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Irreversibel von Gaspar Noé


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Verfasst am: 30. 09. 2008 [02:36]
homersimpson
David N.
Themenersteller
Dabei seit: 09.03.2008
Beiträge: 1910
Ist schon einige Zeit her, dass ich den Streifen gesehen habe. Den hat mir mal unser ehemaliger Schlagzeuger ausgeliehen, der ein absoluter Filmfreak ist. Ich will den Film aber auch nie wieder sehen.
Ich dachte, als ich damals mit 16 oder so "Ekel" von Roman Polanski gesehen habe, könnte mich nichts mehr schocken, aber jetzt weiß ich's besser. JETZT kann mich nichts mehr schocken.
Ich weiß noch nicht mal, ob ich den Film gut oder schlecht finden soll!
Gewaltverherrlichend und voyeuristisch finde ich ihn nicht, sondern schlicht unfassbar brutal. Voyeuristisch in Sachen Gewalt ist nur dieser Spinner Mel Gibson ("Passion Christi" -> Müll).
Aber jedenfalls: Ich war selten bei einem Film davor, den DVD-Player vorzeitig abzuschalten (außer wenn es sich um einen extrem miesen Streifen gehandelt hat, aber das hier war ja etwas anderes), weil er so grausam war (die Feuerlöscher- und die entsetzliche Vergewaltigungsszene).
Gaspar Noé ist übrigens bekannt als enfant terrible im französischen Kino und schauspielerisch ist "Irreversibel" natürlich hochklassig, aber ich will den nicht noch mal sehen.
Was sagt ihr so dazu?

"The only thing worse than a record company which takes no interest in a group is a record company that takes interest in a group."
(Robert Fripp)

"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, and wiser people so full of doubts."
(Bertrand Russell)
Verfasst am: 30. 09. 2008 [11:17]
Lost Heart
Dabei seit: 24.11.2005
Beiträge: 888
Ich kenne den Film ebenfalls... Hatte ihn mir schon vor ein paar Jahren auf DVD gekauft. "Irreversibel" ist definitiv ein brutaler Hassbrocken und absolut nichts für zartbeseitete Gemüter - da gebe ich Dir Recht.

Es hat seinen Sinn, dass das Label "Legend Films" den Film in der so genannten "Kino Kontrovers" - Reihe veröffentlicht hat (in dieser Reihe sind u.a. auch "Die 120 Tage von Sodom", "A hole in my heart", "Ken Park", "Zoo" und "Ex Drummer" erschienen - sowie der "Irreversibel" Vorgängerfilm "Menschenfeind", welcher ebenfalls von Gaspar Noé in Szene gesetzt wurde)... Was letztendlich alle diese Filme gemeinsam haben ist, das sie definitiv nie als klassische "Unterhaltungsfilme" konzipiert wurden. Eher das krasse Gegenteil ist hier der Fall = die grausame (und oftmals übertrieben Comic-hafte) Anhäufung von Gefühls- und Gewalteskapaden sind ein unverblühmter Schlag in die Magengrube, sowie eine "Reise ins tiefste Herz der Finsternis".

Klar, ich selbst war nach dem sehen von "Irreversibel" auch bediehnt und habe ihn bis heute auch nicht mehr angesehen... Der Film ist ein exzessives Pulverfass, keiner Frage. Aber auf der anderen Seite: Ist dieser Film wirklich sooooo weit weg von unserer heutigen Gesellschaft? Letztendlich ist "Irreversibel" auch *nur* ein Spiegelbild einer Gesellschaft am Abgrund: zwar suchen sie alle nach Liebe und Zuneigung - doch wie im vorliegenden Falle von "Irreversibel" kann eine einzige Nacht genügen, um aus Menschen Monstern zu machen - sie somit für ihr Leben lang zu stigmatisieren und zu verändern.

Traurig, aber wahr...

