Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Turisas im Interview (März 2011)

„Wir betrachten unsere Musik nicht wirklich als Folk Metal. Wir wollten etwas erschaffen, das unverkennbar finnisch klingt“

Olli Vänskä (2.v.r.) stand Rede und Antwort

Zum Thema

Erst seit dem 25. Februar ist das neue Album der Erfinder des „Battle Metal“ in den Plattenläden und schon jetzt ist die Truppe von Turisas mit wildem Touren beschäftigt. Mitten in ihrem Trip durch die Konzerthallen Amerikas konnten wir Violinist Olli abfangen und zu einem Interview bitten. Mit uns spricht er aber nicht nur über das aktuelle Album „Stand Up And Fight“ und dessen Hintergründe, sondern gibt uns auch einen persönlichen Eindruck von „guter Musik“, der Viking-Szene und vor allem: Wacken!

 

The-Pit.de: Hi Turisas, ihr seid gerade auf Tour durch Kanada bzw. den USA. Wie lief es bis jetzt?

Olli: Hi! Wir sind gerade mit Cradle Of Filth auf Tour in Detroit. Das Wetter war bis jetzt furchtbar und manche Veranstalter hatten Probleme, vier Bands unter einen Hut zu kriegen, aber auf der anderen Seite läuft die Tour auch gut. Das Publikum war super!

The-Pit.de: Wie geht es euch zur Zeit?

Olli: Uns geht es gut, danke. Wir hatten gerade einen Tag frei und waren beim Fotoshooting auf einer Farm im Nirgendwo. Das war große Klasse.

The-Pit.de: Ich habe bereits auch in euer neues Album „Stand Up And Fight“ hineingehört. Wie würdet ihr die Musik des neuen Albums beschreiben?

Olli: Wir haben uns dieses Mal mit einem noch herausragenderen Sound beschäftigt. Schon das Album „The Varangian Way“ von 2007 war ein großer Fortschritt im Vergleich zu unserem Debütalbum „Battle Metal“ in 2004, und ich glaube dieses Mal gehen wir sogar noch einen Schritt weiter. Es sollte noch großartiger und beeindruckender als die früheren Alben werden. Wir wollten auch unseren musikalischen Stil entwickeln. Daher gibt es Songs, die experimentelles Material verarbeiten: einen großen Chor, Musical-ähnliche Ansätze und generell eine neuartiger Richtung, in die wir gehen. Aber es gibt auch Tracks, die dir das Gefühl geben, nach Hause zu kommen – auf eine angenehme Art!

The-Pit.de: Man hört selten, dass Folk Metal mit einem Orchester kombiniert wird. Was hat euch dazu inspiriert?

Olli: Wir betrachten unsere Musik nicht wirklich als Folk Metal. Es gibt viele verschieden Einflüsse und besonders der Folk-Metal-Kram mit Violine und Akkordeon spielt bei uns eine große Rolle. Ursprünglich ging es alles aus der anfänglichen Black-Metal-Szene hervor, die von allen Arten von Musik beeinflusst wurde, mit der Idee etwas zu schaffen, das unverkennbar finnisch klingt. Aus bestimmten Gründen gab es viele Bands, die sich zur gleichen Zeit aus dem Untergrund hervortaten: Finntroll, Ensiferum, Moonsorrow und all die anderen. „Battle Metal“ kombiniert diese Elemente, fügt dem aber noch diesen großartigen, bombastischen Sound hinzu.

The-Pit.de: Was hat euch davon überzeugt, dass diese Kombination klappen wird?

Olli: Ich glaube, es war die Liebe zu großartigem, eindrucksvollem Sound, kombiniert mit einem Anflug von Ursprünglichkeit. Ich persönlich hasse diesen gewöhnlichen „symphonischen Klang“, den man heutzutage auf so vielen Veröffentlichungen finden kann: ein paar hinzugefügte Synthesizer-Saiten oder auch ein echtes Orchester, aber dann mit schwachsinnigem Arrangement… Es muss Eier haben und ein bisschen schmutzig sein!

Seite
comments powered by Disqus

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten