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Krokus im Interview (Juli 2014)

„…das ist nicht ein aufgesetztes Metaltheater, das ist einfach Spirit, der Krokus-Spirit …“

Interviewpartner Bassist Chris von Rohr

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Die Schweizer Legende Krokus tourt durch die deutschen Clubs, die Shows sind überall gut besucht und so wundert es auch nicht, dass unser Interviewpartner Chris von Rohr sehr tiefenentspannt im Biergarten der Zeche Bochum abhängt und mal eben mir nichts dir nichts einen Liter zuckerhaltiger Braunbrause vernichtet. Unglaublich, wie demütig Chris über diese Tourgelegenheit spricht, ein wahrer Champion aus Helvetia.

The-Pit.de: Ihr hattet jetzt sieben Shows in den letzten Tagen, merkt ihr das eigentlich in euren Knochen?

Chris: Doch, das merkst du, dass sich die Knochen und Muskeln weniger wehren. Die geben auf, die sagen: Okay, ich gebe auf. Du gehst da rüber in eine Routine, was eigentlich nur gut ist. Du musst schauen, dass du im Kopf frisch bleibst, wenn du jeden Abend dasselbe machst. Deswegen haben wir auch immer wieder freie Tage drin, da brauchst du einfach mal eine Pause.

The-Pit.de: Dürfen wir heute zum Tourabschluss noch etwas Besonderes erwarten – der Tradition irgendwie doppelt verpflichtet?

Chris: Nein, da verkrampfen die Elemente immer so richtig. Das, was den Leuten und uns Freude macht, das machen wir. Dass man da jetzt noch einen speziellen Paukenschlag hinhaut… das hat alles eh eine eigene Dynamik, die Tour war einfach hammermäßig. Ich hab das gar nicht mehr gewusst, was für eine Art von Leidenschaft die Fans in Deutschland haben. Ich muss sagen, das ist fast stärker als bei uns im Heimatland. Ich habe selten erlebt, dass die Leute schon nach drei Songs eine Zugabe wollen, da wird gerufen und geklatscht, da ist eine Euphorie da, die ich gar nicht aus meinem eigenen Land kenne. Ich bin echt überrascht bei dem Ganzen, das zeigt doch, dass die Leute die Band nicht vergessen haben, dass sie sich jetzt darauf gefreut haben, uns so zu sehen.

The-Pit.de: Gehört denn live spielen eigentlich noch immer so als Resümee der Tour als Rocklebensgefühlselixir dazu?

Chris: Ja sicherlich, darauf freut man sich. Wer will denn schon nur Videos machen, so ein Scheiß. Wer will schon so etwas machen. Man will auf die Bühne gehen und live spielen, deswegen nimmt man das alles auf sich. Schon geil.

The-Pit.de: Wenn man auf eure Facebook-Seite schaut, dann hat man durchaus das Gefühl, dass ihr die ganze Zeit nur feiert. Da wird ein Banner abgebildet, Fotos werden gepostet. Kann es sein, dass ihr die Tour mehr als üblich zelebriert?

Chris: Das muss man schon auf Facebook machen, das ist wie ein Magnet für unsere Fangruppen. Aber ja, man will ja auch unseren Fans berichten, wo wir sind und was hier abgeht, weil das ja schon auch einmalig ist. Das ist sehr schön. Man weiß ja bei uns auch nie, wann es das letzte Mal ist, das ist doch ganz klar. Weißt du, uns kann eigentlich nur die Gesundheit stoppen. (So ganz nebenbei lässt er sich noch eine Literflasche unter dem Hinweis, dass er ein guter Quatscher sei, bringen) In so einem Moment sind wir dankbar, dass wir das erleben dürfen und wir genießen jeden Augenblick. Dann sieht man vielleicht auch; der kann nicht mehr. Ich kann dir nicht sagen, was in einem Jahr ist.

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