Greetings,
LH

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 01.10.2008 um 11:43.]

range">Das Leben ist eine Baustelle...
Verfasst am: 01. 10. 2008 [04:09]
homersimpson
David N.
Themenersteller
Dabei seit: 09.03.2008
Beiträge: 1910
Ich wollte niemals in Frage stellen, dass unsere Gesellschaft sooo weit davon entfernt wäre - das krasse an dem Film ist ja, dass er eben alles so brutal zeigt, wie es wirklich ist und wie es jedem passieren könnte. Oder vielleicht in überzogener Form zeigt, wie es jedem ergehen könnte, um uns ein Spiegelbild vor Augen zu halten.
Aber genau deswegen meinte ich ja, dass ich die Gewalt im Film (die Vergewaltigungsszene ist eher distanziert gefilmt) nicht als voyeuristisch ansehe, WEIL sie eben ziemlich realistisch ist. Ich wollte lediglich in den Raum werfen, dass (vielleicht gerade deswegen) es einfach erschütternd war, zu sehen - anhand dieses Streifens - wie erschreckend brutal die Gesellschaft doch eigentlich geworden ist.
Man könnte natürlich sagen, dass viele, die vorzeitig aus dem Kino gerannt sind (so in der Premiere geschehen), die Augen vor dieser Brutalität verschließen, zu naiv sind und/oder den Film als pure, plumpe Provokation sehen, aber ich kann's trotzdem verstehen. Ob man diese Grausamkeiten in einem Film so sehen muss, ist halt fraglich. Aber ich verstehe die Argumentation von allen, die den Film in jeder Beziehung befürworten.
Übrigens ist "Schindlers Liste" auch ein Film, den ich nie wieder sehen möchte. Man MUSS den gesehen haben und er ist ohne Frage genial auf seine Art - aber noch mal sehen will ich den nicht. Einmal ist genug - so "grauenhaft" ist er.

Ach ja: Und dass "Irreversibel" kein "Unterhaltungskino" darstellt, ist wohl klar. icon_lol.gif

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 01.10.2008 um 11:44.]

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(Bertrand Russell)
Verfasst am: 01. 10. 2008 [04:10]
homersimpson
David N.
Themenersteller
Dabei seit: 09.03.2008
Beiträge: 1910
Ich wollte niemals in Frage stellen, dass unsere Gesellschaft sooo weit davon entfernt wäre - das krasse an dem Film ist ja, dass er eben alles so brutal zeigt, wie es wirklich ist und wie es jedem passieren könnte. Oder vielleicht in überzogener Form zeigt, wie es jedem ergehen könnte, um uns ein Spiegelbild vor Augen zu halten.
Aber genau deswegen meinte ich ja, dass ich die Gewalt im Film (die Vergewaltigungsszene ist eher distanziert gefilmt) nicht als voyeuristisch ansehe, WEIL sie eben ziemlich realistisch ist. Ich wollte lediglich in den Raum werfen, dass (vielleicht gerade deswegen) es einfach erschütternd war, zu sehen - anhand dieses Streifens - wie erschreckend brutal die Gesellschaft doch eigentlich geworden ist.
Man könnte natürlich sagen, dass viele, die vorzeitig aus dem Kino gerannt sind (so in der Premiere geschehen), die Augen vor dieser Brutalität verschließen, zu naiv sind und/oder den Film als pure, plumpe Provokation sehen, aber ich kann's trotzdem verstehen. Ob man diese Grausamkeiten in einem Film so sehen muss, ist halt fraglich. Aber ich verstehe jede Argumentation von allen, die den Film in jeder Beziehung befürworten.
Übrigens ist "Schindlers Liste" auch ein Film, den ich nie wieder sehen möchte. Man MUSS den gesehen haben und er ist ohne Frage genial auf seine Art - aber noch mal sehen will ich den nicht. Einmal ist genug - so "grauenhaft" ist er.

Ach ja: Und dass "Irreversibel" kein "Unterhaltungskino" darstellt, ist wohl klar. icon_lol.gif

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 01.10.2008 um 11:47.]

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Verfasst am: 01. 10. 2008 [04:11]
homersimpson
David N.
Themenersteller
Dabei seit: 09.03.2008
Beiträge: 1910
Huch, jetzt ist der Post hier gleich zweimal erschienen?... :?

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Verfasst am: 01. 10. 2008 [12:25]
Lost Heart
Dabei seit: 24.11.2005
Beiträge: 888
Nein, keine Sorge: mein Posting war auch nicht als "Kritik" (oder dergleichen) zu verstehen... Es sollte lediglich meine persönliche Sicht der Dinge widerspiegeln. icon_smile.gif

Ja, letztendlich kann ich mich aber auch nur "wiederholen" wenn ich sage, das "reale Gewalt(-darstellung) IMMER stärker auf die Psyche einwirkt als fiktive" (wie z.B. bei Horror- und Zombiefilmen, die ja meistens eher ganz klar in den Sci-Fi - Bereich gehen).

"Irreversibel" ist ein mutiger Film und hat selbst in Frankreich bei seiner Uraufführung einen kleinen Skandal ausgelöst (wahrscheinlich aber vor allem deswegen, weil der Film mit so namhaften Darstellern wie Monica Bellucci, Vincent Cassel und Albert Dupontel aufwartet und so automatisch auch ein "breiteres Publikum" anspricht und eben nicht nur ein "Szene bezogenes").

Fakt ist aber auch, das man gerade bei solchen Filmen wie "Irreversibel" lernen kann zu "unterscheiden"... Weil machen wir uns nichts vor: Ich selbst bin seit meiner frühen Teenagerzeit (mittlerweile bin ich 28 Jahre alt/jung) ein großer Fan von nahezu sämtlichen Horror, - Zombie, - Splatter, - Serienkiller,- und Kannibalenfilme (...ja die guten alten Zeiten der späten 70er und frühen 80er Jahre *lach*).
Ich mag/liebe die "Faszination des (fiktiven) Grauens" - es ist einfach nicht nur eine "Unterhaltung der anderen Art", sondern sicherlich auch eine kurzzeitige "Flucht vor der grauen Realität unserer Tage". So far - so good...

Aber die Zeiten und das Weltgeschehen ändern sich (so wie man sich als Mensch ja auch immer weiterentwickelt)... "Klassische Horror/Splatterfilme" wie vor 25 oder 30 Jahren gibt es nicht mehr, weil sie eigentlich nicht mehr funktionieren würden. Heute müssen diese Filme entweder a) ausdrücklich selbstironisch sein ("Scream"), b) oder extrem sadistisch angehaucht sein ("Hostel") oder c) einfach "eine coole MTV-Videoclip-Ästhetik" besitzen ("Underworld").

Nicht das diese Filme jetzt schlecht sind - nein, sicherlich nicht! Ich schaue sie mir ja selber gerne an... Aber letztendlich können sie uns (oder zumindest mich) auch nicht so gut "entführen", wie es bei Filmen dieser Art noch vor einigen Jahren der Fall war - eben weil die Welt/Gesellschaft immer roher und kälter wird.
Aber trotzdem werden diese gesellschaftskritischen Aspekte immer noch stark in den Hintergrund gedrückt (und zwar zumeist von der Politik, der Presse und der so genannten "High Society" im Besonderen) - oft nahezu totgeschwiegen.

...und wenn nun ein frei denkende Mensch wie z.B. Gaspar Noé einen Film wie "Menschenfeind" und "Irreversibel" auf die ahnungslose Menschheit los lässt, dann tut das eben richtig weh. Weil er meiner Meinung nach die "Zeichen der Zeit" erkannt und mit seiner ganz eigenen/individuellen Bildersprache aufarbeitet und darstellt. ...und ja: solche Filme brennen sich dann natürlich auch EXTREM stark in die Gehirnzellen und die Magengrube seiner Zuschauer ein... man könnte so etwas auch ganz einfach "Konfrontationstherapie" nennen.

Oder ich sage auch mal so:

Ich persönlich würde einem "Irreversibel" jeden Film a la "Hostel" und Co. vorziehen... Einfach aus den Gründen, weil "Hostel" im Grunde genommen ein voll von Klischees beladener und dummer Torture-Porn mit peinlichem "schwarz-weiß Denken" ist, der billig (und rein sadistisch) auf dem so genannten "10 kleine Negerlein" Prinzip aufgebaut ist und die ursprünglich angestrebte "Sozialkritik" nahezu völlig in die Hose geht.

Das gutes Terrorkino auch wirklich fesseln und intelligent aufgebaut sein kann, haben u.a. Filme wie der (insbesondere) erste Teil der "Saw" - Filmreihe und Alexandre Aja´s "High Tension" (in Deutschland leider nur geschnitten erhältlich) bewiesen.

So... Jetzt aber erst mal Schluss! :mrgreen:

Greetings,
LH

range">Das Leben ist eine Baustelle...
Verfasst am: 01. 10. 2008 [18:28]
homersimpson
David N.
Themenersteller
Dabei seit: 09.03.2008
Beiträge: 1910
Jupp, muss ich dir recht geben: Die meisten Horror-/Splatter-Filme bedienen natürlich nur Klischees (wobei ich gerade "Hostel" allerdings noch nicht gesehen habe) und da ist so ein Schlag in die Magengrube, wie du es so schön ausdrückst, auf jeden Fall mal ein ganz anderer Schnack.
Klare Sache: Bei eher im Fantasy/Sci-Fi-Bereich angelegten Splatterfilmen muss ich dann auch eher lachen, als dass ich jemals denken würde: "Oh mein Gott, was tun die denn dem da gerade an?" oder so was - du weißt schon, was ich meine... icon_wink.gif
Ich muss sagen, du hast echt sehr nachvollziehbar und überzeugend argumentiert, dass ein "frei denkender Mensch wie Noé kommt, der die 'Zeichen der Zeit' erkannt hat". - Das sind genau die Argumente, die man auch Politikern entgegenhalten sollte, wenn sie meinen durch Verbote von angeblich gewaltverherrlichenden Medien die Gesellschaft zu verbessern (und das ist ja nirgendwo so schlimm wie in Deutschland glaube ich).

"The only thing worse than a record company which takes no interest in a group is a record company that takes interest in a group."
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"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, and wiser people so full of doubts."
(Bertrand Russell)
Verfasst am: 01. 10. 2008 [19:22]
Lost Heart
Dabei seit: 24.11.2005
Beiträge: 888
*smile* Dankeschön! icon_biggrin.gif

...und ja, da hast Du schon Recht:
Eine auch nur vergleichbare Instanz wie die BPjS (Bundesprüfstelle für jegendgefährdende Schriften) gibt es in ganz Europa nicht. Also eine Instanz, die den lieben langen Tag nichts anderes tut, als sich mit Filmen, Musik, Magazinen und Videospielen auseinander zu setzen und dann zu beratschlagen ob jenes Medium/Inhalt nun jugendgefährdend oder gar gewaltverherrlichend ist (aber wohl gemerkt: bei der BPjS sitzen KEINE professionellen Juristen und Fachleute! Hier geht es letztendlich mehr um reine "Bauchentscheidungen" von Behördenmitarbeitern!)

Verbieten oder zensieren tut die BPjS allerdings nicht... Allerdings stehen sie im (sehr regen) Kontakt mit der FSK und div. Amtsgerichten (München, Tiergarten... um mal die bekanntesten zu nennen).
Und wenn der BPjS etwas nicht passt, dann wird dem meistens auch gleich nachgegangen (obwohl viele Entscheidung eigentlich nicht immer mit unserem Grundgesetz konform gehen wie z.B. "die Kunst ist frei" oder "eine Zensur findet nicht statt").
Eine richtige Hochwelle an Zensur und Verboten hatten wir ja Mitte bis Ende der 80er Jahre in Deutschland... Liberaler wurde das ganze dann endlich Ende der 90er Jahre (auch die Richtlinien der FSK wurden endlich wieder gelockert)... Doch seit dem Verbot der (eh leicht geschnittenen) Extended Version von "Hostel II" in diesem Sommer, hat sich mittlerweile wieder vieles ins negative gewandelt. icon_frown.gif


Aber mal 3 Beispiele zum direkten Vergleich:

+ Der Horrorklassiker "Tanz der Teufel" ist bis heute in seiner ungeschnittenen Fassung in Deutschland verboten ---> in Frankreich ist der komplett uncut ab 13 Jahren zu erweben...

+ Der Peter Jackson´s ("Herr der Ringe") 90er Jahre Splatterklassiker "Braindead" läuft in seiner Heimat Neuseeland ungekürzt im TV ----> bei uns in Deutschland ist die 18er Fassung auf Video/DVD um über 6 Minuten geschnitten.

+ Ruggero Deodato´s sozialkritischer Kannibalenfilm-Klassiker "Cannibal Holocaust - Nackt und zerfleischt" ist in Italien ungeschnitten frei ab 14 Jahren erhältlich ----> bei uns nahezu aller Splatterszenen beraubt frei ab 18.

...und diese Reihe liesse sich jetzt (leider) noch ewig fortsetzen.


Aber um jetzt zum Schluß noch mal kurz auf den ganzen Irrsinn von "Gewaltverherrlichung und Totalverbote" zurüch zu kommen:

"Irreversibel" wurde auf nahezu allen Filmfestivals mit Jury- und Publikumspreisen bedacht... Und trotz seiner ("realen") Härte hat er gleich beim ersten Anlauf eine ungekürzte Freigabe ab 18 von der FSK erhalten und der Film ist (trotz seiner heftigen "Gewaltexzesse") bis heute noch nicht mal indiziert worden!

Eigentlich total scheinheilig wenn man sich dann aber wieder vor Augen führt, das rein fiktive Gewalt in Zombie- und Horrofilmen in Deutschland schon sehr oft zu radikaler Zensur (bis hin zu Totalverboten) geführt hat.

Ich habe fertig (...für den Moment *grins*)

Greetings,
LH

range">Das Leben ist eine Baustelle...
Verfasst am: 01. 10. 2008 [22:11]
homersimpson
David N.
Themenersteller
Dabei seit: 09.03.2008
Beiträge: 1910
Ja, das mit "Braindead" ist schon echt 'n Ding - Herrgott, ich hab mich totgelacht, als ich den gesehen habe (der Film mit dem meisten Kunstblut, haha) - das ist nun wirklich vollkommen harmloser Splatter.
Genauso "From Dusk Till Dawn": Wie man den in Deutschland verstümmelt hat, geht gar nicht - noch dazu an völlig bekloppten Stellen. Da denkt Richard, Kate würde sagen: "Would you do me a favor and eat my pussy for me, please." Das ist rausgeschnitten - warum? Noch dazu, wo er später im Wohnmobil fragt: "Did you mean what you said to me back there in the room?" - Der Zuschauer weiß ja nicht mal, wovon die Rede ist, wenn er nur die gekürzte Version kennt. - Na ja, ein Beispiel von vielen... icon_mad.gif
Aber mit wahllosen, nicht nachvollziehbaren Verboten und Indizierungen ist es in der Musik ja genau dasselbe. Ich hab mal im Rock Hard einen Artikel über NSBM gelesen, war sehr interessant. Man muss sich mal reinziehen, dass Cannibal Corpses "Tomb Of The Mutilated" in Deutschland verboten ist (ich meine, ich finde Cannibal Corpse ziemlich geschmacklos, aber das ist ja eine andere Sache) - dagegen konnte man den Recherchen des Rock Hard zufolge (jedenfalls damals, ich weiß nicht, wie das jetzt aussieht) ohne Probleme bei amazon.de (!) CDs von NSBM-Bands kaufen!!! :shock:
Wo sind wir denn, dass hier eine vielleicht in Sachen Texte und Covergestaltung geschmacklose, aber letztlich harmlose, unpolitische Death-Metal-Band indiziert wird, während dieser Nazi-Abschaum seine Propaganda völlig legal verbreiten darf. Unfassbar!

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"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, and wiser people so full of doubts."
(Bertrand Russell)
Verfasst am: 02. 10. 2008 [11:05]
Lost Heart
Dabei seit: 24.11.2005
Beiträge: 888
Na ja, so viele Gesetze und Richtlinien es auch geben mag = mind. genau so viele "Schlupflöcher" gibt es auch...

