Rasse überfallen wird und die dort lebenden Menschen kämpfen quasi um ihr Überleben. Dieses Thema war dann maßgebend für viele Songs auf dem Album und so wurde „Kingdom“ zum Titelsong.

The-Pit.de: Wer hat die neue CD produziert und in welchem Studio wurden die Songs recorded?

Chris: Produziert wurde die Scheibe mit Eike Freese. Dieser hat selber eine Band namens Dark Age und diese kommen aus Hamburg und dort ist auch das Hammersound Studio, das Eike mit Kai Hansen und Dirk Schlächter von Gamma Ray gemeinsam betreibt. Mir persönlich haben die Produktionen von Eike schon immer sehr gut gefallen. Die Herausforderung bei „Kingdom“ war die Tatsache, dass wir nicht nur einen Tontechniker wollten, sondern einen richtigen Produzenten, der der Band auch mit Rat und Tat zur Seite steht. Außenstehende hören die Lieder ja immer anders als die Musiker und aus diesem Grund war Eike genau der Richtige für uns. Wir haben schon ein ganzes Jahr, bevor das eigentliche Songwriting begann, mit ihm zusammengearbeitet. Wir haben ihm unsere Songs geschickt und er hat sie dann umarrangiert oder auch gelassen und wieder zurückgeschickt. Das war ein gutes Fundament für die darauffolgende Studioarbeit, weil jede Partei dann schon wusste, was der andere will.

The-Pit.de: Als Normalsterblicher kann man sich recht schwer vorstellen, wie die Zusammenarbeit mit einem Produzenten funktioniert. Kannst du hier mal Licht ins Dunkel bringen? Wie war denn die Zusammenarbeit mit Eike Freese?

Chris: Ja klar, gerne. Die Zusammenarbeit begann nicht erst kurz vor den Aufnahmen, sondern schon viel früher. Wie bereits gerade schon erzählt, wurden die Songs schon mit aktiver Beteiligung von Eike arrangiert. Nach mehreren Versuchen und Anläufen war dann meist eine erste Demoversion von jedem Song fertig. Als wir durch alle Titel durch waren, sind wir nach Hamburg gefahren und haben im Tonstudio alle Instrumente und Gesangslinien dort richtig eingespielt. Es war uns ein großes Anliegen, dass nichts aus dem Computer kommt. Wir wollten alles per Hand machen.

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