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Ahab im Interview (November 2015)

Einmal Moby Dick, immer Moby Dick?

The-Pit.de: Das ist sicher auch wieder dieses Denken: Ihr heißt Ahab, also…

Corny: …Genau, wir haben einmal „Moby Dick“ gemacht – und einmal Moby Dick, immer Moby Dick!

Daniel: Ich hab kein Problem damit, wenn es jemandem nicht gefällt, solange es sich um konstruktive Kritik handelt. Aber man liest des Öfteren so was wie „Fuck Napalm Records!“, nach dem Motto, das Label hätte uns das aufgedrückt, aber das ist ja gar nicht der Fall! Solche Sachen liest man tatsächlich manchmal in den Kommentaren.

Corny: Man fragt sich da schon, in was für einer gedanklichen Welt diese Leute leben, aber ich sage mir dann, die kennen sich halt nicht aus mit Labelpolitik. Wir können in diesem Interview ganz offiziell sagen: Napalm machen uns überhaupt keine Vorschriften, und wenn das so wäre, wären wir schon lange nicht mehr bei diesem Label! Die Musik, die wir schreiben, das sind wir vier Leute und sonst keiner, und was wir tun, ist ganz allein unsere Sache.

Daniel: (lacht): Das wird den einen oder anderen vielleicht jetzt eher erschrecken, dass das alles von uns kommt.

Corny: Ja gut, aber deswegen rede ich auch ganz offen darüber, dass das Video für mich so ein halber Schuss in den Ofen war.

Daniel: Nö, das sehe ich ganz anders…

Corny: …Wie gesagt, ich finde das aber ja auch nicht schlimm und weiß fürs nächste Mal, wie der Hase läuft und was man da so beitragen kann.

Daniel: Auf jeden Fall ist es kompetent gemacht und es war uns wichtig, dass es mal was anderes ist und beim Cover ist es ja so ähnlich: Wir hätten auch einfach ein Schwarz-weiß-Foto mit einem Grabstein darauf nehmen können und dann…

Corny: …wärst du wahnsinnig Doom gewesen…

The-Pit.de: …und trve. Mit V.

Corny: (lacht): Aber so was von mit V!

The-Pit.de: Wie kam es eigentlich zu dem Wechsel am Bass?

Corny: Ganz einfach: Weil der Bassist jetzt der coolste Typ der Welt ist und der andere nicht! (lacht)

Daniel: Naja, das ist immer schwer, so was in die Öffentlichkeit zu tragen, aber es war im Prinzip einfach so, dass wir gemerkt haben, dass wir nicht mehr vorankommen. Die Vorstellungen waren unterschiedlich und es hat halt einfach nicht geklappt.

Corny: Die typischen Gründe halt, warum man sich trennt: Komische Vorfälle und persönlich hat es überhaupt nicht mehr gepasst und dann war es das eben. Allein der Vorgang des Verabschiedens war überhaupt nicht spaßig, ich erinnere mich noch. Nun ja, war eben damals so und jetzt ist es zum Glück schon lange her.

The-Pit.de: Ist ja auch witzig, dass beide Stephan heißen… Eine Frage hätte ich noch: Wo ihr euch kontinuierlich weiterentwickelt, könnt ihr euch vorstellen, auch wieder Keyboards zu verwenden, ähnlich wie beim ersten Album?

Daniel: Hm, ich finde das immer schwierig… Einerseits ist es so, dass die Songs live anders klingen als auf Platte; das hat mehr Ecken und Kanten, ist ein bisschen roher und heavier, aber ich finde es auch wichtig, dass das was gemacht wird live auch umsetzbar ist. Jetzt haben wir in den Songpausen zum Beispiel ein paar Samples drin und wenn wir dann noch Keyboards dazu sampeln müssten… ich weiß nicht.

Corny: Es ist auch eigentlich gar nicht notwendig, weil die Jungs sich in den letzten Jahren so geile Gitarreneffekte gekauft haben, die psychedelischste Flimmersounds in den Raum zaubern – also müssen Keyboards gar nicht sein.

Daniel: Ich sehe auch mittlerweile die Herausforderung darin, mit dem bestehenden Instrumentarium das zu erreichen. Ich finde, das sollte schon in diesem Rockband-Rahmen bleiben.

Corny: Außerdem würde es sich dann auch nicht lohnen, für die paar Töne noch extra einen Keyboarder in die Band reinzuholen, das wäre die nächste Überlegung – also, ich halte das für sehr unwahrscheinlich. Und wie gesagt, die tollen Gitarreneffekte die Daniel und Hector sich gekauft haben machen das auch unnötig.

Puristen wird dieses Statement gefallen und ein paar Stunden später bestätigt sich ohnehin erneut, dass Tasten bei dieser Band tatsächlich nicht unbedingt vonnöten sind – eine einzigartige Atmosphäre zaubert das Quartett auch so in jede Location, wie hier im dazugehörigen Livebericht zu lesen.

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