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Stratovarius im Interview (Februar 2011)

Von Pelikanen, Raumschiffen, Todsünden und... ach ja, Musik

The-Pit.de: Wo wir grad über das Raumschiff sprechen: Ihr habt auf der neuen Scheibe einen Songs namens „Event Horizon“ – hat der etwas mit dem Kinofilm zu tun?

Matias: Nein, eigentlich nicht. Zwar hat der Text etwas mit einem Raumschiff und einem Schwarzen Loch zu tun, aber der Film hatte etwas mit einer anderen Dimension zu tun, aus der das Schiff kam und die Hölle brach los und... ich weiß nicht mehr ganz genau, wie es weiterging... aber die Leute wurden verrückt und brachten sich gegenseitig um oder so ähnlich. Ich müsste mal Kotipelto fragen, weil er den Text geschrieben hat, ob es da eine tiefere Bedeutung gibt.

The-Pit.de: Wie ist denn die Resonanz zu „Elysium“ bisher, hebt diese sich von den anderen ab, seid ihr mit dieser noch gefragter bzw. wo brüllen die Fans am lautesten?

Matias: Och, joa... bisher ist alles positiv. Die Review-Noten halten sich zwischen 7.5 – 9.5, wobei man das entscheidende Feedback natürlich hauptsächlich beim Touren von den Fans erfährt und da war alles recht positiv. Ich bin sehr glücklich damit und auch generell glücklich mit dem Ergebnis der Platte, denn es war ein langer Kampf; wir arbeiteten drei Monate hintereinander um die 20 Stunden pro Tag. Aber wir hatten diesmal etwas länger Zeit für dieses Album. Wir haben direkt nach der „Polaris“ 2009 mit dem Songwriting angefangen, also hatten wir zirka ein Jahr und haben den gesamten Sommer an den Arrangements gebastelt.

The-Pit.de: Beim Song „Lifetime In A Moment“ habt ihr so einen stimmverzerrten Part, mit Grusel-Orgel untermalt – und natürlich einem grandiosen Solo von dir -, das klingt etwas gewöhnungbedürftig, wie seid ihr auf die Idee gekommen, hattet ihr das vorher schon mal verwendet? Und was genau wird da gesprochen? – Klingt lateinisch...

Matias: Ah ja, das ist der „Fat-Monk-Sound“, so nennen wir das. Jens macht den mit seinem Keyboard. Und ja, die Sprache ist Lateinisch, das ist aus „Carmina Burana“, glaube ich, aber ich bin mir nicht ganz sicher, da müsste man Jens selbst fragen. Ich glaube, da hat er einen Vocoder oder irgendeinen Patch mit seinem Keyboard eingesetzt – er kann da allen möglichen Scheiß machen. Das war ganz witzig; ich war im Studio, arbeitete an einem Song und rief ihn an, nach dem Motto „Gib mir die fucking Keyboard-Tracks, Mann, wir müssen in vier Stunden zum Mixen!“ (lacht) Und als er sie mir dann schickte, hatte der erste Track, den ich öffnete, diesen „Fat-Monk-Sound“ im Intro und ich dachte nur: „What the fuck? Was für Pilze konsumierst du bitte!?“ Wir haben uns darüber kaputt gelacht, aber uns letztlich dran gewöhnt. Irgendwie ist es genial und völlig abgedreht zugleich. Solchen Kram hat man vorher noch nicht auf Metalalben gehört und das ist erfrischend. Nennen wir es „interessant“.

The-Pit.de: Welches ist dein persönlicher Lieblingssong von der „Elysium“?

Matias: Puh, schwer zu sagen. Ich muss sagen, es macht sehr viel Spaß, „Under Flaming Skies“ live zu spielen – das ist ein sehr cooler Live-Track. Ich hatte viel mit dem Einspielen des Titeltracks zu tun, von daher würde ich wohl auch den nennen. Aber... schwierige Entscheidung.

The-Pit.de: Ja, der ist ja episch lang... 18 Minuten. Wie kommt's – konntet ihr einfach nicht mehr aufhören zu spielen?

Matias: Keine Ahnung, vielleicht hab ich zu viel Absinth gesoffen... Na ja, er ist in drei Parts aufgeteilt, hat eine Melodie, die eine Entwicklung nimmt, verschiedene Stimmungen und eine Storyline – wirklich sehr progressiv. Mal sehen, ob wir ihn wirklich live spielen, er ist immerhin verdammte 18 Minuten lang ist und beinhaltet einige echt superheftige Parts. Auf jeden Fall ist es schwer, einen Favoriten zu wählen.

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