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Evergrey im Interview (September 2014)

Gebrochen, aber nicht schwach

The-Pit.de: Wie sah es mit dem Songwriting-Prozess aus? War schon alles fertig, als Henrik und Jonas zurückkehrten oder hatten sie ebenfalls Einfluss darauf?

Tom: Ich würde sagen, Jonas hat 60 bis 70 Prozent des Albums geschrieben. Er kam mit 27 verschiedenen Songideen an (lacht). Rikard, Johan und ich hatten vielleicht jeweils zehn Prozent Input. Wir haben also noch jede Menge Material für das nächste Album – sofern es eines geben wird (lacht).

The-Pit.de: Ich hoffe doch, dass es ein nächstes Album geben wird; beim letzten Interview hab ich erfahren, dass du die Band damals beinahe aufgelöst hättest.

Tom: Ja, und diesmal war es ähnlich: Ich meine, als Hannes und Marcus gingen, waren wir nur noch zu dritt, und das ist halt nicht wirklich eine Band. Da kann einem dann schon mal der Gedanke kommen, dass es das vielleicht war und man sich nun anderen Angelegenheiten widmen sollte. Aber man weiß es eben nie, die Dinge können sich wieder ganz schnell ändern und es ist schon bemerkenswert, dass wir jetzt dieses Album vorliegen haben.

The-Pit.de: Singt deine Frau Carina eigentlich auch wieder auf der Platte?

Tom: Ja, sie ist auf den Bonustracks der Digipak-Version zu hören.

The-Pit.de: Bevorzugst du es, im Studio zu sein oder doch lieber auf der Bühne?

Tom: Ich bevorzuge gar nichts, ich denke, beides ist Teil davon, Musiker zu sein. Wenn man sich jedenfalls einen wirklich professionellen Musiker nennen möchte, muss man alles machen. Sollte ich aber tatsächlich wählen müssen, würde ich die Studioarbeit bevorzugen.

The-Pit.de: Aha, das ist eher selten. Die meisten Musiker würden sagen, dass sie lieber live spielen.

Tom: Mag sein, aber ich habe es gerne, dass meine kreative Ader stets herausgefordert wird, quasi den gesamten Tag, denn wenn ich nachts ins Bett gehe, sind die ganzen Ideen weg. Deswegen ist es schön, diese Arbeit im Studio zu haben.

The-Pit.de: Du hast ja bereits angedeutet, dass für dich jedes Album für sich steht. Gibt es trotzdem eines, das du als das bislang beste ansiehst?

Tom: Ich glaube tatsächlich, das neue könnte genau das sein.

The-Pit.de: Okay. Beim nächsten Interview wirst du wahrscheinlich dasselbe über die dann neue Scheibe sagen…

Tom: Hm, ich hab so etwas ich noch nie bei einem Interview gesagt, insofern ist es schon eine Seltenheit, dass ich überhaupt was dazu sage. Aber ich kann das natürlich nur für mich anhand dessen, wie häufig ich es selbst immer noch höre, beurteilen. Tatsächlich höre ich es wirklich fast jeden zweiten Tag und finde es immer noch sehr faszinierend – immerhin seit Mai, weißt du? Von daher muss da schon eine gewisse Qualität vorliegen, denke ich.

The-Pit.de: Auf jeden Fall. Ihr habt diesmal wieder mehr Keyboards dabei und seid irgendwie wieder mehr am typischen Evergrey-Sound, gleichzeitig ist das Songwriting sehr vielfältig. Ich finde ebenfalls, dass „Hymns…“ ein sehr starkes Album ist. Gab es dieses Jahr noch Platten von anderen Bands, die dir besonders gefallen haben?

Tom: Ich mochte die neue In Flames-Scheibe, die fand ich klasse. Sie ist aber ebenfalls sehr vielfältig und vor allem anders, also mal sehen, wie die In-Flames-Fans sie aufnehmen werden. Ansonsten weiß ich es nicht genau, ich hatte nicht so viel Zeit, andere Sachen zu hören.

Ehrlich gesagt: Der Verfasser ist kein großer Fan von In Flames, aber vielleicht hört man anhand dieser Information ja doch mal rein. Wichtiger jedoch ist die Frage, wann Evergrey neue Tourdaten bekanntgeben, denn das grandiose „Hymns For The Broken“ muss definitiv mit einer ausgiebigen Rundreise beehrt werden. Die Single lief laut Tom schon ziemlich gut, da kann bei einem Album dieser Qualität eigentlich ja auch nicht viel falsch laufen, oder?

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