Alles hat Vor- und Nachteile:

Alleine durch die EU und den weggefallenen Zoll in vielen Ländern, hat sich der Markt deutlich verändert und viele (extrem scharfe) Gesetze in Deutschland verkommen zur reinen makulatur. Oder auch das Internet... Ich glaube ich muss niemanden hier erzählen, das es auch hier keine "Landesgrenzen" im eigentlichen Sinne gibt... Dass dadurch allerdings auch viel illegaler (und rechtsextremer) Schindluder vetrieben wird, ist leider natürlich die Kehrseite der Medalie.

btw. "From Dusk Till Dawn" ist in seiner um 17 Minuten(!) geschnittenen 16er Fassung wirklich ein ganz schlechter Witz. Dafür ist ja dann zum Glück die 18er uncut.

Greetings,
LH

range">Das Leben ist eine Baustelle...
Verfasst am: 02. 10. 2008 [22:13]
homersimpson
David N.
Themenersteller
Dabei seit: 09.03.2008
Beiträge: 1910
Ja, das mit dem Internet stimmt natürlich - so gesehen sind diese Gesetze in der Tat Makulatur. Ja, das Internet (ohne geht ja schon geradezu gar nicht mehr, denn als ich mal irgendwie zwei Wochen oder so - warum weiß ich nicht mehr - kein Internet hatte, fühlte ich mich geradezu nur noch wie ein halber Mensch icon_wink.gif ) ist auf jeden Fall ein sehr gutes Beispiel dafür, dass auch eigentlich gute Dinge des öfteren ihre Schattenseiten haben - um es mal etwas pathetisch auszudrücken icon_wink.gif

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"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, and wiser people so full of doubts."
(Bertrand Russell)
Verfasst am: 04. 10. 2008 [13:50]
dani@the-pit.de
Dani
Dabei seit: 12.07.2006
Beiträge: 663
ja, diesen Film ha ich mir auch angeschaut ... es ist in er Tat so, dass solch realen Gewaltszenen einem viel mehr zusetzen als wenn irgendwelchen Zombies der Schädel gespaltet wird.

Denn gerade als Frau sieht man beispielsweise speziell diese Vergewaltigungsszene (die ich mir in ihrer gesamten, ultrabrutalen Intensität & vor allem Länge sehr, sehr schlimm fand) noch einen Tacken brutaler, denke ich.

Ich fand den Film echt schlimm ... ich werde mir den Film auch nicht noch ein 2. Mal wieder anschauen.

hope
is the
biggest
lie
of all
Verfasst am: 04. 10. 2008 [22:46]
olli
Oliver Held
Dabei seit: 17.11.2007
Beiträge: 641
Wo wir grade bei "bösen" Filmen sind - viele meiner Freunde haben sich schon den neuen Kinofilm "Pathology" angesehn und meinten alle sie hätten es absolut furchtbar gefunden. Also nicht den Film, eher die Splatter-Szenen.
Ich hab ihn mir letzte Woche dann spät allein angesehen - und wortwörtlich ohne mit der Wimper zu zucken O.O
Was daran nu so schlimm sein soll.....kennt schon jemand von euch den Film? Was sagt ihr dazu?
Verfasst am: 05. 10. 2008 [13:04]
homersimpson
David N.
Themenersteller
Dabei seit: 09.03.2008
Beiträge: 1910
Nope, hab ich noch nicht gesehen. Aber Splatter finde ich eigentlich ja auch eher harmlos, das ist eben nichts wirklich "Reales". Ich würde da auch nicht mit der Zimper wucken, äh, Wimper zucken. icon_wink.gif
Dagegen ist wie gesagt eben "Irreversibel" so hart, weil er so realistisch ist. Aber ganz lustige Unterhaltung ist Splatter natürlich schon manchmal icon_wink.gif

"The only thing worse than a record company which takes no interest in a group is a record company that takes interest in a group."
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Verfasst am: 10. 10. 2008 [10:28]
Lost Heart
Dabei seit: 24.11.2005
Beiträge: 888
DJAzrael schrieb:
"Pathology"


Nein, gesehen habe ich den Film nicht... Aber wenn ich mir mal die bisherigen Kritiken über den Film so zu Gemüte führe (insbesondere den komplett-verriss im ansonst so Splatter-freundlichen "Deadline" - Filmmagazin), habe ich diesbezüglich auch nicht viel verpasst. icon_smile.gif

Greetings,
LH

range">Das Leben ist eine Baustelle...



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