Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Threshold im Interview (November 2012)

Weniger Prog, mehr Metal!

"March Of Progress" konnte mächtig abräumen!

Zum Thema

The-Pit.de: All eure früheren Alben werden derzeit bei Nuclear Blast neu aufgelegt. Was ist deine Meinung zu Re-Releases? Denn manche Fans, die die alten Ausgaben haben, sind vielleicht nicht allzu glücklich darüber, wenn Alben mit Bonusmaterial wiederveröffentlicht werden und sie müssen sie möglicherweise neu kaufen. Oder hast du gar keinen Einfluss auf solche Veröffentlichungen und es ist nur eine Entscheidung der Plattenfirma?

Karl: Als der Kontrakt mit InsideOut auslief, habe ich mit Nuclear Blast einen neuen Deal für den Backkatalog gemacht. Die Re-Releases sind einfach nur dafür da, um die Alben wieder erhältlich zu machen, andernfalls würden sie nicht wieder gepresst. Es ist nicht beabsichtigt, dass dieselben Leute die CDs noch einmal kaufen, aber die Tracklists können einfach nicht genau dieselben sein wie bei den früheren Versionen.

The-Pit.de: Einiges Bonusmaterial dieser neuen Editionen stammt von der „Paradox“-Box, wie zum Beispiel „Conceal The Face“ und „Shifting Sands“ auf „Wounded Land“, die bereits damals geschrieben, aber erst 2009 aufgenommen wurden. Wie kam es, dass ihr diese Tracks so spät aufgenommen habt?

Karl: Als wir das Boxset damals erstellten, sollte es wirklich mit Liebe gestaltet werden. Es war dadurch zwar viel Arbeit, aber mit dem Resultat war ich sehr glücklich. Die Re-Recordings haben wir hauptsächlich deswegen gemacht, weil nur Demos von dem entsprechenden Material vorhanden waren, deren Qualität nicht unseren Ambitionen für diese Box entsprach.

The-Pit.de: Ebenso verhält es sich mit den Bonustracks auf „Psychedelicatessen“, wofür ihr sogar extra wieder euren damaligen Sänger Glynn Morgan ins Studio geholt habt. Warum ging er eigentlich damals und was macht er heute so?

Karl: Glynn verließ uns damals, weil wir uns nicht darüber einig wurden, wie es musikalisch weitergehen sollte mit Threshold, und der Rest der Band wollte beim ursprünglich eingeschlagenen Stil bleiben. Was er wollte, kann man auf den Mindfeed-Alben hören und das sind auch wirklich gute CDs. Dennoch würde ich das nie als ehrliche Widerspiegelung des Threshold-Sounds ansehen. Jene Bonustracks wurden tatsächlich während der „Psychedelicatessen“-Sessions geschrieben und 2009 kam Glynn zurück, um sie aufzunehmen – mit großartigem Ergebnis.

The-Pit.de: Können alle in der Band von der Musik leben?

Karl: Na ja, es kommt drauf an, was du als Lebensstandard betrachtest, aber die gesamte Band arbeitet im Musikbereich. Ich arbeite an Produktionen außerhalb von Threshold und die anderen haben verschiedene musikbezogene Jobs wie Unterrichten oder Sessionarbeit.

The-Pit.de: Was waren eure Einflüsse als ihr die Band gestartet habt?

Karl: Testament, Metallica, Genesis, Rush und natürlich Pink Floyd. In der letzten Zeit finde ich aber auch sehr viel Gefallen an My Dying Bride und Mike Oldfield wegen der Atmosphäre und des Feelings, die sie in ihrer Musik zu kreieren in der Lage sind.

The-Pit.de: Du erwähntest deine Produzentenarbeit sowohl für Threshold als auch für andere Bands. Gibt es irgendeine Band, die du noch nicht produziert hast, aber mit denen du gerne mal diesbezüglich arbeiten würdest?

Karl: Ich habe bereits eine ganze Menge an Bands zu produzieren und das ist ein sehr schöner Teil meiner Arbeit mit Musik. Das Problem ist aber, dass ich ein brennendes Verlangen verspüre, noch mehr mit Threshold zu erreichen, dies wird denke ich also immer meine Priorität sein.

The-Pit.de: Gibt es irgendwelche lustigen oder seltsamen Tour-Anekdoten, die du mit unseren Lesern teilen könntest?

Karl: Die meisten amüsanten Geschichten haben Tony (Grinham – Drums von 1988 – 1993; Anm. d. Verf.) und Mac als Mittelpunkt, aber es sind zu viele, um sie alle aufzuzählen. Mac hat oft merkwürdige Dinge getan, wie rohes Gemüse aus Farmfeldern zu pflücken und zu essen, mit dem ganzen Dreck und so dran. Er hat sich auch mal plötzlich entschieden, die Karosserie des Tourbusses zwischen dem Soundcheck und der Show zu reparieren, wie man auf der Dokumentation von „Critical Energy“ sehen kann. Und auf einer Tour hatten wir mal keinen Fernseher im Tourbus, also ging er ins Venue und hat ihnen 50 Euro für ihren Fernseher geboten. Er kam mit einer massiven alten CRT-Kiste raus, die natürlich keinen Flatscreen hatte. Aber er war trotzdem glücklich, denn er konnte zumindest seine Playstation anschließen.

The-Pit.de: Wer hatte eigentlich die Idee zum Namen Threshold und warum habt ihr diesen Namen gewählt?

Karl: Unser Originalbassist und Texter Jon Jeary kam mit dem Namen an. Er war ein Moody Blues-Fan und „Threshold Records“ hieß ihr Label.

Wir bedanken uns bei Karl für das Interview und bei Philipp von Nuclear Blast für die Ermöglichung desselben.

Seite
comments powered by Disqus

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten