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Ihsahn im Interview (Februar 2010)

"Wenn ich im Alter von elf Jahren einen Gitarrenlehrer wie mich gehabt hätte, würde ich verdammt noch mal lieber üben"
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The-Pit.de: Sehe ich genauso. – Was für Musik außer Metal hörst du selbst eigentlich privat? Ist ja ganz interessant zu wissen bei jemandem, der selbst unterrichtet und demnach mit vielen Musikstilen konfrontiert wird.

Ihsahn: Meistens höre ich eigentlich nicht sonderlich viel Metal. Ich mag Radiohead sehr gerne, Soundtracks, Björk, Steven Wilson und Porcupine Tree, zuletzt auch Tom Waits, dann bin ich vor kurzem zufällig auf was von einer Band namens Russian Circles aus Chicago gestoßen – es ist ein recht bunter Mix.


The-Pit.de: Okay. Du und deine Frau, ihr hattet doch zusammen dieses Projekt Peccatum, welches ihr im Jahre 2005 für beendet erklärt habt. Können wir denn in Zukunft wieder ein Album von euch beiden zusammen erwarten?

Ihsahn: Na ja, wir haben ja vor nicht in allzu langer Zeit bei dem Projekt Hardingrock (unbedingt reinhören – Anm. d. Verf.) zusammengearbeitet, wo wir mit einem norwegischen Geiger kollaborierten und das sich an norwegischer Folklore orientiert – aber es wird selbstredend in der Zukunft wieder etwas von uns zusammen geben. Ob unter dem Namen Peccatum oder nicht, kann ich noch nicht sagen, auf jeden Fall gibt es sehr viele verschiedene Bereiche, die uns interessieren. Ich habe sehr viel Zeit darauf verwendet, dieses Album („After“) aufzunehmen und zu promoten und dieses Wochenende werden wir zunächst einmal die Drums für ihr nächstes Soloalbum aufnehmen. Wir arbeiten die ganze Zeit zusammen, sie ist für mein Soloprojekt unschätzbar wichtig, quasi so etwas wie ein unsichtbares Bandmitglied: Sie hat co-produziert, meinen Gesang aufgenommen und mir gerade beim cleanen Gesang nichts einfach so durchgehen lassen – und umgekehrt habe ich, als sie den Soundtrack für einen irischen Film machte, für sie engineert. Wir sind stets in die Musik des anderen involviert.


The-Pit.de: Gerade wenn man ein Soloalbum macht, ist es ja denke ich besonders wichtig, wenn man jemanden hat, der sich auch kritisch äußert.

Ihsahn: Definitiv. Und wir sind uns natürlich sehr nahe – sie vertraut meiner Meinung, ich ihrer. Obwohl es manchmal irritierend ist, wenn ich denke, irgendetwas tolles fabriziert zu haben und sie sieht das überhaupt nicht so; aber am Ende hat sie meistens recht (lacht). Auf der anderen Seite gibt es Tage, da denke ich, dass das alles Mist ist, was ich für das Album geschrieben habe und dann sagt sie mir, dass das sehr wohl starkes Material ist und ich weitermachen soll. Das ist halt so die Dynamik, die sehr wichtig ist.


The-Pit.de: Glaube ich gerne. Interessieren würde mich aber auch mal, wie du Mikael Åkerfeldt, der ja wie bereits erwähnt bei „Unhealer“ auf „angL“ einen Gastauftritt hat, kennengelernt hast.

Ihsahn: Opeth waren früher ja selbst bei Candlelight Records unter Vertrag. Ich traf Mike zusammen mit dem damaligen Labelboss Lee Barrett in London in einem Restaurant – das  muss 1994 gewesen sein. Seitdem sind wir immer wieder in Kontakt. Ich denke, wir beide sind in der Art, wie wir zu Musik stehen und wie wir unsere Musik machen, recht ähnlich. Wir haben sehr viel Respekt voreinander und er ist, genau wie die anderen von Opeth auch, ein sehr netter Typ.


The-Pit.de: Eine Frage hätte ich noch. Die wird dir sicherlich oft gestellt und geht dir vielleicht deswegen schon ziemlich auf den Keks, aber ich stelle sie trotzdem: Werden Emperor jemals wieder was zusammen machen oder ist dieses Kapitel endgültig beendet?

Ihsahn: Das ist definitiv beendet. Wir hatten schon mehr gemacht, als wir ursprünglich geplant hatten, mit den Liveshows – aber jetzt ist endgültig Schluss.


The-Pit.de: Okay, das ist ein klares Statement. – Dann danke ich dir vielmals für die Zeit, die du dir genommen hast und wünsche dir noch einen schönen Abend.

Ihsahn: Ebenfalls und vielen Dank für deine Unterstützung.

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