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Nucleus Torn im Interview (Dezember 2010)

Travellers to Andromeda

Cover zur frisch erschienenen Compilation "Travellers"

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The-Pit.de: Na ja, ich finde das meiste da auch nicht so doll. Außerdem wirkt das für mich immer wie eine Glorifizierung des Mittelalters und ich glaube, das war doch eher ein düsteres Zeitalter, in dem es sicherlich nicht so toll war, da zu leben.

Fredy: Also, ich würde es nicht als ein düsteres Zeitalter betrachten. Ich habe Geschichte studiert und hatte da natürlich auch mittelalterliche Geschichte und man sollte es schon als Periode der Innovation anschauen. Natürlich können wir uns verglichen mit dem heutigen Standard glücklich schätzen, meinetwegen was Infektionen betrifft, dass wir damit keine Probleme mehr haben, da so was im Mittelalter der Tod war, doch das war es auch im Römischen Reich.

The-Pit.de: Na gut, man hat halt immer dieses Bild von Folter, Inquisition und Kreuzzügen vor Augen...

Fredy: Wobei die großen Exzesse ja auch erst in der Neuzeit kamen und das ist alles kein Vergleich mit dem, was Anfang und Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts kam...

The-Pit.de: So gesehen ja: Zwei Weltkriege und so weiter...

Fredy: Unglaublich eigentlich...

The-Pit.de: Schon heftig. Aber mal Themenwechsel: Beim letzten Mal habe ich ja schon gefragt, ob du dir vorstellen könntest, Livekonzerte zu geben. Das ist wahrscheinlich immer noch ziemlich unmöglich oder hast du dir da inzwischen was überlegt?

Fredy: Es gibt immer wieder neue Pläne (lacht). Das ist das Spannende an der ganzen Sache. Ich habe nie mit dieser Idee abgeschlossen, das Schwierige ist, dass „Andromeda Awaiting“ trotz seiner wie eben erwähnt weniger dichten musikalischen Textur trotzdem immer noch sehr komplex ist. Wir müssen da immer noch etwa neun Personen haben, um etwas Ansprechendes auf die Bühne zu bringen. Die andere Möglichkeit bestand für uns darin, dass wir versucht hätten, gewisse Stücke so zu arrangieren, dass wir das zum Beispiel als ein akustisches Quartett hätten aufführen können. Das Problem ist einfach, dass einige beispielsweise aus beruflichen Gründen auf die andere Seite der Schweiz gezogen sind, bei anderen wiederum hat sich wieder anderes Zeug ergeben, andere sind Eltern geworden – all solche Dinge, die sich bei Leuten um die 30 herum ergeben. Dies alles hat es sehr schwer gemacht, konkret etwas zu erarbeiten und uns selber Ziele zu setzen. Ich weiß nicht, ob wir es in der momentanen Situation noch näher angehen können, ich denke, Nucleus Torn müsste da eine größere Umbesetzung vornehmen, damit wir wirklich auf ein Ziel zusteuern könnten. Wir haben es noch nicht aufgegeben, aber wir müssen da wohl einfach gucken, was noch so passiert. Es wäre halt ein großer logistischer Aufwand auch mit Equipment und so weiter – schwieriges Thema (lacht). Vielleicht spielen wir da im Moment noch die falsche Musik, sage ich mal (lacht).

The-Pit.de: Du hast ja außerdem schon angesprochen, dass es weitere Pläne hinsichtlich weiterer Musik gibt. Was kann man denn nach der Trilogie erwarten?

Fredy: Wir haben uns entschlossen, darüber noch nicht zu viel zu erzählen. Und weißt du wieso? Ich habe ja schon zu Zeiten von „Nihil“ angedeutet, dass es ein Album mit dem Titel „Andromeda Awaiting“ geben wird, und deshalb haben wir gesagt, jetzt warten wir mal und können dann etwas darüber sagen, wenn es tatsächlich so weit ist.

The-Pit.de: Na gut, dann lassen wir uns überraschen...

Fredy: Das finde ich eine gute Idee (lacht). Allerdings kann ich dir zumindest so viel sagen, dass die Hälfte der neuen Platte bereits aufgenommen ist.

The-Pit.de: Das ist ja schon mal nicht schlecht. Ihr habt ja parallel noch die Platte „Travellers“ herausgebracht, wo die alten EPs und zwei bislang unveröffentlichte Stücke drauf enthalten sind. Da gibt es als erstes beispielsweise die „Krähenkönigin“-EP, vier Stücke für klassische Gitarre. Wie bist du denn eigentlich auf den Titel „Krähenkönigin“ gekommen? Oder gibt es da gar keinen bestimmten Grund?

Fredy: Doch, den gibt es, aber den kann ich dir beim besten Willen nicht erzählen (lacht). Das war eine alte Geschichte, die einen Freund von mir betrifft, und die ist mehr amüsant als traurig, aber gerade deshalb kann ich sie dir überhaupt nicht erzählen. Aber es steckt ein gewisses Augenzwinkern dahinter. Aber dennoch denke ich, der Titel passt wunderbar, er hat eine schöne Ausstrahlung, er gefällt vielen Leuten und diese verträumte Musik mit diesem etwas einsamen Charakter – da passt „Krähenkönigin“. Aber die konkrete Geschichte kann ich dir nicht erzählen.

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