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Psychotic Waltz / The Shadow Theory im Interview (Dezember 2010)

"Ich mag eigentlich gar keinen Prog"

Das Cover von "Behind The Black Veil"

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The-Pit.de: Okay, nicht schlecht. Lass uns mal über deine neue Band sprechen. Du hast eine neue Combo formiert, die sich The Shadow Theory nennt. Zunächst einmal: Ist es wahr, dass du deine vorige Gruppe Deadsoul Tribe aufgelöst hast?

Devon: Na ja, Deadsoul Tribe hat in gewisser Weise nie als Band existiert. Ich habe Deadsoul Tribe gegründet und es gab keine Mitglieder – ich habe lediglich mein Soloprojekt so genannt und das erste Album gemacht, bevor ich überhaupt eine Band hatte. Ich hatte einen Schlagzeuger gefunden, aber ich hatte keine Band. Und ich versuchte, dem Projekt einen Bandnamen zu geben, weil ich das interessanter fand als nur den Namen des Künstlers, besonders da ich meinen Namen von Buddy Lackey in Devon Graves geändert habe; es hätte für mich keinen Sinn ergeben, ein Soloalbum unter diesem Namen zu machen, da ja noch niemand etwas mit dem Namen Devon Graves anfangen konnte. Und damals, als ich noch in den Staaten lebte und Demos für mein Soloprojekt aufnahm, hatte ich mir den Namen ausgedacht. Sollte ich wieder ein Soloalbum aufnehmen, dann möglicherweise unter dem Namen Deadsoul Tribe um der Wiedererkennung willen, aber im Moment mache ich da natürlich keine Alben oder eine Tour, denn jetzt will ich mich erst einmal einhundertprozentig auf The Shadow Theory konzentrieren, oder zumindest so gut es geht zu hundert Prozent, denn jetzt stehen ja auch wieder Psychotic Waltz auf dem Plan. Mit den beiden Bands bin ich auf jeden Fall zunächst mal gut ausgelastet, sollte allerdings eine gewisse Nachfrage bestehen, also sollten Leute nach einem Jahr oder so fragen: „Hey Mann, was ist mit Deadsoul Tribe, warum machst du da nichts mehr?“, dann kann es durchaus sein, dass in der Hinsicht wieder etwas passiert.

The-Pit.de: Jedenfalls habe ich das Album „Behind The Black Veil“ ein paarmal gehört und mein Eindruck ist, dass es so ein bisschen ein Mix aus Deadsoul Tribe- und Psychotic Waltz-Anleihen ist, gleichzeitig aber auch düsterer als das ist, was du bisher gemacht hast.

Devon: Ja, das denke ich im Prinzip auch, allerdings würde ich jetzt nicht so viel Verbindungen zu Deadsoul Tribe sehen, weil, wie ich gerade angedeutet habe, bei Deadsoul Tribe alles meine Kompositionen sind, während bei The Shadow Theory das meiste von Arne (Schuppner – Anm. d. Verf.) und Demi (Scott – Anm. d. Verf.), dem Gitarristen und dem Keyboarder geschrieben wurde. Das einzige, was mich wirklich an Deadsoul Tribe erinnert, ist der Chorus von „The Sound Of Flies“, aber im allgemeinen erinnert mich die Musik teilweise mehr an so etwas wie King Diamond zu „Abigail“- oder „Conspiracy“-Zeiten. An anderen Stellen wiederum erinnert sie mich an... hm, ich weiß nicht, es sind viele Einflüsse und nicht unbedingt nur meine eigenen, sondern auch die von Arne und Demi. Und das ist auch gut so, damit neue Elemente zu dem hinzukommen, was ich selbst einbringe und ich mich sozusagen auch ein bisschen von meinen eigenen Ideen und meiner eigenen Formel weg bewege.

The-Pit.de: Der letzte Song, „A Symphony Of Shadows“ ist auf jeden Fall mein Favorit, da dort besonders viele verschiedene Einflüsse zu hören sind, vor allem Queen, aber auch klassische Elemente, und besonders auch gesangsmäßig bist du sehr variabel: Es gibt neben deinem unverkennbaren Gesang auch etwas harschere Vocals und geflüsterte Passagen, die ja übrigens auch bei „A Candle In The Gallery“ vorkommen...

Devon: Ja, ich habe meine Gesangstechnik erweitert und viele Sachen ausprobiert, die ich vorher nicht gemacht habe, wie diese Flüstergeschichte, die gut zur Stimmung dieses Albums passt, genau wie diese – wenn man so will – „Schreie“ und diesen aggressiveren Gesang – so etwas habe ich vorher noch nie gemacht und es hat mich ein bisschen Zeit gekostet, bis ich herausgefunden habe, wie ich das am besten mache. Aber ja, du hast recht mit den Queen-Einflüssen; ich wollte aus dem Stück so etwas wie meine „Bohemian Rhapsody“ machen und hob es mir in meiner Schreibphase bis zum Schluss auf, da ich wusste, dass es eine Menge Arbeit bedeuten würde. Es hat so viele Schichten, gerade was den Gesang angeht, und als es dann schließlich an die Reihe kam, dachte ich: Okay, ich kann es jetzt nicht weiter aufschieben und muss mich jetzt da ran machen (lacht). Aber als dann alles zusammen kam, war ich letzten Endes doch sehr glücklich damit. Es ist definitiv auch mein Favorit.

The-Pit.de: Es ist ein sehr guter Schlusspunkt für das Album.

Devon: Ja, danach kann eigentlich echt nichts mehr kommen (lacht).

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