Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

The Devil's Blood im Interview (September 2009)

"Wir sind eine Band, die satanische Musik performt, mit der Absicht, Chaos zu verbreiten."

Live im Hamburger Ballroom

Zum Thema

The-Pit.de: Wie schreibst du denn deine Songs? Hast du eine Art Ritual? Was genau meinst du mit „empfangen“? Von wem oder von was „empfängst“ du denn die Musik?

SL: Ich glaube, alle Inspiration fließt aus der „Außenwelt“, aus der Welt Gottes oder der Welt Satans. Ich selbst habe mich dem Einfluss des Chaotischen, der instinktuellen Seite Satans geöffnet und empfange so meine Inspiration von dort. Das bedeutet Folgendes: Die Inspiration fließt in mich wie ein Fluss, der einen Berg hinunterfließt. Während des Verlaufs nimmt das Wasser viele verschiedene Elemente der Landschaft in sich auf und verändert die Form der Strömung und des Volumens des Wassers, wie auch die Strömung das Land verändert, während sie sich einen Weg dadurch bahnt. Wenn sie das Meer erreicht, hat sie sich im Gegensatz zu dem Punkt, wo sie gestartet ist, völlig verändert, aber im Grunde beinhaltet die Strömung immer noch dasselbe Wasser wie zu Beginn. Diese Strömung der Inspiration wird durch mich geformt und ich werde durch sie geformt. Ich habe niemals einen The Devil’s Blood-Song komplett alleine geschrieben, es kommt alles durch die Strömung der Inspiration.

 

The-Pit.de: Wie sind denn die Reaktionen auf das Album bisher ausgefallen?

SL: Ich lese eigentlich nie Reviews, aber ich bekomme eine Menge E-Mails und Botschaften, wo man uns zu dem Album gratuliert und somit scheinen die Reaktionen positiv zu sein. Es ist aber eigentlich auch nicht wichtig, denn ich bin zu hundert Prozent zufrieden mit der Scheibe und das ist das wichtigste.

 

The-Pit.de: Was ist denn dein Lieblingssong, den du bisher für The Devil’s Blood geschrieben hast? Und welchen spielst du live am liebsten?

SL: Es gibt keinen wirklichen Favoriten. Es gibt lediglich perfekt geschliffene Edelsteine, die von meinem Pfad erzählen, in all seiner Glorie, seiner Traurigkeit, seinem Wahnsinn und seiner Vernunft.

 

The-Pit.de: Wird es diesmal eine ausführliche Tour geben oder werdet ihr weiterhin nur ausgewählte Gigs spielen? Vor allem vor dem Hintergrund betrachtet, dass eure Band richtig groß werden kann... 

SL: Wir werden sehen... Momentan sind wir dabei, mehr Rituale (die Band bezeichnet ihre Auftritte stets als Rituale – Anm. d. Verf.) in ganz Europa zu buchen und wir werden Einzelauftritte und kurze Wochenendtourneen machen. Außerdem ist geplant, Anfang nächsten Jahres in den USA aufzutreten. Aber mal sehen. Wenn es sich nicht richtig anfühlt, falls uns die Bands nicht gefallen, mit denen wir spielen, falls es sich aus welchem Grund auch immer falsch anfühlt, werden wir das nicht machen.

 

 

 

The-Pit.de: Worin besteht der Unterschied zwischen euch und den alten Psychedelic-Rock-Bands der Sechziger? Wie schafft ihr es, derart zeitlos zu klingen und warum glaubst du, stehen auch so viele Metalheads auf euch? Ist es vielleicht wegen eurer Attitüde oder so was?

SL: Warum diese Band so erfolgreich ist, ist eine Frage, die ich mir niemals stelle, denn es macht keinen Sinn, sich solchen Überlegungen hinzugeben, wenn es Arbeit zu erledigen gibt. Warum wir so klingen, wie wir klingen, hat damit zu tun, dass es für uns keine Selbstzensur gibt. Die Musik war genauso gemeint, als mich die Inspiration ergriffen hat, sie niederzuschreiben, also ist dies das Resultat, das dabei herausgekommen ist. Alles ist sehr spontan und völlig ungeplant.

Seite
comments powered by Disqus

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin