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Ahab im Interview (November 2015)

Einmal Moby Dick, immer Moby Dick?

Nicht so glücklich mit Ahabs erstem Musikvideo: Drummer Corny Althammer.

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The-Pit.de: Apropos brutale Parts: Wie ist deine Growl-Technik, Daniel? Ich kann mir das immer gar nicht so richtig vorstellen…

Corny: (grinst): …Ich auch nicht…

The-Pit.de: Meine Stimme wäre nach fünf Minuten kaputt!

Daniel: Hm, das ist schwer zu beschreiben, im Endeffekt ist es halt eine Übungssache. Als ich mit 16, 17 angefangen hab und meine erste Band hatte, war ich ein Riesenfan von Hypocrisy und seine Stimme (Peter Tägtgrens; Anm.d.Red.) so mit das Tiefste, was ich je gehört hatte, und da dachte ich mir: Ich will versuchen, auch in diese Richtung zu gehen, und mit der Zeit ist das dann gewachsen. Aber genau kann ich das jetzt auch nicht sagen, ich kann höchstens beschreiben, wo es ungefähr herkommt, das wäre der untere Kehlkopfbereich, doch ansonsten… Ja, ist halt mit den Jahren gewachsen und strengt mit mehr Übung natürlich weniger an.

The-Pit.de: Okay, ist ja irgendwie auch klar, dass man eine bestimmte Technik anwenden muss, sonst ist die Stimme nach spätestens zwei Jahren wohl im Eimer.

Corny: Auf alle Zeiten wahrscheinlich.

Daniel: Ich bin jetzt auch kein Gesangsprofi oder -lehrer, dass ich das so genau sagen könnte, aber es ist eine Technik, die nicht anstrengend sein sollte oder für mich ist, und über einen Zeitpunkt von elf Tagen sollte das schon gehen, sofern man sich unterwegs nicht irgendwas einfängt.

Corny: Immer schön Ingwertee trinken!

The-Pit.de: Ich finde generell, dass du dich gesanglich noch mal gesteigert hast, das klingt noch vielfältiger. (Corny nickt eifrig zustimmend.)

Daniel: Ja, wir hatten diesmal auch wesentlich mehr Zeit. Das letzte Mal war es halt so, dass ich die Vocals für die gesamte Platte in 17 Stunden in einem Rutsch eingesungen habe…

Corny: (grinst): …völlig bescheuert…

Daniel: …und nachts um drei oder vier waren wir fertig; lief ganz gut durch, war eben auch so ’ne Zeitgeschichte. Aber diesmal hatten wir drei, vier Tage, wo wir richtig Ideen ausarbeiten konnten und auch andere Bandkollegen anwesend waren. Denn letztes Mal war ich alleine, weil keiner Zeit hatte, und wusste somit gar nicht, ob es den anderen auch gefällt, weil vieles spontan entstanden ist. Und eigentlich ist es ja wichtig, dass noch jemand anders dabei ist, der Kritik üben und sagen kann: „Geh mal in diese oder in jene Richtung“. Gut auch, dass wir wieder mit Jens Siefert zusammengearbeitet haben, der mal Gesangsunterricht hatte und zumindest technisch ein paar Tipps geben konnte.

Corny: Ich weiß nicht, ob er mal Unterricht hatte, aber er ist auf jeden Fall ein sehr guter Sänger und ein sehr guter Gitarrist. Er atmet quasi Musik und weiß immer, was zu tun ist. Obwohl er, bevor er unser letztes Album „The Giant“ produziert hat, mit dieser Art Musik eigentlich noch fast gar nichts am Hut hatte. Aber ich hab mich dann mal mit ihm getroffen, ihm diverse Bands vorgespielt und er meinte „Joa, das ist schon auch coole Musik“, konnte sich allerdings im Großen und Ganzen noch nicht so wahnsinnig viel drunter vorstellen, hat dann aber intuitiv erfasst, was diese Musik gern hätte. Und ich finde, dass er das bei der neuen Platte jetzt noch mal extrem gesteigert hat, denn du wirst sicherlich bemerkt haben, dass der Sound absolut grandios ist, oder?

The-Pit.de: Definitiv, das klingt schon sehr mächtig. Gerade die Gitarren sind eine regelrechte Wand.

Daniel: Wir haben diesmal auch mehr Zeit darauf verwendet, Gitarrensounds abzustimmen, einige Sachen ausprobiert, alte Amps verwendet – ich glaube, der älteste Amp war von 1967…

Corny: …den hätten wir fast gegrillt…

Daniel: Ja, den mussten wir aufschrauben und da haben sich drinnen schon teilweise die Lötstellen von den Bauteilen gelöst, weil es so heiß geworden ist – das war schon echt spannend (lächelt verschmitzt).

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