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Blues Pills im Interview (Juli 2014)

Mehr Emotionen, mehr Gefühle!

Bassist Zack Anderson ist gemeinsam mit Elin Larsson für die Texte und die Fundamente der meisten Songs zuständig

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The-Pit.de: Wo wir bei den Sechzigern sind: Hast du irgendeine bestimmte Lieblingsband aus dieser Zeit oder gibt es da schlicht zu viele, um sich eine auszusuchen?

Dorian: (lacht) Puh, da gibt es tatsächlich eine ganze Menge. Als Band sind wir zum Beispiel beeinflusst von Free oder von der Peter-Green-Phase von Fleetwood Mac; ich persönlich höre momentan viel von Jerry Reed, einem Singer-Songwriter aus den Sechzigern, als Kind habe ich viel die frühen ZZ Top und Status Quo gehört. Status Quo waren damals eine heftige Bluesrockband, die für mich ein großer Einfluss waren, denn ich entdeckte sie, als ich noch sehr jung war, mit etwa vier Jahren (!!! – Anm.d.Verf.).

The-Pit.de: Das erklärt dann wohl auch, wie du schon mit 18 Jahren ein so brillanter Gitarrist sein kannst. Wie alt warst du eigentlich, als du mit dem Gitarrespielen angefangen hast?

Dorian: Da war ich neun Jahre alt.

The-Pit.de: Was glaubst du, wie es kommt, dass es wieder so viele Bands gibt, die sozusagen „alte“ Musik spielen und sich wieder sehr deutlich auf die Sechziger und Siebziger beziehen? Ist es deswegen, weil die moderne Musik so grässlich ist?

Dorian: Das ist tatsächlich sehr interessant zu beobachten. Ich meine, manche Leute sprechen von einem Trend und da ist sicherlich auch was dran: Einer hört irgendwas und inspiriert dann andere Leute, das ebenfalls zu hören. Ich für meinen Teil höre aber wie gesagt diese Musik schon seit ich ein kleines Kind war. Das habe ich damals allerdings niemandem erzählt – meine Freunde haben so etwas nicht gehört und ich befürchtete, man würde mich auslachen. Heute aber haben auch junge Leute diese Musik für sich entdeckt und plötzlich hören alle möglichen Altersgruppen diese Sachen. Und ja, dies liegt möglicherweise darin begründet, dass man einfach keine Lust mehr auf das moderne, digitalisierte Zeug hat. Vieles ist zu modern geworden und die Emotionen, die in der Musik von damals steckten, sind weitestgehend auf der Strecke geblieben. Deswegen haben sich wohl viele Fans nach etwas anderem umgesehen und in der Musik der Sechziger und Siebziger das gefunden, was sie vielleicht gesucht haben: mehr Emotionen und Gefühle anstatt Computer-artige Sounds. Ich meine, es gibt so viele Menschen, die die unterschiedlichste Mucke hören, aber mir gefällt es natürlich, dass diese Art Musik so etwas wie ein Comeback feiert.

The-Pit.de: Ich bin im Prinzip derselben Ansicht; viele Produktionen heutzutage sind totgemastert, der Sound ist zu steril, die Drums getriggert – irgendwann geht einem das halt nur noch auf den Keks. Auffällig ist auch, dass viele Bands, die wieder die alte Musik aufleben lassen, sich mit Okkultismus befassen (wie es etliche Kapellen auch damals bereits taten) und dies auch in ihre Shows und Texte einfließen lassen, wie beispielsweise The Devil’s Blood (auch wenn es die inzwischen nicht mehr gibt), Blood Ceremony, Jex Thoth oder Ghost. Was hältst du von denen?

Dorian: Einige der von dir genannten Bands sind sicherlich großartig, aber ich muss gestehen, ich habe mich nie ausführlich damit auseinandergesetzt. Ich meine, ich mag es auch ganz gerne mal etwas düsterer; während wir innerhalb dieser „Retro“-Geschichte eher eine Blues-Schlagseite besitzen, gehen diese Gruppen eher in die doomigere Ecke. Obwohl ich eher der Blues-Typ bin, finde ich beide Richtungen gut. Ich mag zum Beispiel die schwedische Band Witchcraft, die ja durchaus etwas dunkler zu Werke gehen und u.a. von Pentagram beeinflusst sind.

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