Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Threshold im Interview (November 2012)

Weniger Prog, mehr Metal!

Damian Wilson kehrte 2007 zurück zu Threshold

Zum Thema

The-Pit.de: Wie hast du die furchtbare Nachricht von Andrew McDermotts Tod erfahren und hast du eine Ahnung, wie jemand im Alter von nur 45 Jahren an Nierenversagen sterben kann?

Karl: Ich habe eines Morgens einen Anruf von Johanne (James – Threshold-Drummer; Anm. d. Verf.) erhalten, der es mir erzählt hat. Ich wusste von seinen gesundheitlichen Problemen von fünf Jahren zuvor, als er einen Anfall hatte, während er zu Besuch zu Hause bei uns in England war. Ich hatte gehofft, er würde etwas unternehmen, um das Problem anzugehen und hätte niemals befürchtet, er könnte eines Tages nicht mehr da sein. Mac wird uns immer in Erinnerung bleiben für den Klang seiner Stimme und seinen Charme. Es war grauenhaft zu hören, dass er auf so traurige Weise verstorben ist, in diesem jungen Alter. Er war ein wichtiger Teil in der Geschichte Thresholds und ich habe viele glückliche Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit.

The-Pit.de: Warum ist er überhaupt gegangen? Es schien damals sehr plötzlich zu sein, als ihr einige wichtige Gigs vor euch hattet. Ihr müsst ziemlich sauer gewesen sein!

Karl: Als wir uns auf die ersten Konzerte der „Dead Reckoning“-Tour vorbereiteten, kriegten wir eine Nachricht von Mac, dass er nicht bei unseren ersten Shows dabei sein könnte. Wir brauchten dringend einen Sänger und es war großartig, dass Damian (Wilson – alter und jetziger Sänger; Anm. d. Verf.) nur ein paar Tage, bevor wir auf Festivals in Slowenien und in München spielen mussten, einspringen konnte. Wir hatten keine Zeit, Auditions abzuhalten, sodass wir uns in einer beinahe ausweglosen Lage befanden. Ich bin immer noch enttäuscht, denn Mac und ich kamen wunderbar zurecht und wir hatten so viele Erlebnisse zusammen.

The-Pit.de: Also hattest du keinen Kontakt mehr, nachdem Mac euch verlassen hat?

Karl: Die SMS von Mac war das letzte, was ich von ihm gehört habe, wir hatten danach keinen Kontakt mehr. Es gab auch nie eine wirkliche Erklärung für sein Gehen und das letzte Mal, als wir uns getroffen haben, war das für die Aufnahme unseres Promo-Videoclips in Leipzig im Februar 2007 (zu „Pilot In The Sky Of Dreams“ – Anm. d. Verf.).

The-Pit.de: Damian Wilson hatte die Band sogar zweimal verlassen. Wie kam es dazu und wie kam es, dass er immer wieder zurückkehrte?

Karl: Damian verließ uns nach „Wounded Land“, weil er die Möglichkeit hatte, bei einer Popband mitzumachen, die von einem Millionär finanziert wurde. Wenig überraschend kam niemals ein Album heraus, aber er hatte eine tolle Zeit auf jemandes anderen Ausgaben zu verreisen und Leute zu treffen. Das zweite Mal war es wohl, weil er seine Familie versorgen wollte – er bekam einen guten Job angeboten, nämlich bei „Les Miserables“ zu singen. Da er der ursprüngliche Sänger in unserer Band war und die Stimme hat, die ich wollte, kamen wir wieder auf ihn zurück. Wir waren über all die Jahre stets in Kontakt und haben auch zusammengearbeitet. Ich denke, seine Stimme hat sich mit der Zeit auch immer mehr verbessert und er ist inzwischen ein sehr guter Liveperformer geworden.

The-Pit.de: Bitte beschreibe den Songwritingprozess zu „March Of Progress“.

Karl: Es war eigentlich genauso wie jedes Mal, wenn wir ein Album schreiben. Die meiste Musik wird in den Monaten, bevor die Aufnahmen beginnen, geschrieben. Es erfordert viel Konzentration, damit ich exakt das abliefern kann, was ich unter einem lückenlosen Arrangement verstehe. Daher arbeite ich alleine und bringe dann die kompletten Demos mit Schlagzeug, Bass, Gitarre und Keyboards mit – alles mehr oder weniger so, wie es auf der CD letztlich sein wird. Ich stelle die Parts sehr detailliert vor, damit die anderen Bandmitglieder genau wissen, was geplant war. Meistens denkt sich Johanne noch ein paar neue Fills aus; er hat immer das richtige Verständnis für den jeweiligen Track, was das betrifft.

Seite
comments powered by Disqus

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten