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Evergrey im Interview (September 2014)

Gebrochen, aber nicht schwach

The-Pit.de: Wie sieht es mit den Texten auf „Hymns For The Broken“ aus? Ist da viel Persönliches dabei?

Tom: Absolut – alles davon basiert auf persönlichen Dingen. Ich beschreibe meine Wandlung an einem Tag, an dem ich herausgefunden habe, dass ich eine Person war, die ich nicht mehr gerne sein wollte. Ich wusste nicht, wer ich war. Ich musste eine neue Richtung einschlagen, egal, was passieren würde, und dieses Album beschreibt im Prinzip diesen Werdegang.

The-Pit.de: Vor allem ein Track wie „Missing You“ ist sehr emotional. Kein Scheiß: Für mich bist du einer der besten Metalsänger der gesamten Szene. Ich hab mal irgendwo das Gerücht aufgeschnappt, dass du anfangs gar nicht der Sänger bei Evergrey sein wolltest. Stimmt das?

Tom: Zunächst einmal vielen Dank für das Kompliment. Und was die Frage betrifft: So war es nicht ganz. Wir hatten damals tatsächlich einen anderen Sänger, doch der verließ uns – zwei Wochen, bevor wir das Debütalbum aufnehmen wollten. Anschließend fragte mich unser damaliger Bassist, ob ich nicht singen wollte – und so fing das dann an.

The-Pit.de: Wo wir schon bei der Vergangenheit sind: Was ich immer mal fragen wollte – ist „In Search Of Truth“ von der Serie „Akte X“ beeinflusst? Bzw. lässt du dich generell auch von Filmen, Serien oder Büchern inspirieren?

Tom: Dieses Album wurde von dem Buch „Communion“ von Whitley Strieber inspiriert (in der deutschen Ausgabe „Die Besucher“ – Anm.d.Verf.).

The-Pit.de: Und wie sieht es mit Filmen oder Serien aus?

Tom: Nun, ich würde sagen, im Allgemeinen sind alle Alben hauptsächlich von mir selbst inspiriert. Von dem, was ich um mich herum sehe, was um mich herum passiert, was mit Leuten, zu denen ich ein enges Verhältnis habe, geschieht und solche Sachen. Aber man stellt natürlich Vergleiche an und packt ein bisschen Fiktion dazu, um es für den „Leser“ interessanter zu gestalten. Das trifft jedoch nicht auf die neue Scheibe zu, die basiert wirklich komplett auf dem, was ich erlebt habe.

The-Pit.de: Hast du denn auf „Hymns For The Broken“ persönliche Favoriten oder ist das zu schwer zu beantworten?

Tom: Das ist tatsächlich schwer zu sagen, denn das ändert sich jeden Tag. „The Aftermath“ ist allerdings so ein Song, bei dem ich immer wieder denke, dass er wirklich richtig gut ist.

The-Pit.de: Ja, das mit der Slide-Gitarre war eine wirklich tolle Idee, so was habt ihr vorher ja noch nie gemacht.

Tom: Exakt.

The-Pit.de: Und „The Grand Collapse“ mit diesem fetten Riffing dürfte live sehr gut ankommen.

Tom: Absolut, das wird viel Spaß machen.

The-Pit.de: Wo wir von live sprechen: Wie sieht es mit einer Tour aus? Momentan habt ihr ja lediglich ein paar Akustikgigs am Laufen.

Tom: Ja, wir haben eine Headlinershow in Rumänien, aber ansonsten wollten wir uns nicht zu viel Stress machen mit dem Booking; erst mal wollten wir gucken, wie das Album ankommt. Wenn man sich anschaut, wie die Single läuft, sieht es allerdings wirklich gut aus. Dennoch wollten wir nicht in irgendeiner Businessgeschichte mit dem Management oder der Bookingagentur hängen bleiben, bevor das Album überhaupt draußen ist. Deswegen haben wir lieber etwas Geduld und warten die Dinge ab, bevor wir irgendwelche geschäftlichen Sachen abwickeln.

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