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Psychotic Waltz / The Shadow Theory im Interview (Dezember 2010)

"Ich mag eigentlich gar keinen Prog"

Cover von "Mosquito"

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The-Pit.de: Nächstes Jahr dürftest du live ja ziemlich beschäftigt sein, denn ich denke doch, du planst auch eine Tour mit The Shadow Theory.

Devon: Das hoffe ich. Momentan jedoch liegt die meiste Aufmerksamkeit auf Psychotic Waltz und alle Anfragen gehen in die Richtung. Zurzeit buchen auch die ganzen Festivals, aber das The-Shadow-Theory-Album ist noch nicht herausgekommen (das Interview fand am 11. November statt, gut eine Woche vor dem Release von „Behind The Black Veil“ – Anm. d. Verf.), doch wenn die Booker es hören würden, würden sie bestimmt versuchen, die Band zu kriegen, denn es handelt sich um eine starke Gruppe – die Jungs können echt performen und spielen! Und auch singen; das dürfte die erste Band sein, bei der all meine Mitmusiker auch Harmonien mit mir singen können. Allein Johanne James, der Typ singt unglaublich – hast du mal seine Band Kyrbgrinder gehört?

The-Pit.de: Ne, ich kenne nur Threshold, wo er Schlagzeug spielt.

Devon: Ja, ich hab ihn getroffen, als wir mit Threshold auf Tour waren, da hat er mich mit seinem Drumming schon umgehauen, aber Kyrbgrinder sollten Deadsoul Tribe eigentlich auf unserer letzten Tour begleiten, doch dann hatte der Gitarrist plötzlich einen Nervenzusammenbruch und sie mussten kurzfristig absagen. Doch als ich mit Johanne an dem Shadow-Theory-Album gearbeitet habe, zeigte er mir was von Kyrbgrinder – es gibt auch was auf YouTube – und sein Gesang hat mich total beeindruckt. Ich meinte nur: „Oh, gut, dass ihr nicht mit uns auf Tour gegangen seid – ihr seid viel zu gut!“ (lacht)

The-Pit.de: Okay, dann werde ich die Band mal auschecken.

Devon: Auf jeden Fall habe ich mit Kristoffer Gildenlöw, Johanne, Arne und Demi echt exzellente Performer dabei. Bei Demi weiß ich zwar nicht, wie er live performt, weil wir bisher nur im Studio zusammengearbeitet haben, aber ich bin mir sicher, dass mit ordentlich Power auf der Bühne gerechnet werden kann. Ich bin wirklich glücklich mit Psychotic Waltz, aber ich hoffe, dies wird The Shadow Theory nicht (zögert) überschatten – das Wortspiel war nicht beabsichtigt.

The-Pit.de: Wo du vorhin YouTube erwähntest: Mir fällt noch ein, dass ich dort letztens ein Feature von VIVA über Psychotic Waltz gesehen habe...

Devon (fällt gleich begeistert ein): Ja, ja, ja, ja, ja, ja, da haben wir ein Konzert in Essen gegeben...

The-Pit.de: ...Ich war etwas überrascht, weil da eigentlich immer nur irgendein Pop-Bullshit kommt.

Devon: Heutzutage besonders, ja, aber damals... Ich hatte noch nie etwas von VIVA gehört. Aber ich erinnere ich mich gut daran, ich erinnere mich an das Interview, ich hab das auch letztens auf YouTube entdeckt, kurz bevor die Reunion konkrete Züge annahm. Ich hab es angesehen und dachte: Oh Mann, wir waren da ja noch Kinder! (lacht) Aber das Konzertmaterial war ehrlich überraschend gut. Das Witzige war, am Tag zuvor waren wir in Rotterdam und dort musste ich vorzeitig von der Bühne gehen, da meine Stimme kollabiert war. Ich hatte eine geschwollene Nasennebenhöhle und meine Stimme funktionierte nicht. Wir hatten das Konzert, das aus irgendeinem Grund nachmittags um drei Uhr stattfand, und ich war nicht einmal in der Lage, die einfachen Songs zu singen. Übrigens das erste von zwei Malen, bei denen ich vorzeitig die Bühne verlassen musste, einmal passierte das noch mit Deadsoul Tribe, als ich krank wurde. Jedenfalls fuhren wir ins Krankenhaus, der Arzt gab mir Medikamente und eine Injektion, und am nächsten Tag stand eben jenes Konzert in Essen an. Und dank der Wunder der Medizin ging es meiner Stimme bestens – Gott sei Dank, schließlich wurde der Gig auf Band verewigt.

The-Pit.de: Eine letzte Frage hätte ich noch: Könntest du deine fünf Lieblings-Prog-Acts nennen?

Devon: Ich mag ehrlich gesagt eigentlich gar keinen Prog.

The-Pit.de: Echt nicht?

Devon: Nicht wirklich. Ich meine, ich mag schon alte progressive Musik: Jethro Tull – bis sie mir dann doch zu progressiv wurden. Ich mag ihre Sachen von 1971/’72 wie „Aqualung“, aber auch frühere Sachen wie das „Benefit“-Album. „Aqualung“ repräsentiert allerdings wirklich das, was ich an Jethro Tull liebe – das Album ist perfekt. Pink Floyd liebe ich natürlich auch – aber wenn es zu mathematisch wird, dann gibt mir das nichts. Ich bin kein Prog-Fan und Psychotic Waltz sollte niemals eine Prog-Band darstellen... Iron Maiden und Queensrÿche, das ist kein Prog, oder?

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